Kontakt

Für Übersetzungen, Korrekturen und/oder Originalmaterial für Veröffentlichungen, wie zB Updates von der Straße, Berichte von Aktionen, Bekennerschreiben, Texte über gefangene oder verfolgte GenossInnen, Aufrufe, Broschüren, Meinungen, usw.: contrainfo(at)espiv.net

PGP Schlüssel

Klickt hier (.asc file) zum Download unseres PGP-Schlüssels.

Contra Info: Übersetzungsnetzwerk für Gegeninformation

Contra Info ist ein internationales, multilinguales Netzwerk für Gegeninformation und Übersetzungen, eine Infrastruktur, die von AnarchistInnen, Anti-Autoritären und Libertären unterhalten wird, die in den verschiedensten Teilen der Welt aktiv sind. Lies weiter »

Montréal , Kanada: Antikapitalistische 1. Mai Demo

Antikapitalistischer 1. Mai
Montag, 1. Mai 2017- 18:30

Sie sind reich, wir sind arm und wir tun gut daran zu revoltieren!

  • Wir treffen uns um 18 Uhr auf dem Nathan-Philips-Platz
  • Genau um 18:30 Uhr beginnt die Demo!
  • Zwei zusätzliche Treffpunkte werden sich ebenfalls der Demonstration in der Innenstadt anschließen (Métro Frontenac und Cégep St-Laurent)

Organisiert euch gemeinsam und beteiligt euch beim Antikapitalistischen 1. Mai 2017.

Athen, Griechenland: Transparent aus Solidarität mit den Gefährt*innen aus Berkely

Transparententrollung aus Solidarität mit den Gefährt*innen, die wieder einmal mit dem patriotischen Mob heftig aneinander geraten sind, der am 15.April 2017 die Straßen von Berkeley unsicher machten. Wir erkennen kein Vaterland an, wir knieen nicht nieder vor irgendwelchen nationalen Symbolen und wir führen keinen Dialog mit jeder Art von Faschist*innen: Wir zerschlagen sie!

STAY STRONG BERKELEY
FUCK ALL PATRIOTS

Themistokleous 58 Squat, Exarchia
th58@riseup.net

UK: SLAP! Squatters of London Action Paper Ausgabe 7

Die Ausgabe 7 des englischsprachigen” Squatters of London Action Papiers” im PDF-Format  ist soeben erschienen.

Wien. Anarchistische Büchermesse vom 2. – 4. Juni 2017

Von 2.-4. Juni wird es in Wien am Yppenplatz eine anarchistische Büchermesse geben. Hiermit wollen wir alle einladen, die Lust haben, gemeinsam mit uns ein Wochenende voller anarchistischer Literatur, Propaganda/Agitation und Austausch mit Vorträgen, Workshops und Büchertischen zu gestalten.

Unsere Intention ist es anarchistische Ideen in die Öffentlichkeit zu tragen, und darum haben wir uns entschieden die Büchermesse, nicht in verschlossenen Szeneräumen abzuhalten, sondern an einem belebten Platz zu veranstalten. Wir hoffen auf gutes Wetter, haben aber auch Ausweichmöglichkeiten organisiert und Platz für Veranstaltungen drinnen.

Anarchismus ist für uns etwas, das nicht in Büchern festgeschrieben ist, sondern lebendigen Austausch und Diskussion erfordert. Dies wollen wir durch die Büchermesse ermöglichen.

Nun konkret zu den Möglichkeiten, wie ihr euch einbringen könnt:

Büchertische, Vorträge, Übersetzungen, Buchpräsentationen, Workshops, Musikalisches, Diskussionen, Mithilfe vor Ort, …

Wenn ihr euch beteiligen wollt, in welcher Form auch immer, schreibt uns an: a-bookfair-vienna@riseup.net

Hinter der Büchermesse steht kein kommerzieller Verlag, sondern Menschen, die sich zur Organisierung der Büchermesse gefunden haben.

Mexiko: Exxon, im Rahmen der Aktionswoche für die in Aachen angeklagten Anarchistinnen, angegriffen

Nach Mitternacht…

Als Antwort auf den Aufruf für Aktionen am 16. April 2017 aus Solidarität mit den in Aachen angeklagten Anarchistinnen haben wir gegen 1:30 Uhr einen Sprengkörper abgelegt, der am Gebäude der Ölfirma EXXON (Nord 59, Vallejo Industriepark) in Mexiko-Stadt detonierte.

EXXON ist ein Öl- und Chemieunternehmen mit Sitz in Texas, USA, das sich  per se einen vollständig kriminellen, mörderischen, genozidalen und umweltzerstörerischen Schurkenstaat anpasst.Seine lange und destruktive Geschichte spart, dort wo ihre Tentakel hinreichen, nicht an Blutvergießen, Tod, Folter und Ausbeutung. Und dann, wenn die Schreie der Massaker verstummt sind, graben sie die Grabstätten mit genau den selbem Maschinen, die sie dafür benutzen, die Schweißtropfen der Erde und der Menschen einzusaugen.

Aber jetzt ist der Zeitpunkt gekommen. Nehmt unsere Gabe von Hass und Wut! Weil niemand unangreifbar ist! Weil wir nicht aufgrund der von euch auferlegten drückenden Stille eingeschüchtert sind, die auf Angst und Gewalt basiert und von der Premiere eures Außenministers.

Feiert eure drei Lizenzvereinbarungen über gigantische, mit Kohlenwasserstoff gefüllte Blöcke auf dem Meeresboden im Golf von Mexiko. Wir feiern Sabotage, damit die Wut sich ausbreitet! Es gibt keine kleinen Aktionen, der Frontalangriff und das Chaos kommen!

I. Und sie führen es auf den gleichen Pfad fort…

Hier leben wir in einer Atmosphäre der Angst und ihrer Verbreitung, die auf der Tatsache basiert, dass „die neue Trump-Regierung ein Paket aggressiver, rassistischer und gewaltiger Maßnahmen gegen die mexikanischen Menschen“ begonnen hat. Begonnen? Als ob es diese Situation nicht bereits vorher gegeben hat. Für eine lange Zeit haben wir jetzt ein System kolonialer Herrschaft der großen Händler*innen und der finanziellen und militärischen Besitzer*innen, was sie als „Nord-Amerika auf unseren Rücken!“ bezeichnen.

Aber die wichtigste Manipulation, die den Kern dieser neuen Variante, Angst zu verbreiten ausmacht, ist die ideologische Rückkehr des Nationalismus, als Bedürfnis der aktuellen Neukonfiguration des Kapitals. Eine wahrhaft faschistische, chamäleon-artige, theatrale Performance!

Aber was meinen sie mit „Das Volk von Mexiko“, wenn das, was wir haben, ein Prisma verschiedener Seiten ist, die Hoheitsgebiet und Macht anfechten, einander unterdrücken, im ständigen Konflikt zueinander stehen! Lasst uns den Schleier nationalistischer Fetische sofort abnehmen. An eine Nation zu glauben verewigt nur den Rassismus. Lasst uns von der ideologische Kette des Glaubens an „die Völker“ befreien! An Völker zu glauben, beschränkt nur die freie Entwicklung und Selbstbestätigung des menschlichen Willens. Sie sind nichts als blendenden Gespentster.

Wir glauben nicht mehr an Gespenster. . Wir schauen auf echte Menschen und ihren Appetit.

II. Über die Mauer um sogenannte Schurkenstaaten

Wer wird eine Mauer bauen? Jetzt stellt es sich heraus, das die Tragödie der Errichtung einer Mauer zwischen Mexiko und der USA als etwas Neues präsentiert wird. Aber es ist lange Zeit her, als eine Mauer gebaut wurde. Räumlich entlang einem Drittel des Nordens, aber historisch mit Militär, politischen und wirtschaftlichen Eingriffen, die Migrant*innen töten, wenn sie die Nord und Südgrenze von Mexiko übertreten. Alles in Zusammenarbeit mit den heuchlerischen Behörden des mexikanischen Staates und vor den Augen aller…

Und es ist die systematische Enteignung,, zugunsten großer internationaler Unternehmen und 1% der parasitären Klasse an der Macht (verursacht durch die extraktiven, Lateinamerika aufgezwungenen Ausfuhren) die, die lateinamerikanischen Staaten durch Gesetze und paramilitärische Gruppen brutal durchsetzen. die zur Zwangsumsiedlung der verarmten Bevölkerung auf der Suche nach der zum Überleben wichtigen Mittel geführt hat. Aber auf ihrem Weg finden sie immer Rassismus, Gewalt, Sklaverei und Tod. Tausende Verschwundene, wo sind sie?

Es wird Massenabschiebungen geben? Obama hat auch den Abschieberekord gebrochent! Wir glauben, dass der ständige Abschiebedruck zur Folge hat, das notwendige Klima der Angst beizubehalten, das für die Akzeptanz der Zunahme extremster Ausbeutung notwendig ist, um die Kapitalakkumulationsrate zu halten. Deshalb glauben wir, dass diese Abschiebepolitik eine weitere Strategie ist, die Phase extremster Ausbeutung am Arbeitsplatz und Umweltzerstörung auf beiden Seiten der Grenze zu intensivieren .

Zerstört die Mauern! Zerstört die Waren! Zerstört Arbeit!

Solidarität mit den AnarchistInnen des Aachener Falls. Euch viel Kraft Gefährtinnen!

Solidarität mit den entführten Gefährt*innen im Korydallos Gefängnis und mit der Gefährtin Pola Roupa! Euch viel Kraft Gefährt*innen!

Für die Verbreitung der Zellen des Informellen Kommandos Antiautoritäter Aktion (COFIAA)

Coatlicue*

*Übersetzunghinweis: Coaticlue ist die atztekische Göttin, die den Mond, die Sterne und Huitzilopochtli, den Gott der Sonne und des Krieges, geboren hat.


auf Spanisch

„Avalanche – Anarchistische Korrespondenz“ auf Deutsch (Ausgabe 10)

Die neue Ausgabe der AVALANCHE ist soeben auf deutsch erschienen.

Aus dem Inhalt der Nr. 10:

USA * Ein Blick auf die Free Alabama Bewegung

USA * Zerstörung jetzt – Ein kritischer Blick aufden Gefängnis-Streik in den USA im September 2016

CHILE * Der radikale Kampf der Mapuche – Ein weit zurückreichender Widerstand gegen Staat und Kapital

ITALIEN * Auf der anderen Seite – Gegen die TAP Gaspipline und ihre Verantwortlichen

DEUTSCHLAND *  Weder Integration noch Gesetz

FRANKREICH * Solidarität mit den Gefangenen des sozialen Krieges

Die Ausgabe gibt es bis jetzt auf Deutsch, Französisch und Englisch zum Runterladen, Ausdrucken und Verteilen auf: avalanche.noblogs.org

Wenn ihr einige Ausgabe bestellen wollt, wendet euch an: avalanche-de@riseup.net

Aus dem Editorial:

Die Zeit scheint ein selbstverständliches Maß des Lebens zu sein, bis hin zu dem Punkt an dem sie der natürlichen Ordnung der Dinge zugerechnet wird. Und durch all die Algorithmen, die mehr und mehr ins alltägliche Leben eingeflößt werden, tendiert ihre Bedeutung als ein Faktor des Daseins, dazu zuzunehmen. Aber die Zeit zwingt sich uns als eine unerbittliche, äußere Kraft auf, die Gleichgültigkeit gegenüber individuellen Wegen aufweist.Die unwiderlegbare Tatsache, dass Zeit verstreicht, erklärt abweichendes und “drückebergerisches” Verhalten für falsch. Leben gemessen durch Zeit, muss produktiv sein, muss Resultate liefern.

Wenn Zeit die Richtlinien des Lebens bestimmt, ist das, was innerhalb dieser Linien existiert, lediglich eine Frage von Umständen. Und auf die jeweiligen Umstände findest du adäquate Antworten, während du dich zur nächsten spezifischen Situation weiterbewegst. Folglich kann das Leben nur aus vagen Absichten bestehen, die sich mit Zufällen vermischen. Die einzige Logik, die die verschiedenen Kapitel einer Biographie eines solchen Lebens zusammenhält, ist jene der Zeit. Die Handlung besteht dann schlicht aus den Strategien, die wir zum Erreichen unser Errungenschaften angewandt haben.

Dennoch erscheint vielen Leuten ein solches Leben ziellos. Wir können so eine Bedeutung produzieren, die uns sagt, wer wir sind und wer wir waren. Und wer wir sein werden. Ein prächtiger Erzählstrang, der eine Existenz formt, die limitierter – da sie auch vorschreibt, wer du nicht sein kannst und mit wem du nicht in Beziehung treten kannst – aber auch verständlicher ist. Die Frage der Identität wird ein Retter in der Not, die Antwort auf alle Fragen.

Was aber, wenn produktiv zu sein, kein befriedigendes Ziel ist und zu den einen oder anderen dazu zu gehören, durch den Zufall bedingt zu sein scheint. Anstatt einer Logik, die auf Resultate abzielt, schlagen wir eine Methode des Lebens vor. Eine, die das Entwickeln autonomer Praktiken und antiautoritärer Beziehungen beinhaltet. Ein Leben, das seinen Sauerstoff aus diesen befreienden Erfahrungen zieht. Dies ist bestimmt kein ästhetischer Ansatz – wie manche vielleicht erwidern – keine der Lifestyleoptionen innerhalb dieser Gesellschaft. Sondern eine zerstörerische, ethische Position, die ihre eigenen Konflikte mit der autoritären Logik erzeugt.

Wenn unsere Intentionen hartnäckig sind, ist die Logik selbst nichts externes, sondern unser eigen, und so können wir, anstatt auf die jeweiligen Umstände zu antworten, die Situation erschaffen, in der wir uns bewegen. Durch anarchistische Projekte, die darauf abzielen, Räume für Begegnungen zu öffnen, während sie die Werkzeuge der Herrschaft sabotieren und so die Logik der Autorität zersetzen. Diese Projekte sind Gelegenheiten, Experimente in denen Ideen und Aktionen sich verflechten und Ausdrücke einer Perspektive werden, die über die Einzelheiten hinausgeht.

Wenn der Monolog ein Werkzeug derjenigen ist, die eine hegemoniales Erzählmuster herstellen und eine lähmende Wiederholung von Klischees aus dem Alltagsdenken für all jene produzieren wollen, die der vorherrschenden Logik gehorchen, dann sind Dialoge ein integraler Teil des Versuches neue Wege zu schaffen. Ein Ansatz, der von einer ehrlichen Reflexion seines eigenen Weges ausgeht und der nicht danach strebt Unterschiede zu beseitigen. Ein Dialog steht in Opposition zu den rhetorischen Tricks, die in zu vielen Diskussionen verwendet werden, um andere hinter dem eigenen Diskurs einzureihen.

Wir müssen mehr Momente des Dialogs schaffen. Diese Publikation kann einer dieser Momente sein, wenn auch mit seinen eigenen Beschränkungen. Aber Dialoge zwischen Individuen, durch Erfahrungen, sind eine Notwendigkeit.

  Download der Avalanche als PDF

Aufruf: 1. Mai 2017- Wir sind arm, weil sie reich sind… und es ist richtig zu revoltieren!

Im Rahmen unseres Aufrufs für einen antikapitalistischen Mai, möchten wir einige Informationen über eine Veranstaltung zur Verfügung stellen, die wir durchführen werden, so wie einige allgemeine Informationen und Ideen rund um den erstmaligen Aufruf.

Wir sind eine Initiative, die aus verschiedenen Einzelpersonen besteht, die daran arbeitet einen antikapitalistischen, themenbezogenen 1. Mai in Armidale (das sich auf Anaiwan Land befindet, ein Gebiet im sogenannten Australien), zu organisieren. Der Zweck der Veranstaltung ist, Menschen zusammenzubringen, um Diskussionen über unsere Bedingungen und Erfahrungen als Arbeiter*innen zu führen sowie um Strategien zu entwickeln, um unser Leben zu verbessern und Unterstützung für alle Bereiche im Kampf aufzubauen, gleich ob Arbeiter*in, arbeitslos, einheimisch oder Flüchtling.

Unser erstmaliger Aufruf ist ein allgemeiner Aufruf zum Handeln und soll für die, die an ihn interessiert sind, eine Ermutigung sein, ihre eigenen Veranstaltungen zu organisieren, wo sie auch immmer sich befinden. Hier, im sogenannten Australien sehen wir alljährlich einen düsteren Aufmarsch, der sich aus politischen Parteien und bürokratischen Gewerkschaften zusammensetzt, die ohne Gefühl , Inspiration oder generelle Opposition gegen das Bestehende, die selbe festgelegte Strecke laufen. Was noch schlimmer ist, dass es am Ende gewöhnlich mit einer Rede von einem bzw. einer Gewerkschaftführer*in vollendet wird.

Von vielen Anarchist*innen / Antiautoritäten / Antikapitalist*innen hören wir Jahr für Jahr die selben Argument: dass diejenigen einzubinden, die sich bereits in Gewerkschaften engagieren oder an einer Demonstration teilnehmen wollen, eine großartige Möglichkeit ist, um unsere Informationen nach außen zu tragen,. Zwar mag dieses im geringstem Maße richtig sein, die Tatsache, dass wir passiv hinter einem Aufgebot von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern der Liberalen und Grünen spazieren ist wirklich genug, um jegliche Argumente für dieses Elend aus dem Fenster zu werfen. Wie können wir wirklich aufzeigen, dass wir uns vom vom Blickwinkel, ein ausbeuterisches System zu verschönern, abkehren, wenn wir nur hinter eine Prozession hinterherlaufen, die lange vergessen hat, dass gegen Kapital und Staat gekämpft werden muss. Wir verurteilen nicht diejenigen, die an diesen Versammlungen teilnehmen, wir stellen es uns nur vor und hoffen auf auf mehr. Wir wünschen uns eine Bewegung, die auf die Katastrophe des Kapitalismus hinweist und sich mit ihr befasst. Dieser Tag wird darauf nicht hinauslaufen, aber er kann das so viel mehr hervorheben, als ein Marsch von politischen Parteien / Unterstützer*innen dieses unmenschlichen Systems. Wir haben uns von unseren Gefährt*innen in Montreal inspirieren lassen- so wie von denen auf der ganzen Welt- die weiterhin entschlossen an den antikapitalistischen und subversiven Geist erinnern, der vom 1. Mai ausgeht.

Es ist vielleicht nicht viel, es wird vielleicht nicht aufgegriffen, es wird vielleicht nicht überall oder sogar irgendwo angenommen, wie wir wünschen, aber es hält uns nicht davon ab, es auszuprobieren. Irgendwo anzufangen ist alles was wir versuchen können.

Der Aufruf

Der 1. Mai ist ein Tag der Solidarität mit anderen ausgebeuteten Leuten auf der Welt und innerhalb unserer Kommunen. Die ist ein Aufruf, die Geschichte und den Kampf gegen Unterdrückung, mit anarchistischer Versammlung, Feier und Widerstand, zurückzufordern. .

Dieses Jahr gedenken wir denen, die mit ihrem Leben vor mehr als 100 Jahren in Chicago für einen Acht-Stunden-Tag kämpften und den unschuldigen AnarchistInnen, die ihr Leben durch die Hand des Gesetzes verloren haben. Am 1. Mai 2017 werden wir uns gegen Kapitalismus, Kolonialismus, Grenzen und den Staat zur Wehr setzen. Wir werden uns einsetzen für Freiheit, Gemeinschaft und Selbstbestimmung, so dass wir die vor so vielen Jahren begonnenen Kämpfe fortsetzen.

Kapitalismus stiehlt im Namen des Profits weiter Land, Leben, Kultur und Sprache. Das Imperium wurde auf gestohlenen Land gebaut und hält Arbeiter*innen unter den Stiefeltritten der Bosse, die Arbeitslosen unter den Stiefeltritten des Staates. Sobald unsere Arbeit sich erhöht, erhöht sich ihre Gewinnspanne und wir überleben bloß und träumen von dem Leben, dass wir in unseren erschöpften Körpern führen können, wenn der Ruhestand gekommen ist.

Am 1. Mai 2017 werden wir uns als Anti-kaptialist*innen gegen das System der Unterdrückung, das unsere Grundbedürfnisse kommunifiziert und uns zwingt, für unser tägliches Brot zu arbeiten. Die Nahrung von den Feldern und Bäumen und den Häusern auf der Straße wurden alle in vermarktbare Produkte verpackt und von denen getrennt, die den Preis nicht bezahlen können. Wir sind in Arbeit gezwungen, um uns, unsere Familien und geliebte Personen satt zu bekommen, anzuziehen und Obdach zu finden.

Aber unser Leben gehört uns. Lasst es uns in Würde führen! Von allgemeiner Bildung zur Direkten Aktion.. Alle Taktiken sind gut, unsere Freiheit von den Mächtigen zurück zu erhalten. Es ist Zeit unser Forderungen und unsere Mobilisierungen ein paar Stufen aufzudrehen!

So lange es hier oder anderswo Arbeiter*innen gibt, die für wenig ausgebeutet werden können, werden die Löhne nach unten gedrückt. So lang unsere Kämpfe nicht alle einschließt, die unter dem Kapitalismus leiden, werden die Regierungen weiter andere unterdrückte Leute beschneiden, um dem Rest Krümeln zu geben, während der größte Teil des Kuchens selbst behalten wird. Darum benötigt Klassenkrieg ein Verständnis, wie unsere Interessen sich denen widersetzt, die aufgrund der größer werdenden Lücke zwischen Arm und Reich immer reicher werden, gleich ob lokal oder global. Lasst und einen 1 Mai echter Solidarität feiern! Lassen wir uns nicht auseinander dividieren! Lasst uns diejenigen angreifen, die von diesen Konflikten profitieren, und den Kapitalismus stürzen, so lange wir noch Zeit haben!

Wir laden alle, die Unterdrückung ausgesetzt sind, dazu ein, sich zu erheben: Arbeiter*innen, Student*innen, Arbeitslose und Papierlose. Durch Selbstbestimmung und gegenseitige Hilfe können wir unsere Träume zu einer Möglichkeit werden lassen!

Für eine Welt ohne Bosse.
Für eine Welt ohne Ausbeutung.

Lasst und den Kapitalismus zerschlagen!

Auf Englisch

Hamburg: Angriff auf Postbank in Solidarität mit den in Aachen angeklagten Anarchist*innen

Unbekannte haben in der Nacht des 18.04. alle Scheiben der Postbank in der Volksdorfer Straße in Hamburg zerstört. An die Wand wurde “GEGEN DIE BANK GEGEN DEN STAAT! SOLIDARITÄT! (A)” gesprüht. Dies geschah in der Solidaritätswoche mit den in Aachen wegen Bankraub angeklagten Anarchist*innen.

auf Französisch

Athen: Transparent in Erinnerung an Javier Recabarren

Tansparent, das als Erinnerung an das meuternde Kind Javier Recabarren am besetzten Themistokolous 58 in Exarchia aufgehängt wurde. Er starb mit elf Jahren in Santiago, Chile, nachdem er am 18. März 2015 von einem Bus von Transiago überrollt wurde.
Mit dieser kleinen Geste mischen  wir uns (wenn auch mit Verzögerung) unter die Gefährt*innen,  die in Chile verschiedene Aktionen im Rahmen der Agitionswoche zur Erinnerung an Javier (11-18. März 2017) durchführten.

Jeder Tag wird ein junge*r Kämpfer*in geboren

JAVIER RECABARREN ist präsent!
(A) Chaoten

Istanbul: Koordinierte Aktionen von Anarchist*innen am Vorabend des Referendums gegen Diktatur und Demokratie (Türkei)

Im Zusammenhang mit dem türkischen Verfassungsreferendum haben einige anarchistische Gruppen koordinierte Aktionen gegen Demokratie und Diktatur organisiert. Hierdurch sollte auch die „Koordination Anarchistischer Gruppen“ willkommen geheißen werden, die in der letzten Woche von einigen anarchistischen Gruppen vorgestellt wurde Anarchistische Gruppierungen hängten in den Vierteln Kadıkoy, Kucukcekmece, Umraniye, Sefakoy und Kasımpasa Transparente auf und fertigten zeitgleich Aufkeber an.

Auf den Transparenten war zu lesen: Entdeckt euch selbst, organisiert, kämpft! Ja zum Aufstand, Nein zum Staat! (Kadıköy), „Aufstand wird nicht etwas sein, was ihr erwartet habt“ (Sefaköy ve Ümraniye), „Staat erzeugt Krieg. Revolution, keine Wahlen, Kommunen, keinen Staat“ (Küçükçekmece), „Seit keine Skaven. Es gibt keine Autorität, außer dich selbst (Ümraniye), „Weder Diktatur, noch Demokratie, Aufstand, Revolution, Anarchie“ (Kasımpaşa).

Hier ist die Stellungnahme von anarchistischen Gruppen in Komplizenschaft

Die Herrschaft der AKP hat keine Chance ihrem Zusammenbruch zu entkommen, obwohl das Referendum vom 16. April wahrscheinlich den Weg für eine umfangreiche Unterdrückung der Opposition in der Türkei bereitet.Anderseits würde ein Gewinn des Nein-Lagers nur die Aufrechterhaltung des Status-Quo bedeuteten. Der größte Gewinn würde eine moralische Stärkung der Hauptströmungen der Opposition sein, die den Unterdücker*innen-Unterdrückten -Konflikt in Form von Anti-Akp – Anti Erdoganismus neu gestaltet hat. Unserer Verantwortung ist es, nicht auf den Zusammenbruch der Macht zu warten, sondern uns zu organisieren und die Kämpfe zu verstärken, die das System stürzen. .

„Direkte“ oder „repräsentative“ demokratische Ordnung repräsentiert keine Gleichheit, Freiheit und revolutionäre Umwandlung. Durch das Wahlsystem degradiert sie gesellschaftliche, revolutionäre Ideale zu Zahlen. Ihre Wahrnehmung und Bewusstsein sind von der höchsten Klasse auf Hierarchie konzepiert worden und die demokratische Ordnung führt zur Unterjochung der Gesellschaft durch den „Willen der Mehrheit “ Wir bedauern, dass viele Aktivist*innen (darunter Antiautoritäre, die nach „Direktdemokratie“ streben, kämpfen, um einen durch die Herrschenden aufgezwungenen Zustand demokratischer Ordnung zu erreichen und nicht mit dem Ziel, eine Graswurzel Bewegung ins Leben zu rufen. Wenn wir uns deren Haltung bei den letzten Wahlen anschauen, sehen wir viele antiautoritäre Menschen, deren liebstes Wort „Direktdemokratie“ ist und die ihre Diskurse und Praxis um das bürgerliche Parlament herum gestalten und für Wahlerfolge von Mainstream-Oppositionsparteien arbeiten, indem sie ich von ihren revolutionären Maßnahmen abwenden. Diese kompromittierenden Bemühungen sind in der Geschichte erwiesenermaßen immer wieder das Todesurteil für potentiell revolutionäre Umgestaltung. Wir rufen allen unsere Gefährt*inen und Antiautoritäre und emanzipatorische Feund*innen noch einmal zu:

Anarchie ist weder ein flüchtiger Traum, noch dogmatische Weltanschauung. Im Gegenteil, kann sich Anarchie nur verwirklichen. so lange sie Individuen ins Dasein bringen. Die Forderung nach Freiheit, das Zerstören jeder Verbindung von Unterdrückung und diejenigen zu stürzen, die uns ausbeuten, hungrig halten, obdachlos lassen, ausweisen, ermorden, abstumpfen lassen, voneinander trennen, diese Forderung lässt uns kämpfen und eine Welt schaffen, die auf Gleichheit, Freiheit und Gemeinschaft basiert. Sie kann nur ermöglicht werden, indem wir uns uns auf unseren Diskurs und Aktivismus hier fokussieren. „Demokratie“ ist nicht eine Abkürzung, sondern ein Ausguss von Illusionen. Nehmt den anarchistischen Kampf an, organisiert, bildet Allianzen zwischen anarchistischen/ anti-autoritäten / emanzipatorischen Gruppen, , verwirklicht Projekte, verbreitet anarchistische /anti-autoritäre Prinzipien unter soziale Bewegungen, aber assimiliert euch nicht innerhalb dieser Bewegungen. Lasst euren revolutionären Willen nicht von Wahlurnen oder der autoritären / reformistischen Politlinken übernehmen. Im Gegenteil, zerschmettert alle Kompromisse und Abstimmungsmechanismen, anstatt eure Energien in Abkürzungen zu verschwenden, die in ein Labyrinth führen.. Leitet sie zur Anarchie oder totale Befreiung. Seit organisiert, koordiniert, handelt…

Mit diesen Aktionen heißen wir die kürzlich bekannt gemachte “Koordination Anarchistischer Gruppen“ willkommen, die von anarchistischen und anti-autoritären Gruppen, die gemeinsame Erfahrungen im Kampf haben, gebildet wurde. Über Organisations- und Kampferfahrung zu verfügen , ist für diese Gruppen unerlässlich. Ebenfalls senden wir unser Unterstützung und Solidaritätswünsche an inhaftierte Gefährt*innen weltweit.

Anarchist*
innen gegen Diktatur und Demokratie

auf Portugiesisch

Chile: Erinnerung an den Eisbären Taco und der Straßensperrung für seine Freilassung am 26.12.2014, unter Beteiligung des Gefährten Javier Recabarren

Der Eisbär Taco wurde am 10. Dezember 1996 in den Niederlanden geboren und zwei Jahre später in den städtischen Gefängnis-Zoo von Santiago gebracht. Während der Jahre 2014 und 2015 forderten viele seine Freilassung. Der Gefährte Javier Recabarren war aktiv daran beteiligt. Er erstellte Tansparente und nahm an öffentlich aufgerufenen Demontrationen teil.

Am 26. Dezember 2014 hat der Gefährte mit anderen Unbekannten eine kleine Aktion geplant, um die Situation der Gefangenschaft, der Taco ausgesetzt ist, zu veranschaulichen und seine Freiheit zu fordern. Auf diese Weise kamen sie zu einer Hauptverkehrsader im Bereich des Hauptbahnofs, wo sie viel Material für das Unvermeindliche bewahrten. Nachts warfen sie allen Schutt, den sie versteckt hatten und übergaben es den wunderschönen Flammen.

Nach der Aktion ging ein Unbekannter, zusammen mit Javier, in ein Internet-Café um ein Kommuniqué zu senden. Und hier war der Gefährte, 11 Jahre alt, der vielleicht, nur vielleicht, seine erste Forderung geschrieben hat. Eine rebellische brennende Barrikade für die Freiheit des Eisbären Taco. Der kurze Text wurde zum anarchistischen Blog Contrainformate gesendet und besagt Folgendes:

Straße für den Polarbär Taco gesperrt

Mit der Absicht die Stimme wegen der Situation, der der Polarbär Taco im Städtischen Zoo von Santiago erleidet, zu erheben, fordern wir die Freiheit des Eisbärens. Die Sperrung wurde durchgeführt am Freitag, den 26. Dezember 2014.

Der letzte Protest, zu dem Javier für die Freiheit des Polärbärs Taco kommen wird, ist Freitag, der 13. März 2015, Auf der Demo wird er gesehen / fotografiert mit einem Transparent für Tierbefreiung. 5 Tage später wird der Bruder von einer toten Maschine von Transantiago getötet und fast einen darauf, am 17. April, wird der Eisbär Taco die widerwärtige, ihm durch das Gefängnis, indem er gehalten wurde, verhängte Gefangenschaft, nicht länger ertragen. Am Morgen dieses Tages stirbt er im Alter von 18 Jahren.

Foto von der Demonstration für die Freiheit des Eisbären Taco am 13.3.2015

auf Spanisch / auf Portugiesisch

Wien: Bank angegriffen, aus Solidarität mit den im Aachener Fall Angeklagten

Letztes Wochenende wurde die Filiale der Bawag-PSK Bank in Kuefsteingasse 37, 1140 Wien mit klebrig-stinkender schwarzer Flüssigkeit angegriffen.

Banken sind ein wichtiger Teil des gesamten kapitalistischen Systems der Ausbeutung. Hinter jeder Geschichte, die sie uns erzählen, warum wir unser Geld lagern sollen, werden wir herausfinden, dass der einzige Zweck der Profit ist. Auch sind Banken mit dem Wohl des Staates eng verbunden. Beide hängen voneinander ab, wie die Blumen von der Sonne. Wenn Banken bankrott geht, hat der Staat sie zu retten und auch anders rum.

Leider ist hier kein Raum für eine tiefgehende Analyse des gesammten verdammten Systems.

Wenn Banken angegriffen werden, ist es auch ein indirekter Angriff auf den Staat!

Solidarität mit den Anarchistinnen, denen Bankraub in Aachen (Deutschland) vorgeworfen wird. (https://solidariteit.noblogs.org/)

Solidarität mit dem Squat in der Kienmayergasse 15, das gestern geräumt wurde! (https://kienmayergasse15.noblogs.org/)

Was ist Bankraub, verglichen mit der Gründung einer Bank?

auf Portugiesisch / auf Französisch

Madrid: Am 11. Mai, um 19 Uhr im Local Anarquista Motín “Worte aus Russland”

11. Mai, 19 Uhr, Anarchistisches Lokal MOTÍN: “Worte aus Russland”

Präsentation der anarchistischen Zeischrift  “AVTONOM”:

Mythen und Realitäten vom Krieg in der Ukraine

Anarchist*innen im Kampf gegen die Steuererhöhung in Weißrussland

Anarchist Black Cross: Aktualisierung der Information über inhaftierte Gefährt*innen in Russland

Beteiligung von russischen AnarchistInnen an Arbeitskonflikten

und danach reichhaltiges Abendessen, um sich zu unterhalten

Wie hinkommen?

C/ Matilde Hernández, 47

<M> Vista Alegre / Oporto

localanarquistamotin

Interessante Informationen im Zusammenhang mit der Veranstaltung:

https://adoquin.org/docenas-de-anarquistas-detenidos-tras-protestas-contra-el-gobierno-en-bielorrusia

http://www.alasbarricadas.org/noticias/node/38196

www.donbassantifascista.noblogs.org

www.rusafa.wordpress.com

http://revistacontrahistoria.blogspot.com.es/2014/02/entre-neofascistas-ultranacionalistas.html

https://adoquin.org/noticias-y-analisis?field_noticias_temas_tid%5B%5D=33

http://avtonom.org/

http://www.alasbarricadas.org/forums/viewtopic.php?f=25&t=56982

http://www.aitrus.info/

www.guerraalaguerra.noblogs.org

Porto Alegre, Brasilien: Kämpferisches Tatoo * Solidarität zwischen Besetzungen. Tätowierungsveranstaltung in der Biblioteca Kaos. Porto Alegre am 13. und 14. Mai

Seit der Welle von Verfolgung und möglichen Strafen im Rahmen der Räumung des El Solidario in Uruguay, wühlen uns verschiedene Themen auf. Die Notwendigkeit unsere Gefährt*innen zu unterstützen und auch die Vorstellung immer auf solche Ereignisse vorbereitet zu sein.

Deshalb laden wir euch zur Veranstaltung “Kämpferisches Tatoo.  Solidarität zwischen Besetzungen” ein.

Bei dieser Veranstaltung können wir uns, zusätzlich zum gemeinsamen Austausch über Anarchie und Positionen gegen Einkerkerung, tätowieren und auf diese Weise gemeinsam eine Solidaritätskasse gegen Repression schaffen. Wir glauben, dass es wichtig und dringend erforderlich ist, einen solidarischen Beitrag an bedürftige GefährtInnen zu senden und dass unsere Reaktion schnell erfolgt.

Gleichzeitig ist es wichtig, immer auf diese Art von Bedarf vorbereitet zu sein.

Wir laden euch dazu ein, euch an dieser Veranstaltung zu beteiligenund eure Anwesenheit für die Veranstaltungstage Samstag, den 13. Mai und Sonntag den 14. Mai zu bestätigen.

Bald folgen zusätzliche Informationen, Kontaktmöglichkeiten und die Webpages der KünstlerInnen.

Um Solidarität in Wort und Tag zu gestalten..

Kaos Bibliothek

Kontakt der Anarchistischen Biblothek Kaos: bibliotheka-kaos@riseup.net

Montevideo, Uruguay: Video über die Räumung des La Solidaria

21/3 – Gegen die Räumung des La Solidaria: Direkte Aktion

Athens: Bedarfsliste des besetzten Themistokleous 58

Auf dem Transparent steht: “Tod den Patriot*innen(A)” auf albanisch.

Nach mehr als 2 Jahren Existenz benötigt das anarchistische Themistokleous 58 Squat und Hausprojekt für Menschen mit und ohne Papiere in Exarchia in der Innenstadt Athens noch einige sehr praktische Solidarität um funktionstüchtig zu bleiben. Hier ist unsere Bedarfsliste:

Nahrungsmittel: Öl (Olivenöl, Maisöl), Reis, Nudeln, Tomatensauce, Bohnen, Linsen, Kichererbsen, Eier, Kartoffeln, Dosenmilch, Hundefutter

Reinigungsmittel: Bleichmittel, Tellerseife, Bleach, dish soap, Waschmittel, Schwämme, Müllbeutel, Mopp-Kopfteile.

Hygieneartikel: Shampoo, Rasiercreme und Rasierer, Toilettenpapie, Zahnpasta und Zahnbürste.

Sonstiger Kram: Glühbirnen, (Schraub- und Bajonett-Typ), Farbe, Stühle

Wir begrüßen auch finanzielle Unterstützung (nicht durch Nicht-Regierungsorganisationen und staatliche / kapitalistische Institutionen) um die strukturellen Bedürfnisse des Squats und die gelegentlichen Behandlungskosten zu decken. Für alle, die sich außerhalb Griechenlands beteiligen wollen, lautet unsere Bitcoin Wallet Adresse: 1aXVM16soZt4ZisC8ZttuqvzztVKFBCMz

Wir nutzen die Gelegenheit allen zu danken, die uns bisher geholfen haben.

Liebe, Wut und Solidarität!
Themistokleous 58 Squat

auf Englisch

Valdivia, Chile: Transparent “Freiheit (A) Nataly, Juan und Enrique, Solidarität und Revolte gegen das Gefängnis”

Solidaritätsaktion im Rahmen des internationalen Tages für die Befreiung der revolutionären Gefangenen, für die Ablschaffung aller Käfige, damit  sich jeden Tag Aktionen gegen den Polizeistaat verbreiten!

Uneingeschränkte Solidarität mit allen Eingesperrten, die Widersand leisten und kämpfen!

Nieder mit der inquisidorischen Macht, die derzeit im Gerichtsverfahren Caso Bombas 2 über unsere Gefährt*nnen urteilt! Weder schuldig, noch unschuldig, Kämpfer*innen auf die Straße!

Nieder mit Richter*innen, Polizei, Gendarmerie, Staatsanwälte , Bürger*innen, die ihre feigen Hass auf die Gefangenen entladen!

*Agitationstransparent an der Calle-Calle-Brücke, in der Stadt Valdivia im Süden $hiles.

Individuen Gegen-Gefängnisse

Buchprojekt Anarcha-Feminismus: Aufruf zu Texteinreichungen

Im Verlag edition assemblage möchten wir, die Gruppen Lila Lautstark aus Dortmund und about:fem aus Köln gemeinsam mit Einzelpersonen aus Münster, ein Buch zu Anarcha-Feminismus erarbeiten.

Die Idee entstand, da im deutschsprachigen Raum die Selbstbezeichnung als anarcha-feministisch wieder zuzunehmen scheint und wir gerne aktuelle Debatten und Standpunkte sammeln möchten. Das Buch soll kein erneuter historischer Abriss der Bewegungsgeschichte werden, sondern nach einer kurzen Einführung aktuelle (anti-)politische anarchistische und feministische Fragen bearbeiten, beantworten und aufwerfen.

Dazu seid ihr gefragt: Wir freuen uns über Einreichungen zum Thema! Egal ob Sachtexte, Gedichte, Erfahrungsberichte, Zeichnungen,… wenn ihr Ideen habt sagt bis zum 15.07.2017 an afem-buchprojekt [ät] riseup.net bescheid und wir antworten euch, wie’s weiter geht. Dabei möchten wir versuchen, die Hierarchie zwischen Herausgeber*innen und Autor*innen möglichst gering zu halten, in dem Bewusstsein, dass sie dennoch exisitiert. Da ein gedrucktes Buch einen begrenzten Umfang hat, werden wir uns überlegen, Texte die es nicht in die Printversion schaffen, zusätzlich online zu veröffentlichen. Wir wünschen uns sowohl einführende als auch tiefgründigere Artikel. Uns geht es unter anderem darum, die eigene Bewegung zu kritisieren und Leerstellen zu füllen, aber auch darum, bürgerlich-feministische und linksliberale Debatten zu radikalisieren. Dabei ist uns ein Sprachgebrauch wichtig, der auch außerhalb akademischer Kreise leicht verständlich ist.

Themen, die wir gerne im Buch sehen würden, zu denen wir noch Autor*innen suchen, sind folgende:

  • Cis-Sexismus, Transmisogynie, Heteronormativität
  • Lebensrealität von Trans*-Personen (auch in der linken Szene)
  • Rassistische Ausschlüsse in feministischen, anarchistischen und linken Kreisen
  • Begriff “trans” aus antirassistischer /anti-kolonialer Perspektive
  • Rassismus in anarchistischen und feministischen Theorien
  • Kollektives Leben, Wohnen, Arbeiten
  • Anarcha-Feministische Perspektiven auf Frei- und Schutzräume
  • Angst und Aktivismus
  • Bildung
  • Rache
  • Klassismus allgemein, im Anarchismus und im Feminismus
  • spezifisch anarcha-feministische Kritik des Kapitalismus
  • Feminismus und Anarchismus-Verbindungen und Widersprüche
  • Anarchistische Kritik an feministischen Strömungen
  • Anarchistische Kritik an feministischen Bündnissen mit diskriminierenden Gruppen
  • Gute Gründe, warum sich Feminist*innen zum Teil nicht anarchistisch nennen

Ihr könnt uns gerne auch darüber hinaus anarcha-feministische Sichtweisen auf Themen, die euch wichtig sind, zuschicken.

Für Rückfragen sind wir natürlich ansprechbar! Wir freuen uns auch, wenn ihr den Aufruf weiterleitet.

about:fem (aboutfem.blogsport.de)
lila lautstark (https://lilalautstark.noblogs.org/)
edition assemblage (http://www.edition-assemblage.de/)

Istanbul: Transparente und Aufkeber gegen das Referendum in der Türkei

Weder Diktatur, Noch Demokratie Revolte, Revolution, Anarchie

Findet Zueinander, organisiert, kämpft! Ja zur Revolte, Nein zum Staat

Revolte wird nicht so sein, wie eure Wahlurne

Staat schafft Krieg, Revolution, Kein Wahl, Kommune, kein Staat

Gehorche nicht! Niemand vertritt dich, außer du dich selbst

Weder Diktatur, Noch Demokratie – Revolte, Revolution, Anarchie

Oben): Weder Republik, noch Kalifat Für Freiheit, Revolte * Unten rechts): Weder Diktatur… Noch Demokratie… Revolte – Revolution – Anarchie

Unten Links: Wir unterstützen den Tsunami, nicht die Menschheit Mitte oben: Wir erlauben niemanden Präsident*in zu sein * Die Leute werden nicht mehr an Mieten denken , sie werden in Höhlen leben

a) Jetzt sind alle eure Banktransaktionen Internet-Banking b) Eine Welt die zerstört wird c) Wir werden nicht Arbeitslosigkeit beenden, wir werden Arbeit beenden -Wählt für Anarchie

Oben links): Wir werden alle Probleme der Stadt lösen! unten links):Kein Lebewersen wird in Käfigen, Gefängnissen, Schulen, Aquarien gefangen gehalten / oben Rechts): Nicht der Traffic, sondern der motorisierte Verkehr ist das Problem, Wählt für Anarchie * untenrechts): Wir unterstützen den Tsunami, nicht die Menschheit

 

Paris: Eröffnung des Fleurs Atlantiques

Eröffnung vom Fleurs Arctiques (Arktische Blumen)

Eine Bibliothek für die Revolution, Paris XIXe
Sonntag, 22. April, 2017 um 18 Uhr im Fleur Arctiques
45 Rue du Pré Saint-Gervais, 75019 Paris
Metro Place des Fêtes (Metrolinie 7bis und 11)

Ab dem Tage der Eröffnung wird es drei Öffnungszeiten in der Woche geben, die Raum für Debatten, Diskussionen, Vorführungen, Präsentationen, Workshops, Lesegruppen bieten und Zeiten, die mehr auf die inhaltliche Ausrichtung einer Bibliothek angelehnt sind (Theorie, Bücher usw), die in den kommenden Wochen bekannt gegeben wird.
Die Eröffnung des Fleures Artiques findet am 22. April statt und beginnt um 18 Uhr.
Die Blumen sind wenige
wenn man sie nicht mit Poesie, Verlangen und Kreativität betrachtet.
Die Revolution leidet unter den gleichen Beschränkungen,
aber die Schönheit der arktischen Blumen, leidet nicht an ihrer Seltenheit

Vienna, Austria: Veranstaltung der ABC Solidarity Zelle im Rahmen des ABC Solidaritätsfestivals in Wien (20.-23. April 2017)

Veranstaltung von der Gruppe Anarchist Black Cross – Solidarity Cell aus Athen (Exarchia) + Live-Verbindung zu anarchistischen Gefährt_innen, eingesperrt, in den Knast von Koridallos (Athen) – findet statt am 22. April von 15- 17 Uhr @ EKH Medienwerkstatt

Als Anarchist_innen nehmen wir die Notwendigkeit des polymorphen anarchistischen Kampfes wahr, von dem aus der Staat und seine Handlanger_innen, mit allen möglichen Mitteln hier und jetzt angegriffen werden müssen.” (…aus dem Selbstverständnis der ABC Gruppe)

In dieser Veranstaltung werden die Gefährt_innen des ABC-Solidarity Cell über die Wichtigkeit der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen sprechen, sowie die Bedeutung von solidarischen Unternehmungen. Es wird um die Verbindung von Kämpfen innerhalb und außerhalb der Mauern gehen und um die Dekonstruktion der Bedeutung von Anarchistischer Bewegung und weiters des Mythos rund um das Viertel von Exarchia. “(…) wir glauben nicht, dass die Aktionen unserer anarchistischen Gefähr_innen vorbei sind, nach der Gefangenschaft oder der Repression.” (…aus dem Selbstverständnis der ABC Gruppe)

Während der Veranstaltung werden drei anarchistische Gefangenen aus dem Knast von Koridallos (Athen) via Live-Verbindung anwesend sein…
– Nikos Romanos
– Panagiotis Argyrou CCF-Metropolitan Violence cell/FAI-IRF
– Olga Oikonomidou CCF-Urban Guerrilla cell/FAI-IRF

Sie werden über die folgenden Themen sprechen:

  • Die Bedingungen im Knast und die Situation von anarchistischen Gefangenen in Griechenland
  • Die Bedeutung von Solidaritätsversammlungen für anarchistische Gefangene und die Verbindung von Kämpfen innerhalb und außerhalb der Mauern
  • Die Entscheidung und die Bedeutung des bewaffneten Kampfes, die Übernahme der Verantwortung für den Zeitraum der Aktionen und insbesondere für die Teilnahme in einer bewaffneten Organisation und die Aussendung dieser Entscheidungen
  • Die Entscheidung zum Ausbruch aus dem Knast
  • Die Position von Frauen im bewaffneten Kampf

Es wird aber auch möglich sein Fragen an die Gefährt_innen im Knast zu richten bzw in beide Richtungen zu kommunizieren.

Einige Worte des anarchistische Gefangenen Panagiotis Argyrou für das ABC Festival:
Es gibt Zeiten in denen du eine bestimmte Art von Kraft in dir spürst. Dies kann jedes Mal aus verschiedenen Gründen passieren, aber zweifellos ist es immer ein sehr positives Gefühl. So eine Art von Kraft kann ein Gefangener fühlen wenn er/sie entdeckt, dass es andere Individuen gibt die einen Hauch, einen Kontakt, eine Kommunikation, ein Gespräch mit ihm/ihr teilen wollen. Es ist ein sehr starkes und einzigartiges Gefühl, ein Gefühl von großer Stärke, was dich erfüllt und das ist etwas Unbezahlbares. Das Gefühl nicht alleine zu sein, das es noch andere Gefährt_innen gibt die Momente mit einem teilen wollen oder Erfahrungen oder was auch immer. Es ist etwas so Wertvolles, dass nur Freiheit vergleichbar damit ist. Also lasst mich danke sagen für dies Möglichkeit, die ihr mir gebt, auch wenn es nur für sehr kurz ist. Ich wünsche mir, dass uns die Zukunft mehr Möglichkeiten bringt und wir eines Tages ein Live-Gespräch außerhalb der Mauern führen können. Eine feste warme Umarmung, Panagiotis Argyrou, member of CCF-FAI

Kontakt: ABC Solidarity Cell Website: abcsolidaritycell.espivblogs.net
E-Mail: abcsolidaritycell@riseup.net

Nikos Romanos State prison of Korydallos – Mens prison-ward A’, P.C. 18110, Korydallos, Athens
Panagiotis Argyrou State prison of Korydallos – Mens prison-ward A’, P.C. 18110, Korydallos, Athens
Olga Oikonomidou State prison of Korydallos – Womens prison, P.C. 18110, Korydallos, Athens

auf Englisch

Wien: Anarchist Black Cross Solidaritätsfestival (20.-23.April)

Mehr Infos unter: abcfestvienna.noblogs.org

Programm

Grußworte von Thomas Meyer-Falk(in Haft seit 1996)  fürs ABC-Fest 2017

Herzliche, solidarische und kämpferische Grüße aus dem Freiburger Zuchthaus in Süddeutschland.

Wir alle erleben einen gesellschaftlichen Wandel, der zurück führen soll, wenn es nach FPÖ, AfD, Front National oder Trump geht. Zurück in ein Zeitalter vor der Aufklärung.

Ideen von Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit und Brüderlichkeit werden zu Grabe getragen. Es sollen herrschen Nationalismus, Rassismus und das Kapital. Ich finde das, ich kann es nicht anders sagen, zum Kotzen.

Die Bedeutung herrschaftsfeier Strukturen wie jenen von ABC sind heute von zentraler Wichtigkeit. Mag auch die Wirkmächtigkeit überschaubar sein, so besteht doch immer die Hoffnung, dass sich andere Menschen angesprochen fühlen, ihr ‘Dasein’ selbstkritisch reflektieren und sich jene Ideen, für die wir einstehen, ausbreiten!

Für diese Hoffnung gilt es zu streiten, zu kämpfen und zu leben.

Ein herzliche Umarmung!

Thomas

Valparaiso, Chile: Aktivitäten zum anarchistischen 1. Mai auf dem Plaza Victoria

Aktivität

Anarchistischer 1. Mai * Nieder mit der Arbeit!

Diskussion

Vom Arbeitskampf, wilden Streik und einem “Nieder mit der Arbeit”

Live-Musik

freier Markt

Bringt veg. Essen zum Teilen

Welcher Irrsinn ist die Liebe zur Arbeit

Welche große schauspielerische Fähigkeit des Kapitals,

dem es gelungen ist, dass der Ausgebeutete die Ausbeutung liebt,

das Galgenmännchen den Strick und den Sklaven ihre Fesseln

Montag, 1. Mai, ab 13 Uhr, auf dem Plaza Victoria

Ohio: ColumbisDEAD

Lasst nicht zu, dass sich die Unterdrückung weiterhin normalisiert. Christoph Kolumbus – Der genozide Imperialist

erhalten am 14.April

Grüße,

am 11.4. ist Teil II von der AbolishColumbus Musik-Compilation erschienen. Das folgt der Woche gegen Repression, ist aber  eine Fortsetzung dieses Kampfes.

Einwohner*innen der sogenannten Hauptstadt von Ohio *(Anm. – das Herz von allem) leisten gegen Normalisierung der Unterdrückung Widerstand, indem sie sich an dieser Compilation beteiligen.

Zum Teil 1 der Compilation

Zum Teil 2 der Compilation

Die Plage der Ignoranz ist eine geistige Störung; so dass, wer einen Kinder-Sexhändler, Sklavenmeister, Risikokapitalist, Imperialist als Namensvetter preist, gerügt werden muss.

Bereits in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts haben Einheimische von zentralem Ohio daran gearbeitet, diese Stadt* umzubenennen. Jetzt schließen sich die MusikerInnen solidarisch AbolishColumbus “Schafft Columbus ab” an, nicht nur um den Christopher – Kolumbus – Tag zurückzunehmen, sondern auch die Namensvetterschaft rückgängig zu machen.

Wir berufen den 4.11. als einen “Kolumbus ist tot” Tag ein. Wir nutzen ColumbisDEAD, um DIY’ Bands und die internationale Gemeinschaft daran zu erinnern, dass Kolumbus schon am 20. Mai 1506 starb.

Volume 3 unserer Compilation wird am 5. 11. erscheinen und es wird am 6.11. ein Potluck und dem darauf folgenden Monat eine “Listening Party” geben.

 * hier geht es natürlich um die Hauptstadt von Ohio, Columbus

In Solidarität,

BLEAECK

auf Englisch

Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20!

Aufruf zu den Berliner Aktionstagen vom 2. Juni bis zum 13. Juni.

Breiter und vielfältiger Widerstand gegen die Welt der G20 und gegen die G20-African-Partnership-Conference.

Demo am 2. Juni: 50 Jahre Ermordung Benno Ohnesorgs, 10 Jahre Heiligendamm.

Demo am 10. Juni: Gegen die African-Partnership-Conference und für globale Bewegungsfreiheit. Bringt euch ein!

Am 7. und 8. Juli 2017 treffen sich in Hamburg die Regierungschef*innen der 19 mächtigsten Nationalstaaten und die EU, um sich als kompetente Krisenmanager*innen in Zeiten von Krieg und Krise zu präsentieren.

Dieser Gipfel dient der Aufrechterhaltung einer Weltordnung, die für diverse kriegerische Konflikte, globale Ausbeutungsverhältnisse, weit verbreitete Armut und über 60 Millionen Menschen auf der Flucht verantwortlich ist.

Das Gipfel-Wochendende bietet uns die Gelegenheit, uns die Bühne zu nehmen, und ein starkes Zeichen der Dissidenz zu setzen. Wir können auf den Straßen Hamburgs eine transnationale Welt des Widerstands und der Solidarität sichtbar machen.

Der Widerstand gegen die Welt der G20 findet jedoch auch abseits von medialen Großereignissen statt: in unseren alltäglichen Kämpfen gegen Kapitalismus, Rassismus, Neofaschismus, Militarisierung, Gentrifizierung, Sexismus. Ob auf dem Amt, im Kiez, auf der Straße in besetzten Instituten oder auf der Arbeit, überall in Berlin kämpfen Menschen für eine solidarische Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für globale Bewegungsfreiheit, Solidarität und ein gutes Leben für alle.

Wir rufen auf zu Berliner Aktionstagen gegen die Welt der G20! Wir wollen unsere unterschiedlichen Kämpfe zueinander in Beziehung setzen!

Neben dem Gipfel in Hamburg, gibt es in diesem Jahr viele weitere Treffen der G20-Gruppe in Deutschland, darunter die sogenannte G20-African-Partnership-Conference, die am 12. und 13. Juni im Gasometer in Schöneberg stattfinden soll. In einer Stadt, die durch die Berliner Konferenz (1884) wie wenige andere für die koloniale Aufteilung und Zurichtung des afrikanischen Kontinents steht, möchten sich 2017 Repräsentant*innen sogenannter globaler Führungsmächte zusammensetzen, um ihre kapitalistischen und militärischen Interessen abzugleichen. Während die deutsche Bundesregierung zu keinerlei materiellen Entschädigungen für den Völkermord an den Herero und Nama bereit ist und die Umbennennung kolonialer Straßennamen lediglich selten und wenn, dann nur aufgrund starken Drucks von antikolonialen Initiativen erfolgt, reden sie von “Partnerschaft”, meinen aber Kollaboration. Und zwar mit den Staaten, die bereit sind, die EU-Grenzen weiter nach außen zu verlagern und die Erschließung und Ausbeutung “neuer Märkte” (Ressourcen und Menschen) im Namen des kapitalistischen Wachstums- und Expansionswahns zu forcieren.

Gegen diese Konferenz regt sich bereits Widerstand. Ein breites Bündnis bereitet eine große antirassistische und antikapitalistische Demonstration für den 10. Juni vor. Der Konferenztermin soll am Ende der Berliner Anti-G20-Aktionstage stehen, den Auftakt macht eine Demonstration am 2. Juni.

Genau vor 50 Jahren, am 2. Juni 1967 wurde Benno Ohnesorg von dem Berliner Bullen Kurras auf einer Demonstration gegen den Schah von Persien erschossen. Die brutale Repression gegen diese Demonstration und der Mord offenbarten die neokolonialistische Kollaboration der Bundesregierung mit einer mörderischen Diktatur und führten zu einer Radikalisierung und Ausweitung der linken Bewegung der 60er Jahre. 40 Jahre später am 2. Juni 2007 fand die große Demonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm statt, die uns als ein starkes Zeichen transnationalen Widerstands im Gedächtnis geblieben ist.

In den Aktionstagen vom 2. bis zum 13. Juni wollen wir mit unseren unterschiedlichen Kämpfen und Strategien, unseren verschiedenen Aktionsformen und Spektren zusammenkommen. Wir laden alle ein, Berlin mit einer Woche geballtem Protest und Widerstand gegen die Welt der G20 zu erschüttern. Bringt euch ein mit euren Kämpfen und Aktionen: Kundgebungen gegen den Nazi von Nebenan, Besetzungen zur Wiederaneignung der Stadt, Veranstaltungen gegen den sexistischen Normalzustand, ein Flashmob gegen die Bundeswehr oder die Rassist*innen vom Amt – alles soll möglich sein in diesen 12 Tagen. Außerdem wollen wir uns auf die Proteste gegen den wenige Tage zuvor (26 -28. Mai) in Taormina (Sizilien) stattfindenden G7-Gipfel beziehen. Uns ist klar, jeder Tag im Jahr muss ein Aktionstag sein. Trotzdem ist unser Ziel Anfang Juni einen Moment zu erzeugen, in dem alle, die für eine Welt der Solidarität streiten, massiv in der Stadt präsent sind – mit all unserer Wut und unseren Hoffnungen auf ein anderes Leben.

Wir werden ein Programm mit öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen veröffentlichen: Wenn ihr etwas plant und ins Programm wollt, schreibt uns:

g20_aktionstage@riseup.net