Live-Updates zum 48-Stunden Generalstreik in Griechenland

19:20 MEZ Die Polizeihauptwachen haben gerade bekanntgegeben, dass sie 28 Menschen inhaftiert und fünf festgenommen haben. 25 verletzte Bullen sind in Athen ins Krankenhaus eingeliefert worden.

18:20 MEZ Vor dem Polizeihauptquartier in Athen versammeln sich Menschen und verlangen die sofortige Freilassung der Festgenommenen. Genaue Zahlen zu den Festnahmen müssen später bestätigt werden.

Auf dem Monastiraki Platz feuerte die Polizei Tränengas in die Menschenmenge, ebenso wie in die U-Bahnstation.

18:00 MEZ Auseinandersetzungen in der Gegend von Monastiraki.

Exarchia ist unter totaler Besetzung der Polizei. Viele Menschen werden von der Polizei verprügelt und von uniformierten oder zivilen Polizisten festgenommen.

17:30 MEZ Polizei stürmt den Platz in Exarchia und jagt die Leute dort.

17:15 MEZ Alleine in Athen wurden min. 15 Verhaftunen und zwölf Festnahmen bestätigt. In der Stournari Str. in Exarchia gibt es weiterhin Zusammenstöße.

17:00 MEZ In Thessaloniki bleiben viele DemonstrantInnen wegen der starken Repression vor dem Arbeiterzentrum und verlangen die sofortige Freilassung aller Festgenommenen. Zurzeit findet dort eine Versammlung mit fast 80 Menschen statt.

Der Syntagma-Platz wurde von der Polizei geräumt. Vorher schreckte sie nicht einmal davor zurück sogar ältere Streikende in aller Öffentlichkeit anzugreifen (auf den Platz gab es einen durchgehenden Bedarf medizinischer Hilfe). Zusätzlich dazu hinderten unzählige Einheiten der Motorradbullen an den Olympischen Zeus Säulen (Olympieion) die Menschen daran, den Ort zu verlassen.

Bevor das geschah, griff eine vielfältige Gruppe die Griechische Nationalbank an und zertrümmerte deren Inneneinrichtung.

Es muss zur Kenntnis genommen werden, dass sich heute auch Basisgewerkschaften, anarchistisch/antiautoritäre Blöcke, Blöcke der Nachbarschaftsversammlungen und StudentInnenverbindungen unter den DemonstrantInnen befanden. Morgen am 20. Oktober werden die landesweiten Streikmobilisierungen in Griechenland gegen die Abstimmung der Multi-Finanzrechnungen, die den Menschen von Troika und Regierung aufgezwungen werden, ihren Höhepunkt erreichen.

16:30 MEZ Allein in Athens gibt es laut Berichten mind. zehn Festnahmen.

16:10 MEZ Laut Indymedia Athens baten Pressefotografen andere DemonstrantInnen darum, ihnen nicht ihre Gasmasken wegzunehmen!

16:00 MEZ Im Allgemeinen finden auf dem Syntagma gerade überall Zusammenstöße statt; insbesondere in der Voukourestiou, der Mitropoleos und der Filellinion Straße. Die demonstrierende Menschenmenge wird vom Platz gedrängt. Aber viele Menschen wehren sich und starten Gegenattacken auf die Polizei. Die Luft im Stadtzentrum scheint mit Tränengas und Feuerqualm gefüllt zu sein.

15:30 MEZ: Koordinierte Angriffe der Polizei auf dem Syntagma-Platz; Direkte (Körperliche) Konfrontationen mit den Cops. Immer noch versuchen tausende Menschen, auf dem Platz zu verharren trotz Schockgranaten und Tränengas.
15:20 MEZ: Mainstreammedien berichten fast überhaupt nicht bzgl. der Streikmobilisierung, die im ganzen Land Ausdruck fand, und gibt größtenteils die Aussagen des Finanzministers Evangelos Venizelos wider, der angeblich zu allen Ministern im Parlament gesagt hat, dass ‚es kein Morgen gäbe‘, wenn sie nicht für die Regierungspläne stimmten. Wir sagen: Zerschlagt den Staat und das Kapital! Zukunft für die kämpfenden Menschen!

15:00 MEZ Die Leute in der Panepistimiou Straße und auf dem Omonia Platz werden von den Bullen zurückgedrängt.

Der pazifistische Block des „Den Plirono“ (Ich bezahle nicht!) Bündnisses verteidigte nach Angaben eines weitere Live-Korrespondenten vom freien Radio 98FM andere Demonstranten vor den Attacken der Polizei.

Ein Polizist wagte es mit einem Megafon die Menge aufzufprdern den Platz zu verlassen. Laut und deutlich machten ihm die Demonstranten mit einem „BUH!“ klar, dass das nicht passieren wird. Zur selben Zeit blockierte die Polizei die Mitropoleos Straße um die Leute auf dem Syntagma Platz von den anderen Demonstranten in der Stadt abzuschneiden. Mittlerweile wurde auch der Wasserwerfer neben vielen Polizeibussen einige Kilometer weiter im Nördlichen Athen gesichtet.

14:50 MEZ In den Straßen rund um die Ermou Str. verhelfen Krankenwagen FaschistInnen mit eingeschlagenen Köpfen zur Flucht.

Laut Berichten gibt es viele DemonstrantInnen in Athen, die verletzt sind und ins Krankenhaus gebracht werden müssen.
Vor der Mensa am Propylaea steigt dicker schwarzer Rauch auf.
In Serres (Nordgriechenland) umfasste die Demo 1.300 Menschen. Die DemonstrantInnen verlangen, dass wegen dem Streik alle Geschäfte geschlossen werden. Kurz vor Ende der Demo bedrohte ein Fastfood-Ladenbesitzer größtenteils junge DemonstrantInnen. Er bewarf mehrere Menschen mit Schwefelsäure und bedrohte sie mit einem Messer!

14:40 MEZ Auf dem oberen Teil des Syntagma Platzes gegenüber des Parlaments unterstützt die Mehrheit der Leute mittlerweile militantere Taktiken. Einige riefen sogar: „Mal sehen wie die Massenmedien heute Abend wieder versuchen „die Vermummten“ zu beschuldigen!“, daraufhin deutend, dass jeder bereit ist die Demo gegen die staatliche Repression zu verteidigen.

Sechs Festnahmen in Volos; die Demonstranten marschieren zum Polizeihauptquartier. Es wurde nun auch bestätigt, dass die Polizei zuvor den Treff der Immigranten in Volos stürmte.

14:30 MEZ Polizeiliche Repression in der Akadimias Straße; Kopf an Kopf Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Auseinandersetzungen vor dem „Unbekannten Soldaten“-Monument setzen sich fort an den unteren Treppen die zum Parlament führen. Obwohl die Polizei massiv Tränengas einsetzt, verlassen die Leute nicht den Syntagma-Platz und halten weiter stand.

Zuvor verteidigten die Gewerkschaft der Taxifahrer und andere Demonstranten Barrikaden in der Panepistimiou Straße und kämpften gemeinsam gegen die Polizei. ; einige Zeit lang war die Stadiou Straße die einzige mit der mensch noch zum Syntagma-Platz konnte.

14:15 MEZ Nach der Demonstration in Thessaloniki wurden außerhalb des Arbeiterzentrums Barrikaden errichtet. Massive repressive Maßnahmen der Polizei; eine junge Frau wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei stürmte das Arbeiterzentrum wo sich zuvor Demonstranten zurückgezogen hatten.

Erfolgreiche Demos fanden in unzähligen griechischen Städten, z. b. in Kalamata, Sparti, Nafplio, Preveza, Igoumenitsa, Orestiada, Kozani, Xanthi und Komotini (dort beteiligte sich auch der anarchistische Hangout “Utopia A. D.” an den Mobilisierungen) statt. In Patras hatte allein der anarchistische Block des Ergalioforos Kollektives 600 Teilnehmer. In Volos circa 10.000 Teilnehmer, ebenso wie in Ioannina. Eine der größten lokalen Demonstrationen gab es in Kavala mit über 5.000 Menschen; auch hier wurde das Arbeiterzentrum von Demonstranten besetzt.

Auf der Insel Kerkyra kamen 3.000 Menschen zur Demonstration so wie auf vielen anderen Inseln. Auf Lesvos endete die Demonstration mit über 1.000 Teilnehmern um 15Uhr gefolgt von der Besetzung des Verwaltungsgebäudes. Dort gibt es eine laufende Versammlung im besetzten Gebäude.

13:50 MEZ Das Wachhäuschen des Denkmals für den Unbekannten Soldaten auf dem Syntagma-Platz wurde angezündet.

13:40 MEZ Tränengas wurde direkt in die Menge an der U-Bahnstation Paneptistimiou gefeuert. Auf dem Syntagma-Platz wurde die Polizeimauer von den Menschen durchbrochen; es finden dort gerade Zusammenstöße mit der Polizei mit Mollis und Steinen statt. Die Bullen schmeißen mit Steinen auf die Menschen zurück.

In der Akadimias und der Voukourestiou Straße wurden die ersten Barrikaden hoch aufgetürmt. Vor Ort blockieren Polizeimannschaften die Zugänge zum Syntagma.

Heftige Zusammenstöße mit den Bullen in der Akadimias Str.,  Zusammenstöße auch vor der Bank neben der Unimensa in der Paneptisimiou Str. Die Menschen auf dem Syntagma bewegen sich, fluten das Denkmal des Unbekannten Soldaten, während Schockgranaten überall auf dem Syntagma zu hören sind.

Mindestens eine Polizeimannschaft rennt vom Propylaea in Richtung Syntagma-Platz. Viele Streikblöcke haben sich in der Panepistimiou Str. zerstreut, Kolleg@s rufen die Leute dazu auf, sich ihnen vor der Prpylaea anzuschließen, um die Unimensa zu besetzen.

Auf dem Kolokotroni-Platz und in der Stadiou Str. wurden FaschistInnen und Armeeveteranen beobachtet, wie sie vermummte DemonstrantInnen jagen.

In Thessaloniki griff die Polizei Streikende vor dem Generalsekretariat für Mazedonien und Thrakien  mit Tränengas an. Die meisten Leute wurden in Richtung Arbeiterzentrum abgedrängt.

13:20 MEZ: Die Stalinisten ziehen sich vom Syntagma-Platz zurück, wobei sie andere Gruppen von Demonstrierenden auf ihren Weg schlagen! Andere Menschen rufen: ‚No pasaran!‘ Die Masse ist erstaunlich dicht beieinander.
Taxibesitzer und -Fahrer haben sich jetzt in der Panepistimiou-Straße aufgestellt.

13:10 MEZ: In Thessaloniki warfen die Cops Tränengas und versuchten, die Demo durch heftige Prügelattacken in zwei Teile aufzuspalten. Mittlerweile wurden vermummte Jugendliche wild von Menschen beschimpft. Die Demo bewegt sich nun wieder in Richtung des ehemaligen Ministeriums von Makedonien und Thrakien.
Auf dem Syntagma benutzte die Polizei ausgiebig Tränengas und Schockgranaten vor der Plexiglaswand, die die Vassilisis Sofias Allee neben dem Parlament blockiert. Die anwesenden Demoblöcke wurden durch Chemikalien zurückgedrängt. Die Menschen rufen: „Nieder mit der Junta von PASOK” und „Bullen-Schweine-Mörder”. Die straßen sind geradezu überfüllt von Menschen; Zurzeit gibt es keine Bewegung, da das gesamte Stadtzentrum eine gewaltige Versammlung ist. Menschen laufen sogar auf den Bürgersteigen Richtung Parlament. In der Zalokosta- und Akadimias-Straße haben Rioteinheiten die Angestellten der Stadt und die Texifahrer mit Tränengas angegriffen. Es folgten heftige Auseinandersetzungen in der Akadimias-Straße. Es wurde auch früher über Krawall in der Nähe des Polytechnikums berichtet – das Ende der Demo ist immer noch dort (und hat somit kaum den Startplatz verlassen)

12.50 MEZ: Meuterei in den Frauengefängnissen von Koridallos; Die Häftlinge protestieren gegen unmenschliche Bedingungen im Knast und verweigerten, die Gefängniszellen in Solidarität zu den Streikenden zu betreten.
Zentrum: Die Streikenden versuchen, die Plexiglaswand der Polizei in der Vassilisis Sofias Allee zurückzudrängen. Die Cops tragen ihre Helme und neue Einheiten werden von der Rückseite des Parlaments zur Wand verschoben. Schockgranaten wurden geworfen.
Außerhalb Athens: Mindestens 10000 DemonstrantInnen nahmen an der Streikdemo in Heraklion (Kreta) teil. Es wird von Angriffen auf Banken und Polizeifahrzeuge berichtet. In Agrinio beteiligten sich mindestens 3000 Menschen an der Versammlung auf dem Irinis Square (Platz des Friedens). In Trikala zog es rund 30 AnarchistInnen auf die Straßen.
In Thessaloniki sind Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierende ausgebrochen als ca. 100 Aufständische Banken und Geschäfte in der Tsimiski-Straße angriffen.
Auf dem Syntagma-Platz beschweren sich Menschen über andere Protestierende, die in einer kämpferischen Stimmung sind.

12:40 MEZ: In der Panepistimiou- und Aiolou-Straße wurde gesehen, wie Demonstrierende aus dem Block der Lehrervereinigung Griechenlands Sekundarschüler geschlagen haben!

12:20 MEZ: Im unteren Teil des Syntagma-Platzes gab es Konflikte (angeblich) zwischen Fußballhooligans – es bleibt zu bestätigen, ob sie von PAME-Protestierenden verjagt wurden.

12:10 MEZ Athener Massenmedien berichten von den Verhaftungen vier 14-jähriger Jugendlicher, die des Besitzes von Molotovcocktails beschuldigt werden. Es ist bestätigt, dass sie in einem Stadtbus, der sich auf dem Weg zur Demo befand, festgenommen wurden.

Zwischenzeitlich wurde von einer kleinen faschistische Plage berichtet: 300 Veteranen der griechischen Armee wurden auf dem Kolokotroni-Platz beim Nationalflaggenschwenken gesichtet und dutzende Flyer der neo-nazistischen Chrissi Avgi (Goldene Dämmerung) tauchen überall im Stadtzentrum Athens auf.

12:00 MEZ Die Demonstration der stalinistischen Gewerkschaft PAME strömt immernoch auf den Syntagma-Platz; sie ist riesig. Mittlerweile erstreckt sich die Hauptdemo vom Syntagma-Platz bis zur Polytechnischen Uni in der Patission Str. Es wird eine Weile dauern, bis sie sich bewegt – sie ist einfach zu riesig.

11:50 MEZ In Patras gingen fast 5.000 DemonstrantInnen auf die Straße, mehrere Demoblöcke halten das Gebäude der Westgriechischen Peripherie besetzt.

11:30 MEZ In Thessaloniki haben sich bisher mindestens 10.000 DemonstrantInnen versammelt und bewegen sich von Kamara in Richtung Arbeiterzentrum.

In Livadia demonstrieren über 2.000 Menschen und schließen Filialen von Supermarktketten.

11:00 MEZ Die Hauptdemonstration ist noch nicht gestartet, aber die Straßen Panepistimiou und Stadiou sind bereits mit vielen Tausenden Menschen gefüllt. Der Polizeibefehl, die U-Bahn-Station Syntagma zu schließen, ist ein potientiell mörderischer Befehl.

Die Bullen sind nicht wie üblich in der Amalias Allee positioniert, bewachen aber momentan die oberen Treppen zum Parlament.

10:15 MEZ Über 100 Menschen sind durch die Straßen der Bezirke Kasariani, Vyronas und Pagrati gezogen. Die DemonstrantInnen griffen eine DIAS-Einheit (Motorradbullen), die der Demo zu folgen versuchte, an. Mehrere Menschen verprügelten die Bullen heftig, zertrümmerten und bewarfen eine Pfandleihe mit Müll und zwangen offene Supermärkte und Läden zu schließen. Erwähnenswert ist, dass während die Müllberge die Straßen griechischer Städte wegen des laufenden Streiks der städtischen Müllmänner/frauen (Müllentsorger POE-OTAPOΠΟΕs) füllen, die Ausverkaufsgewerkschaft ADEDY die Gewerkschaft der städtischen ArbeiterInnen (POE-OTA) darum bat, die Straßen durch die die Demonstration gehen wird, zu reinigen, um “unerfreuliche Zwischenfälle” und “Ausbrüche von Feuer” während des 48-stündigen Generalstreikes zu verhindern. Damit beweist sie einmal mehr ihre Rolle als Kollaborateurin und Feuerwehrfrau gegen den sozialen Aufstand.

09:30 MEZ Massive Polizeipräsenz im Zentrum Athens.

– Seit 5.30 Uhr (MEZ) blockieren 10 Polizeimannschaften der MAT die Vasilissis Sofias Allee am Parlament. Laut Berichten soll auch der Bezirk Kolonaki abgesperrt sein.
– 20 Polizeimannschaften sind in der Akadimias Str. stationiert.

Um die kommende Demonstration zu unterdrücken, sind heute über 10.000 Bullen jeglicher Couleur in den Straßen Athens im Einsatz.

Einmal mehr wurden die Plexiglas-Eisenwände, die wir bereits von früheren Demos kennen, an den Blumenläden der [Louloudadika] Kreuzung in der Vasilissis Sofias Allee aufgestellt.

An verschieden Punkten im Stadtzentrum Athens sind Bullen in Zivil sind in großen Gruppen verstreut. In Exarchia an der Kreuzung Bouboulinas und Stournari Str. lauert ein 40-köpfiges Zivibullen-Team, das von (mindestens) einer Polizeimannschaft beschützt wird. Seit gestern ist in der Mesogeion Allee ein Wasserwerfer beobachtet worden.

0 thoughts on “Live-Updates zum 48-Stunden Generalstreik in Griechenland”

  1. you’ve to re-upload and post fresh about people died in Greece the last days
    post extra blog about prisoner revolt(s)
    copy-cat from clandestine english
    and “this is not my country”
    and make interview with P.Poupa about her kid “the youngest political prisoner” (read: LAMBRO)
    SOLIDARITY WITH EPANASTATIKOS
    and never forget: the most covered punk-roq-song is “money-machine”

  2. when i read “10.000” in Iraklio i would ask myself why not occupy crete and make it an anarchist cuba!

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