Nantes, Frankreich: Widerstandsdemo gegen den Ausnahmezustand – 20. Februar

Veröffentlicht am 25.2. via MIA:

Keine Verletzten, keine Festnahmen, sondern eine Reihe von verschönerten Fassaden

Um die 400 Menschen demonstrierten in Nantes im Kontext der Woche des Wiederstandes. Das Front-Transpi – dekoriert mit dem Vogel aus [dem französischen Zeichentrickfilm “Der König und der Vogel” – rief zum Widerstand gegen die Ausnahmezustände auf und berief sich auf Kobane in Kurdistan, Ferguson in den USA und Notre-Dame-des-Landes in Frankreich.

300 PolizistInnen hatten ursprünglich vor, den Zugang zu einigen Gebieten zu verwehren, aber sie konnten die Umgestaltung der Hausfassaden einiger öffentlicher Gebäude, Banken, Immobilienbüros und des Parteibüros der Sozialistischen Partei im Laufe der Demonstration nicht unterbinden.

Die Demonstrierenden waren in schwarz gekleidet, vermummt, einige trugen Gasmasken. Sie trugen Feuerlöscher, Farbe und Farbeier mit sich und waren in der Lage, sie in Form von Bemalungen und politischen Graffitis auf den Wänden der Stadt zu verteilen.

Die Polizei nutzte mehrere Tränengasgranaten woraufhin Geschosse zurückflogen. Die Veranstaltung ging wie geplant weiter trotz des Gases, das die Demo kurzzeitig in zwei Teile spaltete. Die Schilder, die von den Demonstrierenden getragen wurden, formierten sich zu einer Mauer mit der Absicht die Demonstrierenden vor Gummigeschossen zu schützen.

Die Polizei versuchte in den kleinen Straßen des Stadtzentrums den Druck auf den Demozug zu erhöhen, aber ohne Erfolg. Die BAC [Kriminalabteilung] wurden sogar angegriffen als sie sich auf der Route der Demonstrierenden befanden.

Ohne Verletzungen und Festnahmen verlief sich die Demonstration in Nefs, wo es Bier für 1€ gab.

Unsere Wünsche schaffen Unordnung

Fotos via Le Chat Noir Emeutier | auf Englisch

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