Tag Archives: Hambacher Forst

Köln: Ideen zur solidarischen Unterstützung von Hodei und Siao

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Krieg für den, der unsere Erde zerstört und unsere GefährtInnen einsperrt

Erneut AktivistInnen aus dem Hambacher Forst hinter Gittern

Wie bereits berichtet, sitzen seit Donnerstag, dem 1. Dezember zwei weitere GefährtInnen aus dem Hambacher Forst in Untersuchungshaft. Die beiden Spanierinnen sollen sich laut Polizeiangaben auf einem Baumhaus am Waldausgang aufgehalten zu haben, aus dessen Richtung am Mittag ein Feuerwerkskörper Richtung Beamte flog. Der Vorwurf lautet “Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion” und “versuchte gefährliche Körperverletzung”, die Untersuchungshaft wird mit Fluchtgefahr begründet, da beide ihren Wohnort außerhalb von Deutschland haben. Donnerstag wurden sie in Kerpen der Haftrichterin vorgeführt und dann nach Köln Ossendorf in den Frauenknast gebracht.

Zeigt euch solidarisch, z.B. durch das Schreiben von Briefen…

Achtet darauf, dass für beide Postkontrolle angeordnet ist, d.h. dass alle Briefe bevor sie zu den Gefangenen kommen, mal mehr mal weniger gründlich gelesen werden. Hodey und Siao sprechen neben Spanisch auch Englisch, über alle anderen Sprachen freuen sich die Mitlesenden. Legt Fotos, (selbstgemalte) Bilder, Blätter, Sticker, Glitzer und anderes, was unsere Compas erfreut und die Zensur ärgert in die Umschläge. Bücher werden oft direkt zur Habe gepackt, Zines schaffen es manchmal durch.

Adresse: SSK z.H. ABC Hodei/Siao Salierring 37 50677 Köln

Die Briefe werden an die Gefangenen weitergeleitet.

Besucht die Gefangenen! Für Besuche im Knast braucht es eine Besuchserlaubnis, die ersten Besuche werden wahrscheinlich mindestens zwei Wochen dauern. Meldet euch hierfür gerne beim Anarchist Black Cross Rhineland. Für Besuche außerhalb des Gefängnis hingegen braucht es keine Erlaubnis, dafür aber umso kräftiger Stimmen, Megaphone, Töpfe zum Krachmachen und alles was euch sonst noch einfällt.

Macht Soliaktionen! Organisiert Schreibcafes, Demos, Kundgebungen, Aktionen gegen Knäste in euren Städten und mehr.

(…)Sammelt Spenden! Die Konsumgesellschaft macht auch vor dem Knast nicht halt. Um an das Tauschgut Tabak und zusätzliche vegane! Lebensmittel zu kommen, brauchen die Gefangenen Geld von draußen.

Es folgt das Konto des ABC:

VpKK e.V.
IBAN: DE 4085 0205 0000 0361 5700
BIC: BFSWDE33DRE
Bank für Sozialwirtschaft
Betreff: Spende ABC-R

und nicht zuletzt: dass der Kampf weitergeht!

auf Spanisch

Hambacher Forst: Zwei GefährtInnen aus Spanien sitzen im Kölner Frauengefängnis in Untersuchungshaft

hambachAm 30. November wurden acht Personen im Hambacher Forst verhaftet. Bis auf zwei Personen, es handelt sich um zwei Gefährtinnen aus Spanien, wurden zwischenzeitlich alle anderen wieder frei gelassen. Am 1. Dezember wurden die beiden in das Köln – Ossendorfer Frauengefängnis überführt, wo sie sich in Untersuchungshaft befinden. Die Namen, die sich beide im Wald gegeben haben, waren Siao and Hodey, obwohl sie in Spanien unter anderen Namen bekannt sind.

Die Lage im Wald ist eskaliert, seitdem am 15. November eine brennende Barrikade auf der Zugangsstraße zum Hambacher Forst errichtet wurde. Es kam zu Steinwürfen bei Auseinandersetzungen mit Wachleuten und der “Installation” einer Sprengattrappe, die den Abbau der Barrikade durch die Polizei verzögerten. Seit dem wurden mehrere Tage lang die Fahrzeuge des Sicherheitsdienstes sowie der Polizei und des Personals zu Beginn und dem Ende ihres Arbeitstages attackiert. Am letzten Samstag brannten drei Trafos und ein Bagger. Vor zwei Tagen haben mehre Leute in der Nähe, wo sich das Baumhaus “Deathtrap” befindet, dutzende PolizistInnen und Angestellte des Sicherheitsdienstes aus dem Wald geworfen und später auf der Straße eine Barrikade errichtetAls das geschah, haben zwei PolizistInnen ihr Fahrzeug verlassen, um die Menge zu zerstreuen. Einer von beiden lief den GefährtInnen in den Wald hinterher, wo er stolperte und einige Schläge erhielt, bevor er ängstlich flüchtete und Verstärkung herbeieilte. 

Die letzte Fahrzeugkolonne des Tagebaus wurde ebenfalls mit einigen Steinen bedacht. Und zudem kam es am 30. November zu einem weiteren Angriff auf ein Fahrzeug des Sicherheitsdienstes. Dieser führte dazu, dass der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug verlor und einen Unfall verursachte. Die Polizei umstellte das Camp und den Wald und es begann eine Jagd auf AktivistInnen, bei der fünf Menschen verhaftet wurden. Eine Person wurde in einer im Wald errichteten Hütte festgenommen und die beiden Frauen aus Spanien, die sich noch immer in Untersuchungshaft befinden, in einem Baumhaus.

Siao and Hodey werden beschuldigt die Polizei angegriffen und eine Sprengstoffexplosion herbeigeführt zu haben und die sich aufgrund behaupteter Fluchtgefahr in Untersuchunghaft im Kölner Frauengefängnis befinden.

¡Solidaridad y lucha!

bgeänderte Version des zugesandten spanischen Originaltexts

 

Ein Update aus dem Hambacher Forst

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img_6269aAm frühen Morgen des 15. Novembers hat eine autonome Gruppe, im Schein des Vollmonds, Waldarbeiter*innen mit einem herzerwärmenden Feuer begrüßt. Auf der Straße, die zu dem Hambacher Forst führt, wurden brennende Barrikaden errichtet, um die von RWE angeheuerten Waldmörder*innen aufzuhalten. Schnell zogen die Barrikaden die Aufmerksamkeit von zahlreichen Sicherheitskräften, Bullen sowie einem Bombenentschärfungsteam auf sich und ermöglichten damit den Arbeiter*innen eine “Pause” am frühen Morgen.

Während der diesjährigen Rodungssaison, die vorraussichtlich bis Ende Februar andauern wird, hat RWE bereits hunderte Bäume gefällt, um Platz für den immergrößerwerdenen Braunkohletagebau zu machen. Wir können uns nicht auf Demokratie und industriellen Kapitalismus verlassen, um die Ökosysteme der Erde zu beschützen. Nur durch direkte Aktionen haben wir die Möglichkeit eine Welt frei von Ausbeutung zu schaffen.

FEUER DEN BAGGERN! HAMBACHER FORST BLEIBT!

Solidarität mit den NoDAPL Wasserschützer*innen, der ZAD (Notre-Dames-des-Landes) und all unseren inhaftierten Comp@s!

auf Englisch

 

Madrid: Vortrag über den Widerstand im Hambacher Forst

cartel-sin-jpg23. Oktober im LA QUIMERA
ab 14.30H: ESSEN

– Gemüseeintopf
– Salat
– Nachtisch

17H: Vortrag

“Wir retten den Hambacher Forst” (besetzter Wald)

Anwesend ist eine deutsche Gefährtin, die uns über den im Hambacher Forst geleisteten Widerstand gegen den Braunkohleabbau durch RWE erzählen wird.

Ort: Plaza de Nelson Mandela (ehemalig Plaza de Cabestreros)

* Mögliche Einnahmen gehen an anarchistische Projekte*

Razzia im Hambacher Forst und in der WAA

hambachAm Montag Morgen den 11.4. 2106 kam es zu einen weiteren Höhepunkt der Repressionen gegen den Braunkohlewiderstand. Es wurden die Baumbesetzungen im Hambacher Forst belagert. Das Wiesen-Camp bei Morschenich und die 12 km entfernte Werkstatt für Aktionen und Alternativen (WAA) in Düren wurden durchsucht. Der polizeiliche Einsatz wurde von mindestens 250 Polizeibeamt_innen, teils Spezialkräfte wie: Reiter- und Hundestaffel, Helikopter und der Kriminalpolizei durchgeführt. Der Einsatz zog sich über den gesamten Tag. Dabei wurden 8 Aktivist_innen festgenommen, wo die letzte Person am Dienstag morgen frei gelassen wurde.
Als offizieller Grund des Einsatzes wurde die Suche nach Beweismaterial zu den Auseinandersetzungen, um die Rodung im vergangenen Halbjahr angegeben. In der WAA wurden sämtliche Computer, Transparente und auch einige Handys beschlagnahmt.
Zeigt euch solidarisch und unterstützt die Menschen vor Ort!  Sachspenden (Handys, Laptops werden gerne entgegengenommen.)

Aktuelle Infos findet ihr hier:

hambacherforst.blogsport.de

waa.blogsport.de 

Magdeburg: Soligrüße an Hambacher Forst und ZAD…

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am 5. April erhalten

Unsere Feinde können alle Blumen abschneiden, aber sie werden nie den Frühling beherrschen.

Angesichts der momentanen Lage im Hambacher Forst und den Aktionstagen zur Unterstützung der ZAD Notre-Dame-des-Landes bei Nantes senden wir solidarische Grüße.
Die Realisierung unserer Utopien wird nicht erbettelt, sie wird erkämpft!

libertäres Zentrum Magdeburg

Mehr Infos unter:

http://hambacherforst.blogsport.de/
http://zad.nadir.org/

Hambacher-Forst-Aktivist Huba im Gefängnis

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Nachdem am 22.März vor dem Landgericht Cottbus der Berufungsfall der LAUtonomia Aktivistin Sara verhandelt wurde, ist kurz nach dem Ende der Verhandlung unser Compa Huba verhaftet worden. Beim Verlassen des Gerichtssaales versperrten Zivilpolizei und Justizbeamt*innen die Tür, konfrontierten Huba mit einem Untersuchungshaftbefehl begründet durch angebliche Fluchtgefahr und führten ihn – bis dahin als Zuschauer beim Prozess von Sara – in Handschellen ab.

Noch am selben Tag wurde er dem*r Haftrichter*in in Cottbus vorgeführt. Er sitzt nun in der JVA Wriezen und wird ab kommenden Dienstag nach Aachen verlegt. Ihm wird vorgeworfen im Kontext der Rodungssaison im Hambacher Forst am 11.November 2016 im Landkreis Düren schwere Körperverletzung begangen zu haben.

Wir wissen nicht wie lange es braucht, bis Huba in der JVA Aachen ankommt. Gefangenen-Verlegungen brauchen in der Regel ziemlich lange, da die Inhaftierten solange warten müssen bis ein Gefangenentransporter von der JVA, in welcher sie sich grade befinden, zu einer anderen JVA fährt, die sich auf dem Weg zu der JVA befindet, in der sie ihre Haft verbüßen sollen. So verbringen die Inhaftierten mehrere Tage in den so genannten Einganszellen unterschiedlicher JVAs, wo die Haftbedingungen nochmal erschwerter sind als im Regelvollzug, da sie solange sie sich in den Eingangszellen befinden, keinen Zugang zu Büchern, Sport- und weiteren Freizeitangeboten der jeweiligen JVA’s bekommen. In Aachen beziehungsweise in Düren wird er dann erneut dem*r Haftrichter*in vorgeführt werden.

Gerne könnt ihr schon Briefe an die Postanschrift des ABC senden. Wir werden die Briefe von da aus an Huba weiterleiten, sobald die Umstände dies ermöglichen.

Schickt Briefe, führt Aktionen durch, seit kreativ, schreibt einen Song, redet über die Repression, beteiligt euch am Kampf oder an der Kampagne

Post an: ABC Rhineland z.Hd.: Huba / Kallsgasse 20 / 52355 Düren

No one is free until all are free!

abcrhineland.blackblogs.org
lautonomiaen.blogsport.eu
hambachforest.blogsport.de

Hambacher Forst: Räumungswelle im Wald dauert an – Hilfe benötigt!

hambach

Am frühen Montagmorgen des 14.03.2016 meldete die Wiesenbesetzung bei Morschenich, dass sie von der Polizei umstellt ist. Aus dieser Meldung entwickelte sich ein Großeinsatz der Polizei und RWE gegen die Besetzungen im Hambacher Forst.

Alle Hauptwege im Wald wurden freigeräumt und extrem verbreitert und befestigt – alle Barrikaden, alle Tripods zerstört. Polizei fährt Patroullie mit Wannen durch den Wald und umstellt die Wiesen-Besetzung, teilweise mit Reiterstaffel. Bisher wurden vier Baumhäuser geräumt!

Die Rodungssaison ist vorbei und doch geht es weiter. Zeigt euch solidarisch, kommt vorbei, teilt die Informationen, organisiert Aktionen. Denn der Wald und seine Bewohner_innen brauchen deine Hilfe. Gemeinsam stellen wir uns der Zerstörung in den Weg. All dies zwei Wochen vor den Skill Sharing Camps im Rheinland.

Bitte kommt alle! Wir werden gerade massiv angegriffen! Aufgrund der massiven Verbreiterung der Wege und der Räumung aller Barrikaden auf den Hauptwegen steht der Wald offen wie ein Scheunentor.

Wir brauchen
Decken, Wasser, Lebensmittel, Brennholz, und alles was euch sonst noch Widerständiges einfällt. Am wichtigsten: Menschen mit frischer Energie!

Für weitere Informationen: www.hambacherforst.blogsport.de

auf englisch, italienisch, portugiesisch

Hambacher Forst: RWE Security fährt Aktivisten um, als sich der Widerstand verstärkt

Am 21. Januar wurden Aktivisten bei ihrem Protest gegen die Rodung des Hambacher Forstes von der RWE-Security mit einem Jeep angefahren. Zwei Aktivisten wurden verschleppt. Einer konnte erfolgreich befreit werden, der andere, Fledermaus, wurde geschlagen und der Polizei übergeben, der Körperverletzung beschuldigt und wird wahrscheinlich  mindestens für die nächsten drei Wochen in Aachen inhaftiert bleiben. Dem Verhafteten wurde keine ärztliche Behandlung gewährt und er leidet an starken Rückenschmerzen. Die Personalienfeststellung verweigert er.
An diese Adresse könnt ihr ihm Briefe schicken:

Aktivist Nr. 2
JVA Aachen
Krefelderstr. 251
52070 Aachen, Germany

Das folgende Video zeigt den Vorfall:

Außerdem wurde EmmA heute entlassen. Er erzählt: Die Gefängnismauern sind mit Hambi Forst Bleibt! Graffiti beschrieben. Die Insassen, mit denen ich gesprochen habe, stehen in Solidarität zu unserem Kampf. Gefängnis ist scheiße, aber die Wälder sind stärker als ihre Mauern. Ich fühle mich gut und bereit in den Wald zurückzukehren, um mit allen Mitteln das, was wild ist, zu verteidigen.
Wilkommen zu Hause.

RWE ist der Totengräber des Rheinlands. .
Lasst uns die Totengräber von RWE sein!

Zeigt Solidarität! Kommt in den Wald. Beteiligt euch an der Aktionswoche vom 22.-31. Januar 2016.

Essen: RWE-Zentrale im Zusammenhang mit COP 21 markiert

In der Nacht von Samstag (12.12.) auf Sonntag (13.12.) haben wir die Zentrale des Energiekonzerns RWE in Essen mit Farb- und Bitumenbomben verschönert, um RWE als Klimawandelverursacher zu markieren. RWE betreibt neben mehreren Steinkohlekraftwerken mit den Tagebauen und Braunkohlekraftwerken des Rheinischen Reviers die größte CO2-Schleuder Europas. Dadurch ist RWE mitverantwortlich für die Tausenden von Toten weltweit, die jetzt schon jedes Jahr an den Folgen des Klimawandels sterben.

Die Beschlüsse der UN-Klimakonferenz in Paris, die dieses Wochenende zu Ende ging, werden von Medien und NGOs als Erfolg gefeiert. Doch verbindliche Maßnahmen, durch die das darin formulierte 1,5-Grad-Ziel erreicht werden soll, fehlen. Deshalb ist für uns klar: Klimaschutz bleibt Handarbeit! Wir können nicht auf das Handeln der Regierungen warten, sondern müssen unsere Zukunft selbst in die Hand nehmen und klimafeindliche Technologien sowie das Wirtschaftssystem, das sie nötig hat, direkt bekämpfen. Wir begrüßen deshalb die Blockaden von Kohlebaggern in der Lausitz und bei Leipzig, die Besetzung des Verladekrans in der Lausitz, die Blockade der Einfahrt zum Kraftwerk Niederaußem sowie die Besetzung beider Verladebagger im Kohlebunker des Tagebaus Hambach und die vielen weiteren Aktionen, die während der Klimakonferenz im Rahmen der Climate Games liefen. Herzliche Grüße und Solidarität gehen auch an die Genoss*innen von der Wald- und Wiesenbesetzung im Hambacher Forst, insbesondere an die zwei, die noch immer in U-Haft sind.

Mit unserer Aktion wollen wir diese Aktionen ergänzen und die Verantwortlichen von RWE in Essen daran erinnern, dass wer das Klima zerstört, mit Widerstand rechnen muss!

Englische Übersetzung   Französiche Übersetzung

Solidarität aus Paris

solidarity-paris-anticop21Als symbolischen Akt gegen die Zerstörung von Leben, Lebensformen und Lebensräume auf dem Planeten haben Leute von drei verschiedenen Besetzungen in Europa gemeinsam einen Baum im Parc Monceau besetzt.

Es gibt viele Orte des Kampfes, aber alle diese Kämpfe sind verbunden. Die Regierungschefs, – chefinnen und Firmen, die in diesem Moment auf der Konferenz “COP21” behaupten Lösungen zu finden, sind Teil des Problems.

Für uns geht der Kampf nicht nur gegen Kohlendioxidausstoß, Verschmutzung und Klimaveränderung, sondern gegen das System, in dem wir leben – ein System, das abhängig ist von Ungleichheit, Missbrauch und Ausbeutung. Wir sind in diesem Baum, als Zeichen, dass Veränderung dringend notwendig ist und dass wir neu Ideen brauchen und Wege, um in Harmonie mit der Natur und miteinander zu leben.

Korruption ist die Quelle für Umweltverschmutzung und Rassismus, der uns immer mehr umgibt. Zentralisierte Institutionen haben diese Situation hervorgerufen und können nicht die Quelle für Veränderung sein, nach der wir suchen. Nur mit kollektivem Bewusstsein und Transparenz können wir es erreichen.

Wir bitten alle rund um den Globus um solidarische Aktionen.

Besetzt Bäume!
Reclaim the streets!
Wir haben nur diesen einen Planeten!

hambacher Forst

fennovoima.no

tantquilyauradesbouilles

Köln: Aktionserklärung zur Baumbesetzung in der JVA Köln Ossendorf

Marte, seit dem 22. Oktober ein Gefangener von der Waldbesetzung im Hambacher Forst, erklettert während seines Hofgangs am 23. November einen Baum in der JVA Ossendorf und bringt ein Transparent mit der Aufschrift “System Change not Climate Change” an. Es folgt die Aktionserklärung des Gefährten.

Ich befinde mich derzeit in der JVA Köln Ossendorf, weil ich wiederholt aktiv geworden   bin   im   Kampf   um   den   Erhalt   des   Hambacher   Forstes.   Und   weil   ich   mir nicht   mehr   die   Wahl   meiner   Mittel   zum   Verändern   dieses   Systems   vorschreiben lasse.   Mithilfe   von   Wahlen   und   Petitionen   lassen   sich   höchstenfalls reformistische Ziele durchsetzten.

Auch   ich   habe   einige   solcher   Forderungen,   die   zur   sofortigen   Verbesserung   der
Lage der Gefangen führen sollen:

  • tägliche Hofgang von mindestens zwei Stunden;
  • ­die Erfüllung der Forderung der Gefangenengewerkschaft (GG/BO); besonders im Bezug auf die Einführung des Mindestlohns und einer Rentenversicherung  für Gefangene und ­ die Möglichkeit von veganer Ernährung für Gefangene.

Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen habe ich am 23. November während des Hofgangs einen der sich dort befindlichen Bäume besetzt und ein Transparent mit der Aufschrift „System Change not Climate Change!“ aufgehängt. Die Aktion richtet sich auch gegen den Klimagipfel der Politiker in Paris sowie gegen das herrschende   System   –   es   hat   sie   hervor   und   mich   hinter   Gitter   gebracht.   Von einem   Treffen   der   „politischen   Spitze“   erwarten   ich   und   viele   Teile   der Bevölkerung   schon   lange   keine   Lösung   mehr.   Sie   werden   weiterhin
industriefreundliche,   systemerhaltende   und   massen­benachteiligende   „Lösungen“ aushandeln.

Die Probleme sind zu groß um sie Politiker*innen und Parteien zu überlassen! Es liegt   an   jeder   einzelnen   von   uns   aktiv   zu   werden,   den   Wohlstand   und   die Privilegien hier im „demokratischen“ Westen zu hinterfragen und entsprechend zu handeln.   Die   Kohleverstromung   führt   zur   Vernichtung   der   letzten   großen Waldgebiete   im   Rheinland.

Diese   Kohleindustrie   ist   notwendig   für   die Energieversorgung   der   Waffenfabriken,   welche   mitverantwortlich   sind   für   den Krieg,   Not   und   Zerstörung   weltweit.   Des   Weiteren   treibt   die   Verbrennung   von Kohle den menschengemachten Klimawandel weiter voran, Dürren,  Überschwemmungen und immer häufiger eintreffende Naturkatastrophen sind die Folgen – welche schon jetzt Millionen von Menschen dazu zwingen, ihre Heimat zu verlassen.
Reaktionäre,   „einfache“   Lösungen,   wie   sie   AfD,   Front   National,   CDU/CSU   und Pegida immer wieder propagieren ­ „die Grenzen hoch und alles ist gut“ ­ sind viel zu kurz gegriffen. Sie wollen den sogenannten „Volkskörper“ weiterhin in seiner   privilegierten   Situationen   bewahren   –   auf   Kosten   der   restliche Erdbevölkerung.

Das   Massensterben   von   unzähligen   Spezies   hat   schon   lange eingesetzt, doch diese Zivilisation baut darauf auf, alles zu zerstören, um noch die letzten verwendbaren Ressourcen aus dem Boden oder Meer zu holen. Der Profit steht  über   allem.  Und   wir  alle   werden  in   ständiger  Konkurrenz   gehalten  –   als
Individuen   gegen   unsere   Kolleg*innen,   weltweit   in   Zwangsgemeinschaften   als„Nation“ gegen andere „Nationen“.

Diese Konzepte gilt es aufzubrechen und gelebte Solidarität entgegen­zusetzen.

Der Aufbau einer nachhaltigen, sozialen Gesellschaft ist Aufgabe von uns allen und beginnt im eigenen Kopf. Doch ist es fatal dort stehen zu bleiben. Es gilt gemeinsam   zerstörerische   Industrie     zu   stoppen,   Benachteiligte   dieses   Systems nach besten Möglichkeiten zu unterstützen und einen Alltag zu etablieren, derauf Respekt, gegenseitiger Hilfe und auf Selbstermächtigung baut.

Mit   dieser   Aktion   möchte   ich   auch   alle   anderen   revolutionären,   sozialen Gefangenen   weltweit   grüßen,   ihnen   Mut   wünschen   und   sie   in   ihren   Kämpfenbestärken.

Solidarische Grüße aus der JVA Köln Ossendorf

Köln: Aktionserklärung zur Besetzung der Aussenfassade des Kölner Doms

IMG_9065-800x800Knast ist keine Lösung sondern Teil des Problems!

Am   23.   November   um   15:00   Uhr   haben   wir   die   Außenseite   des   Kölner   Dom erklettert   und   ein   Transparent   aufgehängt.   Angesichts   der   derzeitigen Repression   und   Gewalt   gegen   Umweltaktivist_innen   aus   dem   Hambacher   Forst, haben wir uns dazu entschieden durch eine direkte Aktion auf die derzeitige Situation aufmerksam zu machen.

Drei   unserer   Freund_innen   sitzen   nun   bereits   seit   mehreren   Wochen   in Untersuchungshaft und der Termin einer Verhandlung ist noch nicht abzusehen.

Bei   ihren   Festnahmen   wurden   alle   drei   teilweise   schwer   verletzt.   Eine Platzwunde,   ausgeschlagene   Zähne,   ein   Nasenbeinbruch,   Kieferschmerzen   und ein gebrochenes Handgelenk sind ein nicht hinnehmbarer Zustand!

Wir sind wütend, weil sie verdroschen und festgenommen und dann noch nicht einmal ausreichend medizinisch versorgt werden!

Allerdings   geht   es   uns   hierbei   nicht   nur   darum,   dass   unsere   Freund_innen, die   sich   gegen   unglaubliche,  aber   von   Staat   und   Wirtschaft   gedeckte Verbrechen   wehren,  in   den   Knast   kommen,   sondern   darum,   dass  wir   das Gefängnissystem als solches verurteilen.

Gerade in den ach so demokratischen Ländern wird nicht nur das Wegsperren von Menschen, sondern auch psychische Folter in Form von völliger Isolation, totaler   Überwachung   von   jeglichem   Kontakt   zur   Außenwelt   und   anderen Zermürbungstaktiken   häufig   als   legitime   „Strafe“   oder „Rehabilitationsmaßnahme“   angesehen.   Als   zum   Beispiel   unser   Freund   Jus   im Sommer inhaftiert war und 3 Wochen in Isolationshaft verbrachte, wurde jede halbe Stunde das Licht angemacht – rund um die Uhr.

Gefangene,   die   als   politisch   eingestuft   werden   oder   sich   sonst   wie   nicht „angemessen“   verhalten,   werden   mit   Ausschluss   von   Aktivitäten   bestraft, haben weniger Möglichkeiten, werden vermehrt durchsucht und überwacht.

Und wenn dann staatliche Organe ihre Interessen gegen Menschen durchsetzen, die um Lebens­ und Freiräume außerhalb einer omnipräsenten, kapitalistischen Verwertungslogik   kämpfen,   wird   natürlich   nur   die   allgemeine   Sicherheit gewährleistet?

Von wegen! Knäste sind ein weiteres Machtinstrument in der Hand derer, die andere   Menschen,   Tiere   und   diesen   Planeten   unterdrücken   (und   somit zerstören), um ihre eigenen Interessen und Privilegien zu sichern.

Um es mit den Worten von einem der drei Gefangenen zu sagen: „Was  sie nicht draußen für ihre Zwecke kontrollieren [können], muss beseitigt, umerzogen, eingesperrt   werden.   Leben,   das   nicht   in   ihrem   Sinne   wächst,   muss geschnitten, gefällt, getötet werden. “

Wir fordern:
Freiheit für alle Gefangenen! Free the T(h)ree!

Hambacher Forst: Solidarität aus den Tiefen des Waldes

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hambach-esEinige AnarchistInnen im besetzten Hambacher Forst schickten uns dies Bilder. Sie sind ein Ausdruck ihrer Solidarität mit GefährtInnen, die gegenwärtig im spanischen Staat der Repression ausgesetzt sind. Auf dem Transparent ist zu lesen “Mateo Morral, Pandora, Piñata, Ice… Selbe Repression, selbe Solidarität.”

Hambacher Forst: Solidaritätsaufruf – Freiheit für Jus

Update 10.9.: Die Haftbeschwerde wurde abgelehnt… Jus muss im Gefängnis bleiben. Der Gerichtstermin ist nun für den 2. Oktober angesetzt. Wegen der Haftbeschwerde wird der Anwalt jetzt zum Landesgericht Köln gehen. Er hält die Bearbeitungszeiten und die langen Wartezeiten für unerträglich.

5.9. 2015
Vor 6 Wochen wurde unser Gefährte Jus bei der Räumung von Remis Turm festgenommen, einer großen Turmbarrikade, die gegen das Vergessen Remi Fraisse benannt wurde. Remi wurde 2014 von Polizisten ermordet.

Die ersten drei Wochen war Jus im Hungerstreik. Die Reaktion darauf war, dass ihm mitgeteilt wurde, er hätte keinen Anwalt, welchen er hatte, und sie steckten ihn in eine Isolationszelle. In diesen ist es besonders hart zu schlafen, da alle 15 Minuten das Licht an und aus gemacht wird, um zu sehn ob, du noch lebst. Alle Briefe werden überprüft, so dass es zwei bis vier Wochen dauert, bis er sie erhält. Er ist jetzt seit sechs Wochen im Gefängnis und hatte erst 2 Besuche. Es ist äußerst schwierig, Besuche zu organisieren, da immer eine übersetztende Person anwesend sein muss. Zusätzlich werden diese Audio und Video überwacht. Auch die Möglichkeit zu telefonieren ist auf seinen Anwalt begrenzt und wird ihm noch weiter erschwert.
All das für das angebliche Zerstören der Frontscheibe eines Bulldozers, ohne ein Wesen zu verletzten.

Jetzt nach dem Beenden des Hungerstreiks ist Jus immer noch in Isolation. Jus wird nicht gestattet, an irgendwelchen Gruppenaktivitäten teilzunehmen, da er als ‚gewalttätig‘ eingestuft wird. Er wartet auf die Verhandlung. Sie haben ihn vor allem eingesperrt, weil er keine Meldeadresse hat. Und selbst wenn er eine bekommen würde – sie würden ihn nicht gehen lassen.
Wir wollen unseren Gefährten zurück!

Ein Statement von Jus aus dem Gefängnis:

“Wie ich hier gerade sitze, trainiere und in der Zelle lese, hallen von einer Seite der Ruf ’sieg heil‘, ‚fuck the forest‘ und Gewaltdrohungen, von der anderen Seite des Flügels kommen ISIS zugehörige Parolen und Slogans. Ein gutes Bild dafür, wie Rechter und Fundamentalistischer Extremismus toleriert und sogar vom Staat gutgeheißen wird, wärend die, welche gegen die Intressen der kapitalistischen Maschine der Gier und Zerstörung arbeiten, unter Arrest gestellt und isoliert werden. Nachdem ich wieder zu Kräften gekommen bin, nach 22 Tagen Hungerstreik, plane ich 3 Gefängnis Widerstandsprojekte, und ich werde euch auf dem Laufenden halten.”

Wir wollen euch alle bitten Jus bei seinem Kampf im Gefängnis zu unterstützen. Ihr könnt Folgendes tun:
Schreibt ihm! Er kann Englisch und Polnisches lesen. Bücher und Zeitschriften sind nicht erlaubt, einzelne Artikel oder Kapitel eines Buches hingegen schon. Schreib ihm über die Besetzung, in der du lebst, einen Workshop an dem du teilgenommen hast, sende ihm Fotos oder male ein Bild! Du kannst ihm auch DIY Anleitungen schicken für sportliche Übungen oder sonstige intressante Sachen. Für Gefangene ist es ziemlich hart, sich nicht informieren zu können. Also versucht, ihn auf dem Laufenden zu halten! Zeigt ihm, dass es immer noch Menschen gibt, die weiter gegen diese Maschine ankämpfen.

Dariusz (Jus) Brzeski 3236156
JVA Köln
Rochusstr. 350
50827 Köln
Germany

Macht eine Solidaritätsaktion und macht Bilder, ihr könnt sie an hambacherforst@riseup.net schicken, oder hinterlasst Kommentare auf dem Blog: hambacherforst.blogsport.de
Erzählt was mit Jus passiert, bringt euch ein, macht ein Poster, besucht den Hambacher Forst, organisiert einen Soli Auftritt, alles hilft.
Wir werden versuchen, euch auf dem Laufenden zu halten, auch über Jus widerständige Projekte. Für mehr Informationen könnt ihr auch das Wiesen-Telefon anrufen 0157 – 54 136 100

Feuer allen Gefängnissen!
Freiheit für Jus!
Freiheit allen Gefangenen!
Rache für Remi!

Finnland: Solidaritätsaktion in Pyhäjoki zum J11 – Aktionstag.

solidarity-picture-from-pyhäjokiIm Rahmen des Internationalen Aktionstag haben AktivistInnen, die gegen das Kernkraftwerksprojekt Fennovoima protestieren, am 11. Juni ihre Solidarität mit den (öko)anarchistischen Gefangenen ausgedrückt.

Ihr seid nicht alleine!

Ihr seit nicht vergessen!

Die Leidenschaft für Freiheit ist stärker als jedes Gefängnis!

Auf Finnisch | Besucht hyökyaalto für weitere Informationen über das Pyhäjoki Protestcamp

Athen: Für die Ausbreitung von Aktionen für Freiheit und die Erde.

1Merkouri Platz, Ano Petralona: “Marius J. Mason heraus auf die Straße! Marius, bleib stark bis zur Freiheit”

2Dimosio Sima, Kerameikos: “Freiheit für Marco Camenisch”

3Altes Gebäude der Chemiefabrik,Charilaou – Trikoupi – Straße, Innenstadt Athen: “Freiheit der Erde, Feuer dem Gefängnis – Aufruf für den 11. Juni”

4Polytechnikum, Stournari Straße, Innenstadt Athen; neo-luddistisches Transparent auf dem zu lesen ist:“Wildblumen und trockenes Brot, Sichel und Hammer jeder Maschine“

5Exarchia Platz: “Hambacher Forst bleibt – Sabotage gegen Bergbau und Energieindustrie.

6Polytechnikum, Patission Straße, Innenstadt Athen: “Sabotage ist eine Freundin derer, die kämpfen – Von Athen bis Chiomonte, Krieg gegen den Krieg der Herrschaft – Kein MUOS – Kein TAV”

Die an mehren zentralen Orten angebrachten Transparente stehen im Zuammenhang mit Versammlung am Abend des 11. Juni im Athener Voutie Park (Stadtviertel Ano Petralona)

Mit Parolen in verschiedenen Sprachen wurde Bezug auf die Kämpfe gegen die TAV Hochgeschwindigkeitsstrecke Lyon – Turin im Susa Tal und dem Dorf Chiomonte, gegen die Installation des militärischen Satellitenkommunikationsystem MUOS auf Sizilien sowie zur Verteidigung des von Zerstörung durch Braukohletagebau bedrohten Hambacher Forsts in Deutschland (während der Veranstaltung am 11. Juni werden GefährtInnen Updates zu diesem Kampf liefern) genommen. Außerdem drücken sie Solidarität mit den öko-anarchistischen Langzeitgefangenen Marco Camenisch, dessen Antrag auf bedingte Entlassung wieder einmal von den Schweizer Autoritäten abgewiesen worden ist und mit Marius Jacob Mason, trans-anarchistischer Gefangener in der USA aus.

Anarchistische Versammlung | 11. Juni, 18.30| Voutie park, Ano Petralona | Athen

89auf Griechisch, Englisch, Spanisch