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München: Dezember-Programm der Anarchistischen Bibliothek Frevel

*Anarchistische Bibliothek Frevel

München, Zenettistr. 27 im Hinterhof
frevel.noblogs.org*

Dezember

Film: Die Möglichkeit den Himmel
zu erstürmen (engl./griech.)
Mi, 06.12. / 20 Uhr

Neun Jahre nach der Ermordung des 15-jährigen Anarchisten Alexis durch die Kugeln eines Bullen, zeigen wir einen kurzen Film über die darauf folgenden Wochen der Krawalle und Wut, die ganz Griechenland in Atem hielten. Der Film unterlegt die Bilder jener Nächte mit Flugblättern und Texten, die zur selben Zeit geschrieben wurden. Er wurde das erste mal im Januar 2009 in einer besetzten Bibliothek in Thessaloniki gezeigt. „Seit Samstag dem 6.12 funktioniert keine Stadt dieses Landes mehr normal. Keine Shopping-Therapien, keine freien Straßen zum Erreichen des Arbeitsplatzes, keine Nachrichten über die neuesten Reformvorstöße der Regierung, kein sorgenfreies Zappen zwischen Lifestyle TV-Sendungen, keine abendlichen Ausflüge zum Syntagma-Platz und so weiter. Diese Nächte gehören weder den Ladenbesitzern, Fernsehkommentatoren, Ministern oder Bullen. Diese Tage und Nächte gehören Alexis!“

Crypto Cafe
Mo, 11.12. / 20 Uhr

Sowohl im Alltag als auch in der politischen Arbeit schreitet die Digitalisierung und Vernetzung rasant voran, jedoch wandert täglich mehr Infrastruktur in die Hände kapitalistisch motivierter Quasimonopolisten während Bullen und Geheimdienste
ihre Hintertüren in Soft- und Hardware platzieren und Regierungen sich ein Wettrüsten für den vermeintlichen Cyberkrieg liefern.
Im Crypto-Cafe stehen wir mit Rat und Tat zur Seite um euch vor staatlichen Maßnahmen wie Online-Durchsuchungen zu   schützen und geben eine Einführung in die Verschlüsselung eurer Geräte und Kommunikation. Falls ihr Tails installieren wollt
bringt einen USB-Stick (8 GB oder mehr) mit.

Diskussion über die neue Ausgabe der Avalanche
Di, 12.12. / 19 Uhr

Die Avalanche ist eine regelmäßig in verschiedenen Sprachen erscheinende Zeitung, die versucht Beiträge anarchistischer Interventionen und Kämpfe über Grenzen und Sprachbarrieren hinweg miteinander in Austausch zu bringen. Kämpfe, die autonom, selbstorganisiert und direkt auf die Zerstörung der Macht in all ihren Formen abzielen; Kämpfe, die sich
gestern ereigneten, gerade passieren oder sich in der Zukunft ankündigen. Eine Zeitung, die versucht über fragmentarische Nachrichten und Informationen hinauszugehen, um eine Verbindung und mögliche Korrespondenz zwischen den sich international
vermehrenden anarchistischen Publikationen und Initiativen zu ermöglichen.
Die Avalanche gibt es in der Bibliothek oder auf avalanche.noblogs.org.

Überraschungsfilm
Di, 19.12. / 20 Uhr

Eine leidenschaftliche und zugleich klare Reflexion über den Kampf gegen Rassimus, gegen weiße Vormacht und Sklaverei. Eine Reflexion, die eine Brücke zwischen der schwarzen Bürgerrechtsbewegung der 70er in den USA und den Konflikten von heute,
in Ferguson, Baltimore und rund um die BlackLives-Matter Bewegung schlägt.

Eine Reflexion, die in die tiefen, widersprüchlichen Beziehungen, als auch in die psychologischen und geschichtlichen Dimensionen dieses blutigen Konfliktes eintaucht und gleichzeitig umso mehr bekräftigt:
Nichts kann verändert werden, was nicht konfrontiert wird – Freiheit kann nur im Konflikt mit der Macht gefunden werden.

Diskussion: Solidarität – Komplizenschaft nicht Unterstützung
Do, 21.12. / 19 uhr

Diskussion anhand des Textes „Komplizenschaft nicht Unterstützung – Gedanken über Solidarität“. Der Text wird in der Bibliothek ausliegen sowie auf der Internetseite der Bibliothek verfügbar sein.

„Repression begegnen wir überall in unserem Leben, ja sie ist ein integraler Bestandteil der Gesellschaft, in der wir leben, um unerwünschtes Verhalten zu unterbinden und uns dazu zu zwingen, weiter zu funktionieren. […] Dies geschieht, neben anderen Machtinstanzen wie Familie oder Druck vom Arbeitsamt oder Chef, durch staatliche Repression, Unser Mittel um der Repression entgegenzutreten und unsere Kämpfe weiter führen zu können, ist die revolutionäre Solidarität.

Unsere revolutionäre Solidarität ist aber etwas anderes als die rein karitative Solidarität die von verschiedenen linken Organisationen propagiert wird und kann nur existieren, wenn man ein gemeinsames Projekt der Revolte teilt. […]
Revolutionäre Solidarität bedeutet, die eigenen Kämpfe und die der anderen weiterzuführen und sich nicht in einer endlosen Repressions-Antireprssions-Schleife zu verlieren. […]

Wenn wir Repression nicht als einzelne isolierte Ereignisse betrachten, sondern als allgegenwärtig ansehen, dann wird auch klarer, dass große Repressionsschläge, auch wenn sie gerade nicht genau uns treffen, mit unserem Kontext verbunden
sind. Alle Facetten der Welt, die uns umgibt, alle Machtstrukturen und jede Autorität ist mitverantwortlich für die Repression, die uns selber, Kompliz_Innen von uns und alle anderen betrifft.

Jedes Urteil, das gegen Menschen gefällt wird, ist somit auch ein Urteil gegen uns selbst. […] Wir müssen Repression als Teil unseres täglichen Lebens betrachten und somit auch die Solidarität. Wenn wir Solidarität als etwas grenzenloses verstehen,
als etwas, das durchgehender Bestandteil unserer aufständischen anarchistischen Praxis ist, dann können wir sie auch durchgehend leben.“

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