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Contra Info: Übersetzungsnetzwerk für Gegeninformation

Contra Info ist ein internationales, multilinguales Netzwerk für Gegeninformation und Übersetzungen, eine Infrastruktur, die von AnarchistInnen, Anti-Autoritären und Libertären unterhalten wird, die in den verschiedensten Teilen der Welt aktiv sind. Lies weiter »

(Frankreich / Italien) Ohne Grenzen: Camp vom 5. – 10. August

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Ohne Grenzen: Camp gegen Grenzen in Ventimiglia und Umgebung vom 5. – 10. August

Nach der am 30. September erfolgten Räumung, des im Sommer am „Balzsi Rossi“ entstandenen Camps, hörte die Ankunft von Menschen, die zur französischen Grenze reisen, niemals auf.

Im April 2016 kam der Minister Alfano zu einem Besuch nach Ventimiglia und erklärte seine Absicht „das Problem zu lösen und die Stadt von MigrantInnen zu säubern“ Die Kontroll- und Repressions-Gesinnung, die in Kraft gesetzt wurde, zeigt sich in all ihrer Gewalt: Als das Rote-Kreuz-Zentrum geschlossen wurde, wurden MigrantInnen in den Zügen und auf den Straßen gejagt. Unter Gewaltanwendung wurden ihre Identitäten festgestellt und sie wurden zu den über ganz Italien verteilten Hotspots deportiert. Ebenso hat sie dich Repression gegen solidarischenMenschen verstärkt.

Aufgrund der repressiven Gewalt und allen Schwierigkeiten ergab sich in den letzten Monaten die Notwendigkeit gemeinsame Momente des Kampfes zu schaffen und Aktionsraum zurück zu gewinnen. In der Tat war die Stadt zunehmend militarisiert und es gibt wachsende Intoleranz und rassistische Demonstrationen.

Wir verspüren das Bedürfnis eine wichtige Gelegenheit für einen weitreichenden Kampf gegen das Apartheitsystem und Grenschließungen zu bieten: Lasst und diesem Mechanismus der Exklusion zerstören!

Alle, die Unterkunft für die Nacht des 4. August benötigen sind willkommen und können uns für mehr Informationen kontaktieren. Wir empfehlen, dass alle, die sich uns anschließen wollen, so unabhängig, wie möglich sind und alle nötigen Campingsutensilien selbst mitbringen.

Wir würden uns darüber freuen, wenn uns in den Tagen vor Beginn des Camps bei der Organisation und Logistik geholfen werden könnte.

Der genaue Ort des Campinggeländes kann erst im letzten Moment bekannt gegeben werden.

Für Information und Kontakt:
Mail: senzafrontiere at inventati.org
Tel:0033605789487
Blog: campeggiosenzafrontiere

auf Spanisch

Spanischer Staat: 9.Anarchistische Buchmesse in Salamanca

FERIA-DEL-LIBRO-SALAMANCA

Samstag, den 13. August 2016

11.00 Uhr -22.00 Uhr

Plaza de Barcelona

Es gibt Buchläden, Verlage und Vertriebe

http://encuentrosalamanca.blogspot.de/

Katalonien: Handelskammer Lleida angegriffen

Am Montag, den 27. Juni 2016 erwachte die Handelskammer in Lleida mit einer von Farbbeuteln beworfenen Fassade und eingeworfenen Vordertürfenstern. Das ist eine minimale Geste der Solidarität mit den GefährtInnen in Girona* und der Kontinuität eines täglichen Kampfes, der nicht angesichts von Repression oder Verurteilung aufhört.

GEGEN  REPRESSION, SOLIDARITÄT UND KAMPF.

* basierend auf die Überschrift des Orginalbeitrages auf Katalanisch, handelte es sich um eine Solidaritätsaktion mit den ‘14N Streikenden’, acht Personen, die am 27. Juni 2016 vor Gericht standen, aufgrund eines Versuchs während des Generalstreiks vom 14. November 2012 eine Erklärung bei der Handelskammer Girona vorzulesen

auf Englisch, Griechisch

Altsasu, Navarra: Solidaritätstransparent für die Gefährtin Lisa aufgehängt, die in Deutschland inhaftiert ist

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Gefangene auf die Straße! Freiheit für Lisa!

Am Sonntag, den 3. Juli 2016 haben wir ein Solidaritätstransparent für die gesetzlose Gefährtin Lisa entrollt. Sie wurde vom spanischen, in Kollaboration mit dem deutschen Staat verhaftet, um das Privateigentum von Banken zu schützen; wie alle wissen, eine Fassade von Waffenhandel und internationaler Förderung von gegenwärtigen und zukünftigen Kriegen. Das Transparent wurde an der Nationalst

Solidarität ist eine Waffe, und wir werden sie weiter einsetzen. Die spanischen und deutschen Unterdrücker-Staaten werden herausfinden, was das bedeutet.

Bullen, Mörder und Folterer

LISA ASKATU! FREIHEIT FÜR LISA!
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2016-07Anmerkung von Contra Info: Lisa wurde am 13. April in Barcelona verhaftet, beschuldigt eine Filale der Pax-Bank (Finanzinstitut,  im Dienst der katholischen Kirche) in Aachen in 2014 enteignet zu haben. Die Gefährtin wurde nach Deutschland überführt und erwartet dort ihr Gerichtsverfahren.  Sie befindet sich jetzt in Isolationshaft im Kölner Gefängnis. Sie hat dort nur eine Stunde Hofgang und ihre Kommunikationsmöglichkeiten mit der Außenwelt sind stark eingeschränkt. Updates auf Katalanisch / Spanisch: solidaritat rebel

auf Englisch / auf Spanisch | auf Griechisch

Türkei: Gefängnisse, inmitten des Machtkampfes

Karrikaturen vom ehemaligen Gefangenen Zülfikar Tak, die Methoden der Folter und Vernichtung von Gefangenen im Gefängnis von Diyarbakir, in den 1980er Jahren zeigen.

Sobald die Bedingungen hinter Mauern besser werden, verwischt die Existenz der Mauern

Gerichte,
Verteidigungen,
Wahlen,
Signaturen…

Die Macht einer Demokratie, die Vergessen herbeiführt, ist das Schweigegeld, dass sie anerkennen lässt.

Es gibt keinen Unterschied zwischen Demokratie und Staatsstreich, Militär und Polizei, Kasernen und Parlament, König und Präsident. Staat kann Diktator, König und Sultan sein, ohne die Eigenschaft zu verlieren, Demokratie zu sein.

Am 15. Juli hat eine Gruppe Soldaten an einigen strategischen Punkten einen Machtkampf begonnen, den einige als Staatsstreich und andere als Theater auffassen. Wie immer, sind die Gefangenen diejenigen, die diesen Machtkampf im meist entblößten Zustand ausgesetzt sind. In diesem Machtkampf wurde jegliche Kommunikation mit der Außenwelt abgeschnitten. Es wurde mitgeteilt, dass es keine Entlassungen bis zu einer zweiten Verfügung geben wird.

Ob es einen Staatsstreich gibt, wer diesen Staatsstreich ausführte, wer sich ihm widersetzte, sind unserer Meinung nach nicht die Fragen, die gestellt werden müssen. Ein Staatsstreich schließt immer den Staat mit ein. Jede alltägliche Staatspraxis, besonders ein nicht-endender Staatsstreich, der auf politische Subjekte fixiert ist, die der Staat als Gegner erkennt, ist ein Ausnahmezustand. Weil, was die Staatshoheit ausmacht, ihr Vermögen ist, sich für den Ausnahmezustand zu entscheiden.

Wenn manche Gruppierungen ausgeschlossen sind, wenn Beschlüsse getroffen wurden, ändert es nichts, ob diese Beschlüsse durch einen sogenannten Konsens vorgenommen worden oder durch die Verwendung eines anderen Namens vertuscht wird.

Der Herrscher, die Herrscherin ist der/diejenige der/die entscheidet, wann die öffentliche Ordnung gestört wird, über Sicherheit, über Leben und Tod. Der / die Herrscherin entscheidet, was Verbrechen ist und was nicht, wer kriminell ist und wie man für das Verbrechen bezahlt. Es führt dazu, dass die Leute ihr System in einem Ausmaß internalisieren, dass viele Menschen, die an die Notwendigkeit von Gefängnissen glauben, sich nicht vorstellen können den Ort abzuschaffen, an dem sie nicht sein wollen, obwohl sie ihn kritisieren. Obwohl sie ihn als Bedrohung für sich selbst erkennen, billigen sie Gefängnisse. Aber wenn sie von der Macht angegriffen werden, beginnen sie, Gefängnisse als Institutionen zu erkennen, die dem Schutz der eigenen Macht des Staates dienen. Obwohl die politische Macht sich verändert, bleiben staatliche Institutionen erhalten. Eine Veränderung der Machtverhältnisse, bedeutet nur die VerbrecherInnen auszutauschen. Die HeldInnen von gestern, können die VerräterInnen von heute sein, die InhaberInnen des Rechts zu töten können sich im Handumdrehen ändern.

Leute, die noch nicht dem Einsperrungsapparat ausgesetzt waren, denken nicht immer darüber nach, wie es mit der Existenz von Gefängnissen weitergeht und wozu die absolute Macht, die über die Kommunikation innerhalb und außerhalb der Mauern entscheidet, fähig ist. Während die Gesetze, die der Staat durchsetzt, sich verändern, ist es offensichtlich, dass die Existenz des Staates erhalten bleibt.

Für ein demokratisches Sultanat, ist es nicht nötig mehr als eine Person zu haben. Und wie es auch immer genannt wird, Leute die komplett oder teilweise ihre Rechte verlieren und von politischer Macht ferngehalten werden, leben immer noch unter dem Dach der Demokratie.

GefängnisreformistInnen vergessen, dass die Mauern erhalten bleiben und hinter den Mauern, der Staat mit seiner unbegrenzten Autorität einfach alles Beliebige zu jedem Moment entscheiden kann. Diese Realität ändert sich nicht mit einer gesteigerten Anzahl von Büchern, Ausweitung der Besuchszeiten und unzensierten Briefen.

Diese Realität wird so lange bestehen bleiben, so lange Mauern existieren. WächterInnen des Staates vorhanden sind, es Waffen der Gendarmerie gibt, nämlich so lange der Staat existiert. Anhörungen, reduzierte Strafen, Gesetzesänderungen ändern nichts an dieser Realität. Solange das Theater existiert, ist es nur eine Änderung der Rollen und Sprechtexte.

Konzepte, wie Rechte und Gesetze sind verbunden mit dem Willen des Herrscher / der Herrscherin und können im Handstreich geändert werden. Was eine(n) Herrscher(in) ausmacht, ist die Macht diese Konzepte in Kraft zu setzen, sie beizubehalten und über ihren Inhalt zu entscheiden. Die Obrigkeit mit ihren wechselnden Taktiken vergrößert manchmal das Aquarium und veranlasst mit ihren kleinen Belohnungen die größere Realität zu vergessen.

Eine Demokratie kann in militaristischer oder pazifistischer Form weiter bestehen, autoritär oder liberal, säkular oder konservativ, ohne irgendwelche Zugeständnisse an ihre Funktionsfähigkeit machen zu müssen. Von daher, obwohl sie ziemlich libertär erscheint, ist Demokratie wie ein leere Glasglocke, die jede Farbe annimmt, die sie im Inneren aufnimmt.

Wenn sich Bedingungen innerhalb von Mauern verbessern, verschwimmt die Existenz von Mauern.

Sobald die Bedingungen hinter Mauern besser werden, verwischt die Existenz der Mauern

Gerichte,
Verteidigungen,
Wahlen,
Signaturen…

Die Macht einer Demokratie, die vergessen herbeiführt, ist das Schweigegeld, dass sie anerkennen lässt.

Quelle: ABC Istanbul / auf Englisch / auf Griechisch

Bolonia, Italien: Aktion gegen die Grenzen – Blockade eines Zuges der ÖDB

Am Samstag, den 2. Juli haben ca. 20 Feinde und FeindInnen der Grenzen im Bahnhof Bolonia (Rimini-München Linie) die Abfahrt des 11:52 ÖBB Zuges verzögert. Am Bahnhof wurden Flugblätter verteilt und dann die Gleise mit einem Transparent mit der Aufschrift “ÖBB UND TRENITALIA: KOMFORT FÜR TOURISTINNEN, BLOCKADEN FÜR MIGRANTINNEN. BRENNT DIE GRENZEN AB” betreten.

Einige Feinde und Feindinnen der Grenzen

Quelle: informa-azione  / auf Spanisch

Doylestown, Pennsylvania: Solidaritätstransparent für die Kämpfenden in Oaxaca entrollt

Wir haben ein Transparent an einer vielbefahrenen Umgehungsstraße außerhalb von Doylestown, Pennsylvania, entrollt. Auf diesem ist zu lesen. “Solidarität mit den LehrerInnen und EinwohnerInnen von Oaxaca! Haltet das Feuer am Leben!”

Heute sind es zwei Monate, seitdem der “National Coordinating Body of Education Workers (CNTE)” am 15. Mai zu streiken begann. Die LehrerInnen und EinwohnerInnen von Oaxaca kämpfen weiter gegen neoliberale Bildungsreformen, die von Enrique Peña Nieto eingeführt wurden. Seitdem, ist die Gemeinde Oaxaca tödlicher staatlicher Repression und Benachteiligung ausgesetzt. Wir bekunden unsere Solidarität mit unseren Compañerxs, die weiterhin auf den Barrikaden kämpfen. Wir erweitern unsere Liebe und Gedenken auf diejenigen, die wir verloren haben. Wo immer wir können, sind wir bei euch.

Quelle: itsgoingdown.org / auf

Philadelphia, USA: Angriff auf eine Baustelle, als Beitrag für den Monat für die Erde und gegen das Kapital

domesticatÜberall drängt die Wildnis die Zivilisation zurück. Sogar in den Städten gedeiht sie an vergessenen Orten und erweitert langsam die Risse in dieser zivilisierten Ordnung.

In einer warmen Frühlingsnacht gingen wir zu einer Baustelle, an einem einst wilden und verlassenen Platz. Wir haben getan, was wir konnten, um den Prozess, der dieses Gebiet befallen hat, zu behindern: Vermessungsstangen und Teiler, sowie Stücke von dem, was gebaut wurde entfernt und die Maschinen zerstört, die das Land homogenisieren und kommodifizieren.

Wir wissen nicht, was an diesem Ort gebaut werden soll und es interessiert uns nicht. Jede Domestizierung wilder Plätze entzürnt uns.

Diese Aktion ist ein Beitrag zum Monat für die Erde und gegen das Kapital.

Philadelphia
Frühling 2016

auf Griechisch / auf Englisch

[Thessaloniki] Solidarität mit Anarchistinnen, die für Banküberfälle in Aachen beschuldigt werden

kamara stencil poster flyers posteringIn Thessaloniki, Griechenland, wurden Poster und Flyer verteilt, die zur Solidarität mit den anarchistischen Gefährtinnen aufrufen, die für Banküberfälle in Deutschland verantwortlich gemacht werden. Stencils wurden in der Stadt an Wände und gesprüht und am Galeriusbogen ein Transparent mit der Aufschrift „Solidarität mit den anarchistischen GefährtInnen im Gefängnis, die des Banküberfalls in Deutschland beschuldigt werden“ angebracht. Der Text des Flyer, der auf griechisch und englisch verteilt wurde, kann auf Indymedia Athen und Indymedia NL gefunden werden.

Update auf Solidariteit.noblogs.org: Die Gefährtin in den Niederlande wurde unter restriktiven Bedingungen entlassen. Sie ist dennoch von Auslieferung nach Deutschland bedroht. Die Anhörung, bei der entschieden wird, ob die Niederlande dem Wunsch des deutschen Staates einer Auslieferung entsprechen wird, wo sie eine Anklagte für eine Enteignung erwartet, die sich 2013 in Aachen ereignete.

Die andere Compañera, die in Barcelona im April 2016 verhaftet wurde, wurde bereits nach Deutschland ausgeliefert und erwartet ihren Prozess. Sie sitzt im Kölner Gefängnis ein und wird einer Enteignung beschuldigt, die in Aachen im Jahre 2014 stattgefunden hat.

Mexiko, Oaxaca: Sprengsatz gegen Geldautomat des Unternehmens C.F.E. gezündet

Wir werden keine Reden halten wieso wir gegen das herrschende System vorgehen, auch wenn es das Wert wäre, denn die Gründe um es anzugreifen sind mehr als genug: aber noch mehr als genug gibt es Worte…

Und diesmal wollen wir uns nicht mit der theoretischen Infragestellung der Herrschaft aufhalten. Wir wissen, dass die Elektroindustrie eine heutige Avantgarde der Zerstörung der Erde ist.

Darum entschieden wir am 17. Juni einen Geldautomaten des (privaten) Unternehmens C.F.E. am Rande der Stadt Oaxaca anzugreifen, indem wir einen Sprengsatz legten und zündeten.

Mit dieser Aktion bekennen wir uns zum Kampf für die Befreiung der Erde gegen diesen ganzen Abschaum, der sie für den eigenen Gewinn zerstören will. Wir werden nicht aufhören bis wir nicht alle zerstört haben, die diese Erde zerstören.

Dieser Angriff wurde in Koordination mit der BRIGADA DE ACCION INFORMAL BRUNO FILIPPI, die am selben Tag angegriffen hat, ausgeführt.

GRUPO SALVAJE DE ACCION POR LA TIERRA

Üb. mc, Knast Salez, CH aus dem spanischsprachigen Blog

USA: Graffiti für Anti-FaschistInnen – Für einen Schwarzen Juli

Erhalten am 12. Juli, zusammen mit dem Bild:

s2rAls Antwort auf den Aufruf für einen Solidaritätstag für die  AntifaschistInnen von Sacramento und den Aufruf für Solidarität mit antifaschistischen Gefangenen in Russland  wurde etwas Graffiti in der Twin-City Region von Minnesota gesprayt.

Aber diese Solidarität besteht nicht losgelöst von der aktuellen Realität des Kampfes. Die Zusammenhänge zwischen einem dutzend Neo-Nazis, das militant aus der kalifornischen Landeshauptstadt vertrieben wird und Gruppen von schwarzen Jugendlichen, die, wie am 9. Juli geschehen, heftig die brutale Polizeistation von St. Paul attackieren, sollte sonnenklar sein.

Alle Formen von Herrschaft müssen angegriffen und vernichtet werden.

Tod der weiße Herrschaft
Tod dem Staat
Für einen schwarzen Juli
Für Anarchie

auf Englisch

Mexiko, Oaxaca: Sprengsatz gegen Banorte Bankfiliale

Inmitten eines Dramas, das von Teilen einer Gesellschaft des Spektakels verursacht wird: einerseits Teile der Linken, deren Priorität die Begünstigung nur jener Volksteile war und sein wird, die Marionetten unter dem Schutze eines Herrschaftssystems sind, dessen Hauptziel die Massen ihren institutionalisierten Methoden zu unterwerfen ist, wie etwa einer öffentlichen Bildung, die nur Prototypen schafft, die durch strukturierte Fähigkeiten und Kenntnisse für eine zukünftige Arbeit nützlich sind, für die sie kompetent gemacht und manipuliert werden. Und die andere Seite derselben Gesellschaft des Spektakels besteht aus PolitikerInnen, Bourgeois, Pfaffen, PolizistInnen, leere Leute, stolze ArbeiterInnen, die ihre Rechte auf die Prostituierung ihrer Kreativität und ihrer Kenntnisse verteidigen und rabiat werden, wenn die Strassen, die sie zu ihrem Schlachthaus führen, genommen werden.

Wir entschieden am 17. Juni mit einem Sprengsatz anzugreifen, den wir vor einer Filiale der Bank Banorte in der Peripherie von Oaxaca abgelegt haben.

Nicht zum Sieg eines aufständischen Aufruhrs, sondern um das bestehende Klima der klandestinen Spannung aufzuzeigen.

Wir spielen nicht und ihr sollt wissen, dass ihr Ziel ein Ziel seid und wir keine Gnade haben werden mit jenen, die das Leben bekämpfen, ausrauben und stehlen.

Dieser Schlag war Teil einer Koordinierung von Angriffen am selben Tag mit GRUPO SALVAJE DE ACCION POR LA TIERRA.

BRIGADA DE ACCION INFORMAL BRUNO FILIPPI (BAIFP)

Üb. mc, Knast Salez, CH aus dem spanischsprachigen Blog

(Athen) Verhandlung über den Fluchtplan der “Verschwörung der Feuerzellen” – Erklärung vor Gericht von Athena Tsakalou

Die folgende Erklärung ist von Athena Tsakalou (die Mutter von den anarchistischen “Verschwörung der Feuerzellen” Gefangenen Christos Tsakalos and Gerasimos Tsakalos), die Ende Juni 2016 im Koridallos – Gefängnis von ihrem Verteidiger vorgelesen wurde, während die Verhandlung über den Fluchtplan noch im Gange war.

tree_prisonIch habe mich dagegen entschieden zu schweigen,,obwohl es mir in vielen Fällen zum Ausdruck gebracht wird, weil jeder Schweigen so interpretiert, wie es ihm gerade passt. Ich bevorzuge es, diese persönlicher Erklärung abzugeben, weil ich nirgendwo hingehöre; Ich gehöre nur mir selbst.

Es kommt ein Moment, an dem du auf die Jahre deines Lebens zurückblickst und realisierst, dass dir noch weitaus weniger Jahre bleiben, als du bisher gelebt hast (wenn alles gut geht). Und das ist ein seltsames, aber intensives Gefühl, was von mir einfordert, aufrichtig zu sein. Nicht auf die einfache Art, auf die wir oft darüber nachdenken, sondern auf eine essenzielle, tiefere Art.

Ich mag es nicht zu fragen: Wohin geht es mit dieser Welt? Es ist etwas, was wir – im höheren Alter – oft machen, aber solch eine Phrase verbirgt eine Art Unschuld, was ich ablehne. Wie gehst du selbst durch diese Welt?

Und die Wahrheit ist, dass alles, was ich erreichen möchte ist, mich auf tröstende Weise unter Menschen zu bewegen. Es ist sehr wichtig in der Lage zu sein, Menschen Trost zuzusprechen; besonders deinen eigenen Leuten,wenn sie durch schwere Zeiten gehen. Es hat große Bedeutung in der Lage zu sein ihnen zu sagen: „Ich stehe euch bei. Ich halte immer zu euch.“ Nichts anderes. Das ist mein einziger Wunsch und ich bin immer glücklich, wenn ich das machen kan .

Als Angeliki an meiner Tür anklopfte, ist es genau das, was ich getan habe. Und es war eine große Freude für mich, dass ich ihr Zuflucht anbieten konnte, wenn auch nur für kurze Zeit. So wie die Welt ist, ist der einzige Platz an dem ich leben möchte, der Platz der Auflehnung.

Vorausgesetzt dass im Laufe der Jahrhunderte, die Menschen, wenn kein zufriedenes, wenigstens ein Leben mit kleinen Freuden beabsichtigt haben, zeigt ihre Geschichte bis heute, dass sie gescheitert sind. Geschichtsbücher – entweder die offiziellen, kontrollierten oder die geheimen, schwer zu bekommenden, zeigen, dass die Menschen gescheitert sind Möglicherweise sind die Überlebensbedingungen oder der Lebensstandart besser geworden. Obwohl „besser“ relativ ist, weil das nicht für einige Teile der Erde gilt – aber auch der Schmerz, der Kriegshorror, Hunger und Unterdrückung steigen weiterhin.

Natürlich gibt es einen Unterschied; einen beklemmenden Unterschied, Heutzutage wird der Tod nicht länger durch Nahkämpfe auf den Schlachtfeldern verursacht. Sogar aus einer von einer Feuerwaffe bestimmten Distanz siehst du die fallenden Körper und hörst die Schmerzensschreie. Ungeachtet, wie sehr du entmenschlicht wurdest, hinterlassen dieser Anblick und Klang einen besonderen Eindruck in dir, der irgendwann dazu führen könnte, dass du keinen Krieg mehr willst. Auf heutigen Schlachtfeldern, finden wir uns in der Ära von gelenkten Bomben wieder und es ist möglich „ihre Unschuld“ zu bewahren, indem ein Knopf gedrückt wird, der Massensterben bringt; das ist der Unterschied.

Seit einiger Zeit sind mehr als 10,000 Flüchtlingskinder verschwunden, die in den letzten 18-24 Monate unbegleitet gereist sind. Es gibt die Befürchtung, dass viele Opfer der Ausbeutung durch organisierte Verbrechernetzwerke geworden sind…

Die 62 reichsten Menschen besitzen so viele Reichtümer, wie die Hälfte der Weltbevölkerung.

Die Produkte der Erde reichen aus, um die ganze Bevölkerung zu ernähren, dennoch sterben Millionen von Menschen, Millionen Kinder an Hunger.

Einige wenige, wie diese 62 reichsten Menschen auf der Welt, könnten sagen: “All das mit dem frohen Leben ist nichts anderes als eine Falle, die für Viele aufgestellt wurde, um sie hinein zu locken, weil der ganze Deal mit der Welt ein Spiel ist, ein Spiel des Todes. Es ist nicht nur das Geld, um dass es geht (abgesehen davon haben wir viel davon), worauf es wirklich ankommt ist die Möglichkeit unsere Macht zu nutzen, um tausende Menschen in den Tod zu treiben, ganze Populationen, mit Hungersnöten und Leiden zu verschrecken (wenn wir gelangweilt sind), weil es auch an uns liegt, dank Wissenschaftler. In gewisser Weise sind wir ein Art Götter und Götter sind immer allmächtig.”

Und das ist wahr, aber es ist auch wahr, dass es keine Götter ohne Gläubige gibt. Götter können nicht nur unter sich leben, sie benötigen ihre Ergebenen, die ruhig um ihre Gärten spazieren und bereit sind ihre Befehle anzunehmen – sogar wenn es bedeutet, sich gegenseitig zu töten. Jedoch, gibt es immer jene, deren Blut der ersten Rebellion von Eva und Adam innewohnt.

Und es ist höchste Zeit zu sagen, nachdem so viel menschliches Blut jeden Tag auf den Erdboden vergossen wurde, nachdem all dieses Klagen die Luft der Erde erfüllt hat; wenn es keinen Kursänderung für die menschliche Spezies gibt, wenn der menschliche Geist nicht irgendwann von Erleuchtung betroffen wird, so dass wir alles anders sehen… dann wäre es in der Tat eine mutige Entscheidung, wenn die Menschen letztendlich sagen „Für so viele Jahrhunderte waren wir außer Stande Freude zu finden; wir können als Spezies nicht leugnen, dass wir zu so etwas nicht fähig sind; lasst uns die letzten der Menschen sein; lasst uns zugeben, dass nur Bäume Leben verdienen, Fortbestand, Ewigkeit weil sie frei sind vom Kriegsinstinkt, vom Horror.

Zuletzt ist alles, was ich tun wollte, Bäume zu Pflanzen. Und jemand könnte mich fragen, ob das wirklich mein tiefstes Verlangen ist. Nein, ich habe meine Sache nicht gut gemacht. Ich bin immer noch entschlossen zur Fähigkeit so weit zu schauen, wie meine Augen sehen können, um, durch den Genuss an kleinen Freuden, Dinge von mir fern zu halten. Richte ich den Blick meines Verstandes aber auf die ganze Welt und erkenne welchen geringen Anteil die kleinen Freuden für das Leben der Menschen haben, sage ich noch einmal:Wenn der Traum nicht in das Leben der Menschen tritt, wenn es keinen Kurswechsel für die menschliche Spezies gibt, dann verdienen nur Bäume Fortbestand, Leben, Ewigkeit.

Athena Tsakalou

auf Englisch

Kurze aktuelle Zusammenfassung über die Repressionen gegen zwei für einen Banküberfall in Aachen beschuldigte KameradInnen

Wichtige Hintergrundinformationen bietet auch das Posting auf Linksunten

Ewas Licht in die Untersuchung, die zur Verhaftung der Gefährtin am 13. April geführt hat

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Welches Verbrechen ist es eine Bank zu berauben, im Vergleich sie zu gründen. Freiheit für die Gefährtin 13 (A)

Kurze Zusammenfassung zur am 13. April in Barcelona verhafteten Kameradin

Am 30. Juni wurde die am 13. April in Barcelona verhaftete Kameradin letztendlich in eine Zelle des Gefängnisses von Köln (Nordrhein-Westfalen) überstellt, in der sie die Untersuchungshaft vor dem Gerichtsprozess absitzen wird. Laut Infos ihrer Anwältin in Deutschland ist sie gefasst und ihre Moral ungebrochen.

Die Ankunft der Kameardin auf deutschem Boden bedeutet das Ende eines Prozesses, der einen Monat gedauert hat, ab Anfang April, als die Audiència Nacional ihre definitive Auslieferung angeordnet hatte. Ein Prozess während dem sie zu jedem Zeitpunkt von den solidarischen Aktivitäten auf der Straße begleitet wurde, die ihr in verschiedensten Formen geholfen haben. In der Woche vor der Entscheidung des Gerichts fand eine Demonstration in den Straßen von Gràcia (Barcelona) gegen ihre Inhaftierung und Auslieferung statt. Einige Wochen später wurde eine lautstarke Kundgebung vor den Toren des spanischen Gefängnisses von Soto de Real durchgeführt, bei der es der Stimme der Straße mittels Pyrotechnik und Lautsprechern ermöglicht wurde die Mauern des Knasts zu durchdringen und ein Lächeln auf die Lippen unserer Gefährtin zu zaubern. Letztendlich kam es am Tag, an dem wir erfuhren, dass die Auslieferung durchgeführt wurde, zu einer Demonstration in den Straßen von Manresa, um Solidarität zu bekunden. Während diesem Zeitraum stieg die Präsenz von Postern, Transparenten und Graffitis in den Vierteln an, in denen die Freiheit für die Eingesperrte gefordert wurde und verschiedene deutsche Einrichtungen wurden als Antwort auf diese repressive Operation angegriffen. Konkret handelt es sich hierbei um eine Filiale der Deutschen Bank in Sant Andreu (Barcelona) und eine Schule für Firmen, die mit dem deutschen Staat zusammenarbeiten, im Viertel von Clot (Barcelona).

Heute beginnt eine neue Etappe der Entführung der am 13. April verhafteten Kameradin. In der JVA Köln befindet sie sich weiterhin in Isolationshaft, alleine in der Zelle und hat eine Stunde Hofgang (das gesetzliche Minimum). Ihre Kommunikation wird streng überwacht, ohne mit den ihr nahestehenden Personen telefonieren zu dürfen, ihr Briefverkehr wird kontrolliert und die Anzahl der erlaubten Besuche ist gering; Konditionen, die bis zu ihrem Prozess wahrscheinlich aufrechterhalten bleiben, bei dem sie für die Enteignung einer Filiale der PAX Bank (Bankunternehmen mit Verbindungen zum Vatikan) im Herbst 2014 in Aachen angeklagt werden wird.

Von hier aus wollen wir deutlich machen, dass die Tatsache, dass die Kameradin sich nicht mehr im spanischen Staat befindet nicht bedeutet, dass unsere Unterstützung abnehmen wird, sondern das Gegenteil. Umso mehr Distanz sie auch versuchen zwischen sie und der kämpfenden Bewegung zu legen, derer sie Teil ausmacht, umso mehr werden sie bemerken, dass es weder Mauern noch Kilometer gibt, die unsere Verbindung und unser gemeinsames politisches Engagement zerstören können.

Wir rufen noch einmal zur internationalen und revolutionären Solidarität auf, um sie nicht alleine in den Händen jenes Staates zu lassen, von dem sie unter der Anklage verfolgt wird, gegen eine Herrschaft zu rebellieren, die uns alle unterdrückt.

Nichts ist vorbei, alles geht weiter!

Freiheit für alle kämpfenden Gefangenen!


Am 6. Juli in Amsterdam verhaftete Kameradin  frei!

Am 15. Juli wurde unsere Kameradin freigelassen! Das heißt jedoch nicht, dass das Verfahren gegen sie eingestellt wurde. Ein Richter hat entschieden, dass sie die Verhandlung über ihre Auslieferung draußen abwarten kann. Sie hat jedoch einige Auflagen zu erfüllen, sie musste ihren Pass abgeben und sich einmal pro Woche auf der Polizeistation melden.

Die Gerichtsverhandlung über ihre Auslieferung wird am 1. September 2016 stattfinden, bei der entschieden wird, ob die Niederlande der Forderung nach Auslieferung durch den deutschen Staat nachkommen, wo sie der Enteignung einer Bank angeklagt wird.

Wir fühlen uns von der Solidarität und der Unterstützung, die wir in den letzten Wochen erhalten haben, gestärkt und ermutigt. Trotz dieser kurzen Pause bleibt es weiterhin notwendig zu diskutieren, zu kämpfen und zu handeln. Lassen wir uns von der Repression nicht unsere Bedürfnisse und Wünsche diktieren, gegen diese Welt, gebaut auf Ausbeutung und Autorität, zu kämpfen.

Es gibt immer noch andere Beschuldigte in diesem Fall, die ihren Anklagen mit Würde und Stärke gegenüberstehen. Solidarität mit allen Beschuldigten in den Enteignungsfällen in Aachen!

solidariteit.noblogs.org

Bure: Große Wiederbesetzungsdemo. Wir holen uns den Wald zurück

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Bure – Samstag 16. Juli 2016 // Demonstration für Wiederbesetzung // Wir holen uns den Wald zurück

So schickten sie dutzende Bullen. Wir sahen sie am Horizont, kurz vor 6 Uhr, am 7. Juli. Die Bullen, die Transporter, die Traktoren, die Bulldozer, die LKW, die Hubschrauber. Was für eine unheilvolle Parade kam, um uns zu vertreiben.

Seit dem 19. Juni lebten Kollektive, Assoziationen, widerständige BewohnerInnen und Bauern in und mit dem befreiten Wald von Mandres-en-Barrois, indem sie Hütten errichteten, wo Andra abholzte.

Während die Nuklearokraten den atomaren Friedhof im Parlament legalisieren wollen, besetzten wir freudig die Plattform von CIGEO, das Symbol für den Beginn der Arbeiten.

Diese zerbrechliche Front gegen das nukleare Imperium wurde auf verschiedene Art geöffnet und gehalten: Sabotage, Picknick, Besetzung, Rechtsanswaltstätigkeit und durch die Verbindung mit mehr als sechzig Zusammenschlüssen. All das hat ANDRA’s Maschine blokiert und dazu gebracht, Gewalt anzuwenden.

Diese Räumung ist absolut keine Niederlage. Es verstärkt unsere Wut, unsere Empörung und unsere Entschlossenheit. Es steht außer Frage, dass ihnen dieser Wald nicht weiter überlassen wird, und die Bullen dort weiter umherstreifen können, ANDRA’s SöldnerInnen ihre Kontrollgänge durchführen und sie ihre nicht zu tolerierende Arbeit fortsetzen.

Für das Wochenende vom 16. und 17. Juli 2016 haben wir unter Hainbuchen und Buchen, zu „Weltweiten und improvisierte Barrikaden“ aufgerufen.

Es ist wichtig, weiterhin so ehrgeizig und realistisch zu sein, wie es uns bisher gelungen ist. Deshalb wird diese Versammlung stattfinden und sie wird IN DEM WALD stattfinden!

Erneut ist unser einziges Limit unsere Anzahl. Schließt euch uns an!

WIR WERDEN NIEMALS ATOMISIERT, ANDRA, HAUT AB!

WIDERSTAND UND WIEDERHERSTELLUNG

Kontakt: 0758654889 / sauvonslaforet@riseup.net

info.vmc.camp / burestop.eu / burezonelibre.noblogs.org

auf italienisch

München: Anarchistische Bibliothek im Hinterhof- Frevel

cropped-header-1Was sich Tag für Tag um uns herum ereignet und unter was für Lebensbedingungen wir gezwungen sind zu leben, gefällt uns nicht. Geprägt von Ausbeutung und Plackerei, gezeichnet von Unterdrückung und Erniedrigung und erbaut auf Hierarchie und Gewalt wird die bestehende soziale Ordnung entgegen den Bedürfnissen und Träumen von unzähligen Menschen aufrecht erhalten. So entsteht ein Konflikt, in dem auch wir uns befinden. Anstatt diesen Konflikt zu besänftigen und zu befrieden oder gar zu verschweigen, wollen wir Möglichkeiten eröffnen, die auf die Umwälzung einer Welt der Herrschaft und ein Experimentieren und Leben in Freiheit abzielen.

Aus diesem Verlangen entsteht die Notwendigkeit von gedanklichen als auch physischen Räumen in denen wir unsere Projekte und Ideen, Kritiken und Analysen entwickeln und vertiefen können. Räume, in denen wir Zugang zu den Gedanken und Kämpfen anderer Revoltierender finden – sowohl durch Bücher und andere Publikationen, als auch durch den direkten Austausch, den Streit und die Diskussion zwischen Individuen. Räume, in denen diese Begegnungen auf Augenhöhe und ohne Repräsentanten stattfinden können und in denen Konflikte zwischen unterschiedlichen Ideen nicht gescheut werden. Räume, in denen der Oberflächlichkeit und allgegenwärtigen Isolation innerhalb dieser Gesellschaft die Stirn geboten wird.

Wenn wir unsere Ideen in unserem Handeln lebendig werden lassen, können solche Räume, durch einen Bruch mit der Fixierung auf Orte oder auf bloße Theorie, Teil von Kämpfen werden, die zur Subversion des Bestehenden beitragen.

Die anarchistische Bibliothek soll ein Experiment in diese Richtung sein. Hier findet ihr aktuelle und historische anti-autoritäre Zeitschriften, Broschüren und Bücher, die ihr sowohl ausleihen als auch in der Bibliothek lesen oder teils kostenlos mitnehmen könnt. Die stattfindenden Diskussionen und Veranstaltungen leben, so wie das ganze Projekt, von der Eigeninitiative und den Ideen aller, die sich einbringen. Deshalb ist die Bibliothek offen für alle Arten von Beiträgen all jener, die hier und jetzt gegen die Welt der Autorität rebellieren wollen.

Die Öffnungszeiten sind:

Dienstag 17 – 21 Uhr und
Samstag 15 – 19 Uhr

Die Bibliothek befindet sich im Hinterhof der Zenettistr. 27 in 80337 München.

frevel.noblogs.org  aktuelles Programm

Portugal: Aufruf für Solidarität mit AnarchistInnen, die beschuldigt sind, in Aachen Banküberfälle begangen zu haben

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Solidarität mit AnarchistInnen, die im Rahmen der Ermittlungen zu mehreren Banküberfällen in Aachen verhaftet wurden.

Während der letzten Wochen wurden mehrere Personen in Spanien und den Niederlanden auf Befehl der deutschen Kriminalpolizei verhaftet. Ein Person wurde nach Deutschland überführt, eine andere sitzt in den Niederlanden ein. Die Ermittlung bezieht sich auf mehrere Banküberfälle in 2013 und 2014 in Aachen.

Sind sie schuldig oder unschuldig? In einer Gesellschaft, die immer mehr zu einer Diktatur von Geld und Kontrolle tendiert, kümmern wir uns wirklich nicht um Urteilssprüche ihrer Gerichte. Der Staat und sein Justizsystem haben sich immer als energische Wachhunde der herrschenden Weltanschauung erwiesen. Sie marginalisieren, bestrafen, nehmen fest, foltern und ermorden sogar diejenigen, die sich ihnen bewusst entgegenstellen oder einfach alle, die keinen Profit einbringen und deshalb als überflüssig erachtet werden.

Unsere Herzen und Gedanken sind mit allen, die neue Wege suchen und die nicht Sklaven des Bestehenden sein wollen und praktische Möglichkeiten ihrer Entscheidung entdecken wollen. Sowie mit allen, die gegen die verschiedenen Form der Macht kämpfen und die Strukturen und Institutionen, die die Unterdrückung der Armen und Unerwünschten immer realer werden lassen.

Von überall aus, sabotiert Herrschaft diejenigen, die frei und selbstbestimmt leben wollen. Lasst uns für Zurückeroberung unser Freiheit durch sabotierende Herrschaft kämpfen.

FREIHEIT FÜR DIE COMPANHEIRAS
FRE
IHEIT FÜR ALLE

Unsere Solidarität wird weiter gehenon…

Portugal, Anfang Juli 2016

solidaritatrebel.noblogs.org // solidariteit.noblogs.org

Das Poster im pdf format: A3, A5 | auf Portugiesisch| auf  Englisch

Athen: Militärgerichtsverhandlung gegen den Gefährten Dimitris Chatzivasileiadis auf unbestimmten Zeitpunkt verschoben

June-2nd-2016-court-martial

“Dass wir Armeen und Grenzen der Bosse abreißen – Totalverweigerung jeglicher Autorität – Solidaritätsversammlung für den totalen Kriegsdienstverweigerer Dimitris Chatzivasileiadis”

Ein politischer Bericht vom Militärgericht gegen den totalen Kriegsdienstverweigerer Dimitris Chatzivasileiadis (2. Juni 2016)

(Originale Erklärung auf griechisch ist hier zu finden — nach unten scrollen, um einen Audioausschnitt aus dem Militärgerichtssaal zu hören; Am Ende rufen GefährtInnen die Parolen“Gerichtsverfahren werden zu Verurteilungen im Sinne des Staates selbst“ und „Solidarität ist die Waffe der Menschen; Krieg gegen den Krieg der Bosse!”)

Im April 2016 äußerte sich der totale Kriegsdienstverweigerer in einer öffentlichen Stellungnahme vorausblickend auf seine kommende Verhandlung vor dem Militärgericht “Wenn mein Fall der Einberufungsverweigerung am 2. Juni zum zweiten Mal in der Berufung verhandelt wird, stehe ich wieder einmal vor dem Militärrichtern und werde die Auseinandersetzung von den Unteren gegen den Staat und seine privilegierten Kasten artikulieren. Aber dieses Mal werde ich nicht nachgeben, um die Strafe frei zu kaufen. Der Schuldspruch wird Gefängnis bedeuten; und Gefängnis bringt uns Auge in Auge mit der Situation eines realen Krieges; politisch, sachlich und als Lebenserfahrung. Und selbst, wenn die Generäle der Militärrepression mir durch Festlegung einer gewöhnlichen Strafe von einigen Monaten die Chance geben sollten, werde ich in den Hungerstreik gehen, so dass die Gewalt von erpresserischen und diebischen Maßnahmen gegen Totalverweigerung ein für alle Mal überwunden wird…”

Im Anschluss eines Offenen Treffens für politische Unterrichtung und Organisierung von Aktionen am 4. Mai in Athen, zu dem das „Anarchistische Kollektiv für den proletarischen Wiederaufbau“ (an diesem Kollektiv beteiligte sich der Gefährte & Totalverweigerer) aufgerufen hatte, wurde die Solidaritätsversammlung mit dem Kriegsdienst-Totalverweigerer Dimitris Chatzivasileiadis ins Leben gerufen. Die kohäsivste Position der Solidaritätsversammlung war, dass es unerlässlich für die Bewegung als Ganzes ist, für Kollektive und Einzelpersonen Initiativen zu ergreifen von denen der gemeinsame Kampf und die Antwort auf den verstärkten Angriff von Staat und Kapital entstehen könnten. Wir meinen, dass die Haltung des verfolgten Gefährten diese Richtung unterstützt. Und deshalb mobilisieren wir sofort, unter Berücksichtigung, dass die richtigen Antworten im Kampf und in Debatten eingebunden sind.

Im ganzen Land wurde die Haltung des Gefährten durch ein breites Spektrum von Aktionen vermittelt, die die Versammlungen am Millitärgericht, den antimilitaristischen Kampf und die Kriegsdiensttotalverweigerung kommunizierten und den militanten Kampf gegen moderne Militärherrschaft propagierten. Wir sollten auf bestimmte Aktion mit besonderer Bedeutung hinweisen: In Thessaloniki fanden Massenintervention von Kollektiven an lokalen Schulen statt (23-29 May). Klassen/ Soziale/ antimilitaristische Kollekive aus der nördlichen Stadt Ioannina verkündeten einen gemeinsamen Aufruf zu Mobilisierung am Militärgericht und organisierten eine Propaganda-Solidaritätsveranstaltung. (31. Mai). Intervention von der Solidaritätsversammlung beim Militär-Rekrutierungsbüro in Rou, Athen (30. Mai). Diese Aktion veranschaulicht, dass die staatlich-militärischen Institutionen nicht unangreifbar sind und damit die Entschlossenheit von Solidarischen gegenüber den repressiven Praktiken des Staates propagiert wird. Es gab auch am Verhandlungstag eine Intervention bei der staatlichen Radiostation “Sto Kokkino” in Thessaloniki, die den besonderen Propagandamechanismus zum Ziel setzte, die Verschärfung der nationalistischen, rassistischen, militaristischen und repressiven Strategie durch die aktuelle Regierung ins Gedächtnis zu rufen.

Der politische Diskurs der Solidaritätsaktionen hob die vom Totalverweigerer gezogenen Grenzlinien hervor, in Bezug auf den konkreten Prozess am 2. Juni und verteidigte seine Forderungen: Sofortige Beendigung der fortlaufenden Verfolgung von Totalverweigerung; Aufhebung der Geldbußen (jedes mal 6,000 Euro); Abschaffung des Kriegsdienstes; ein Ende der Verfolgungen.

Wenn sich eine breite Front bildet, um sich für das einzusetzen, was jedes Mal im Kampf auf dem Spiel steht, vervielfacht sich unsere Kraft. Bereits vor dem Gerichtstermin am 2. Juni hat die Solidaritätsmobilisierung verdeutlicht, dass das, worum es geht, kein individueller Fall von Repression wäre, sondern die Verstärkung der Repression von Totalverweigerung des Militärdienst insgesamt. Die Antwort von mehreren Kollektiven auf diesen Aktionsaufruf ist sogar von größerer Bedeutung, wenn die erhobenen Vorbehalte und Einwände bezüglich taktischer oder organisatorischer Fragen berücksichtigt werden. Obwohl sie von verschiedenen politischen Interpretation der derzeitigen Realitäten hervorgebracht wurden oder verschiedene „Philosophien“ zu Grunde liegen, stehen sie dennoch unserem gemeinsamen Kampf nicht im Wege.

Kurz vor der Verhandlung am 2. Juni liefen GefährtInnen der Solidaritätsversammlung und solidarische Menschen von der nächstgelegenen Metrostation zum Militärgericht und kamen dort indem Moment an, als jemand anti-militaristische Parolen rief. Bei Ankunft war die geplante Versammlung bereits im Gange. Als das Verfahren beendet war, riefen die GefährtInnen Parolen. Im Anschluss formierte sich aus der Versammlung heraus eine Demonstration und das Wachhaus des Militärgerichts wurde mit Farbbeuteln beworfen.

Zu Beginn der Verhandlung hat der Totalverweigerer erklärt, dass obwohl die Anklage gegen ihn nicht juristisch begründet werden kann, er sich wünscht, dass sie weiter läuft. Er forderte den Präsedenzfall zur Abschaffung der konsekutiven Verfolgung von allen Kriegsdienstverweigern. Die Militärrichter verkündeten sofort die Verschiebung der Verhandlung. Der Gefährte bestand darauf, dass er die Aufschiebung verweigert. Wenn er sie gewünscht hätte, würde er selbst darum gebeten haben. Ebenso hätte er sich selbst von der Bestrafung und Geldstrafe durch Aussetzung des Kampfes für Totalverweigerung befreien können.

Ungeachtet davon, entschied das Gericht die unbestimmte Verschiebung der Verhandlung, um auf diesem Wege die politische Entscheidung eines taktischen Rückzug des Staates gegenüber der anti-militaristischen Bewegung zu vollziehen. Dabei wurde sich auf eine neue Vorschrift berufen.

Die Verhandlung wurde bis mindestens Ende 2017 unterbrochen, was das Zeitlimit der bestehenden Regelung ist. Außerdem enthält die Entscheidung des Militärgerichts keinen anderen Verweis neben dieser Verordnung, wodurch alle betroffen sind die nicht zum Militärdienst erscheinen. Es wurde kein Bezug auf die Besonderheiten des Falls des konkreten Totalverweigerers oder zu irgendwelchen begleitenden Faktoren genommen. Deshalb ist die Verschiebung aus diesen Gründen ein Präsendenzfall für alle, die aufgrund von Militärdienstverweigerung angeklagt sind.

Diese besondere Regelung (Artikel 12, § 1, 2, 3 eines Gesetzentwurfs, ab dem 28. Januar 2016 geltende RechtsprechungI) spiegelt die taktischen Schritte der links-nationalistischen Regierung wider (bis zum 2. Juni). Die neue Bestimmung lässt den Status Quo, bezüglich fortlaufender Verfolgung in Form von steigernde Geldbußen, unverändert Weiterhin führt es ein Element von Erpressung ein: Die Bestimmung befreit alle, die sich bis Ende 2017 einberufen lassen von jeglicher administrativer und finanzieller Strafe. Das ist im Wesentlichen die Karotte am Ende des Stöckchens, die sehr verlockend sein kann, so lang die die Peitsche militärischer Repression weiterhin in Monaten rechnet und tausende Euros von Gebühren bedeutet. Die nationalen Ziele dieser Gesetzgebung sind klar: Die weit verbreitete Weigerung zu dienen, die die Macht des Militärs und den nationalen Geist untergräbt, einzugrenzen. Die Zahl der Wehrpflichtigen soll erhöht werden, wenn das auch mit dem Preis verringerter Erträge aus Geldbußen erkauft wird.

Während der Totalverweigerer deutlich ausdrückte, das es keine Chance gibt, dass er sich jetzt oder in Zukunft einberufen lässt, bestanden die Militärrichter darauf, sich auf diese Verordnung zu berufen, als eine Möglichkeit für den Angeklagten, die sie anbieten sollten damit alle Verhandlungen zur Wehrdienstverweigerung verschoben werden! Ihre Irrationalität ist hier offensichtlich. Obwohl behauptet wird, dass ihr Ziel des Einlenkens im Sinne des Totalverweigeres ist, schwächen sie ihre Köder offensichtlich. Ein weiterer Schuldspruch wäre ein Extramotiv für jemanden, der Einberufung Folge zu leisten. Sicherlich nicht für den Totalverweigerer vor Gericht am 2. Juni. Diese Entscheidung gilt aber für alle Einberufungsflüchtige. Dieses Militärgericht begrenzt die Effiziens der Verordnung. In Einzelfällen kann Nachsicht aus Gründen erklärt werden einen Angeklagten zu ermutigen, sich zu fügen. Hingegen, ist die Entschärfung repressiver Mittel, mit resoluten Kämpfern konfrontiert, ein Zurückweichen von Seiten des Staates.

Wenn der Staat ausweicht oder sich von einem Kampf zurückzieht, macht er das mit der Absicht, um uns am Ende auf unserem Weg zu schwächen, weniger organisiert zu agieren und unsere Anzahl zu verkleinern. Diese Verschiebung war dennoch ein unbedeutendes Manöver. Es ist Vermächtnis für die ganze anti-militaristische Bewegung. Alle Verhandlungen von Einberufungsflüchtlingen und besonders von Totalverweigern, wo der Kampf mit dem Militarismus konzentriert ist, befinden sich für die nächsten anderthalb Jahre in Wartestellung. Der Staat erkennt hinter der Haltung vom Gefährten Dimitris Chatzivasileiadis und der Solidaritätsbewegung eine ernsthafte Gefahr. Er erkennt eine unterstützte anarchistische Bewegung und eine Barrikade, die sich verbreitern kann.

Der Waffenstillstand ist einseitig und temporär. Die repressive Waffenarsenal des Staates ist trotzdem nicht gezügelt, seitdem der Staat dem Dilemma ausgewichen ist, das am 2. Juli aufgeworfen wurde. Außerdem sind die Bußgelder immer noch in Kraft. Ob die Taktik des Staates, die zur Entscheidung des 2. Juni geführt hat, die Summe seiner repressiven Werkzeuge einbezieht, indem fortlaufende Einberufungsbefehle gestoppt werden, die Verfolgung und die Verhängung von Geldbußen eingestellt werden, oder ob es bei minimalen Zugeständnissen, der Verschiebung der Verhandlungen bleiben wird, hängt von unserer kollektiven Wachsamkeit ab.

Dieser taktische Rückzug, mit allen von uns beschriebenen Charakteristiken, zielt darauf ab den Kampf für totale Kriegsdienstverweigerung zu schwächen, damit die Armee reibungslos ihrer schmutzige Arbeite angehen kann. Wir befinden uns in einer Zeit, wo die Armee eine vielfältige und aktive Rolle der Repression übernehmen soll, z.B. in der Ökonomie, im sozio-politischen Feld auf europäischer Ebene, mit dem Vorwand des Ausnahmezustands begründet (wie Bombenanschläge, die es in europäischen Städten gegeben hat) und die bei MigrantInnen, die vor Krieg und Armut fliehend, sich zwischen kapitalistischen Zentren bewegen.

Die Armee als Herrschaftsmechanismus für die Steuerung der Massen, für die Repression unserer Revolten, für die Plünderung neuer Territorien und der Kontrolle des Landes, ist struktureller Bestandteil aller Staaten. Die Praktiken und Methoden des Militärs gegen den „äußeren Feind“ mit dem wesentlichen Ziel Klassen und sozialen Widerstand zu zügeln. Weil sie auf Alle abzielen, die gegen die Interessen der Herrschenden kämpfen oder die überflüssig sind für die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes (Militärische Führung der Massenmigration) Den Staat zu bekämpfen, bringt es mit sich kämpferisch gegen Militarismus zu erheben, der die Unterdrückung des gesamten sozialen Lebens nach militärischen Strukturen und Zielen fördert .

Wir wenden uns kämpferisch und unnachgiebig gegen Militarismus, nicht aus einer abstrakten Anti-Kriegs Position, sondern von einer Position, die sich Krieg gegen Herrschaft und Ausbeutung anschließt. Totalverweigerung des Kriegsdienstes stellt die Geltendmachung der individuellen Fähigkeit dar, bewusst und frei über das eigene Leben zu bestimmen. Noch wichtiger stellt sie die Verweigerung des staatlichen Gewaltmonopols dar. Genauer gesagt entwaffnet Totalverweigerung die staatlichen repressiven und konter-revolutionären Mechanismen. Gleichzeitig bricht das Gewaltmonopol des Staates, wenn die Unterdrückten sich selbst bewaffnen und ihre Herren und die militärischen Institutionen und Mechanismen angreifen

Für all die genannten Gründe, kämpfen wir für eine anti-militaristische Bewegung, Teil einer breiten, vielfältigen revolutionären Handlungsweise, die über Erklärungen hinausgeht. Für die Beseitigung des ausbeuterischen Systems, das die staatlichen Armeen, SöldnerInnen erfordert und aufrechterhält oder anders, in seiner Gesamtheit.

DER KAMPF GEGEN STAATEN, IHRE ARMEEN UND GRENZEN GEHT WEITER

LASST UNS JEDEN DIENST UND ZUSAMMENARBEIT MIT DEM MÖRDERISCHEN MECHANISMUS DES STAATES ZERSCHLAGEN

NICHT EINE STUNDE IN DER ARMEE

SOLIDARITÄT MIT TOTALVERWEIGERERN

Solidaritätsversammlung für den totalen Kriegsdiensverweigerer Dimitris Chatzivasileiadis

auf Englisch

Koridallos Gefängnis, Athen: Zusammenfassung der Strafen im Fall des Fluchtplans der Verschwörung der Feuerzellen

HammerHandAm 8. Juli 2016 hat das Gericht des Koridallos Gefängnisses, (mit der Vorsitzenden Spezialrichterin Asimina Yfanti) alle Mitglieder der anarchistischen Organisation Verschwörung der Feuerzellen schuldig gesprochen. Sie wurden beschuldigt einen Sprengsatz am Finanzamt von Koradillos platziert zu haben, eine Paketbombe an die Polizeistation in Itea geschickt (als Vergeltung für den Mord and dem Insassen Ilir Kareli durch Gefängniswärter); eine Briefbombe an die Adresse von Dimitris Mokkas (spezieller Berufungsrichter gegen Terrorismus) gesendet; den bewaffneten Ausbruch aus dem Koridallos Gefängnis geplant  (sogenanntes “Gorgopotamos Projekt ”); und Schusswaffen, Sprengstoffe und Panzerabwehr-RPGs zum Zweck der Störung des “sozialen, ökonomischen und politischen Leben des Landes“ besessen zu haben. Zudem, in Bezug auf diese Anklagepunkte, wurden sie aufgrund „Führung einer terroristischen Organisation“ und Aufstachelung (moralische Anstiftung) für vier versuchte Tötungsdelikte verurteilt.

Während der Strafverkündung gab es eine starke Präsenz von solidarischen GefährtInnen, die ihre Solidarität, mit den AnarchistInnen sowie den in der Feuerzellen-Fluchtplan Verhandlung mitangeklagten würdigen Personen, Ausdruck verliehen.  Es gab auch starke Polizeipräsenz (eine Einheit der Bereitschaftspolizei inclusive)

MitgliederInnen der Feuerzellen:

Die zehn anarchistischen Verschwörung der Feuerzellen-Gefangenen Gerasimos Tsakalos, Christos Tsakalos, Giorgos Polidoros, Olga Ekonomidou, Theofilos Mavropoulos, Panagiotis Argirou, Giorgos Nikolopoulos, Michalis Nikolopoulos, Damiano Bolano, Haris Hadjimihelakis wurden zu jeweils 115 Jahren Gefängnis verurteilt.

Gefährtin Angeliki Spyropoulou:

Die Gefährtin Angeliki Spyropoulou wurde zu 28 Jahren Gefängnis verurteilt

Angehörige der Mitglieder der Verschwörung der Feuerzellen:

Athena Tsakalou (die Mutter von den Mitgliedern der Verschwörung der Feuerzellen Tsakalos and Christos Tsakalos) und Evi Statiri (die Partnerin von Gerasimos Tsakalos) wurden aufgrund einer Mehrheitsmeinung freigesprochen (anstatt eines einstimmigen Urteils).

Jedoch wurde Christos Polidoros (der Bruder des Mitglieds der Verschwörung der FeuerzellenGiorgos Polidoros) wegen „Mitgliedschaft in der terroristischen Organisation „Verschwörung der Feuerzellen“ verurteilt und erhielt eine sechsjährige Bewährungsstrafe.

Weitere  Freiheitsstrafen & und einige Freisprüche:

Christos Rodopoulos (Spitzname “Iasonas”, der ihm von den Behörden verliehen wurde), der alle Vorwürfe zurückgewiesen hat, wurde zu 75 Jahren Gefängnis verurteilt.

Christodoulos Xiros (als 17N Mitglied beschuldigt) wurde zu 65 Jahren Gefängis verurteilt.

Vier andere Angeklagte wurden verurteilt wegen angeblicher Mitgliedschaft in der Organisation und zu jeweils 27-28 Jahren im Gefängnis verurteilt.

Fabio Dusko wurde zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt.

Vier weitere Angeklagte wurden von der Mitgliedschaft in der Organisation freigesprochen, sie erhielten aber 6 Jahre Bewährungsstrafen.

Zwei andere Angeklagte wurden aufgrund von Ordnungswidrigkeitsvergehen schuldig gesprochen, zwei weitere freigesprochen.

auf Englisch

USA: Aufruf für einen Solidaritätstag mit Sacramento, Sonntag 10. Juli

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Solidarität mit antifaschistischen KämpferInnen / Am 26. Juni kamen in Sacramento Hunderte AntifaschistInnen zusammen, um eine geplante Nazi-Demo zu verhindern und alle zu verjagen, die es wagten, ihre Gesichter zu zeigen. Jedoch verletzte sich einige AntifaschistInnen im Handgemenge und brauchen eure Hilfe. Bitte unterstützt sie hier: rally.org/June26th

Was am Sonntag, den 26. Juni 2016 stattgefunden hat, war ein Großmarsch weißer RassistInnen gegen das, was sie als Antifa-Bedrohung von „Glauben, Familie und Volk“ erachten. Die „ The Traditionalist Workers Party (Traditinale Arbeiterpartei) , Golden State Skins und Ku Klux Klan veranstalten eine Kundgebung auf den Treppen vom West Capitol in der Innenstadt Sacramentos.

Sie schafften es nie auf die Treppen, denn innerhalb von Sekunden wurden sie beim Betreten des Geländes von einer großen Menge AntifaschistInnen verjagt. Über 300 AntifaschistInnen und AntirassistInnen sind Stunden vor dem geplanten Marsch zusammen gekommen, um zu versuchen ihn zu verhindern. Als etwa 20 weiße RassitInnen, mit Schildern und Symbolen der TWP geschmückt, versuchten auf die Treppe zu gelangen, wurden sie mit Steinen, Flaschen, Messern, Keulen, Pfefferspray und allem, was die Antifa in ihre Hände bekommen konnte, angegriffen. Sie wurden durch Häuserblöcke gejagt und als eine Gruppe in einem wartenden Auto flüchten wollte, wurden dort alle Fenster eingeworfen.

Am Ende war es nicht nur das weiße Rassisten-Blut, das den Boden bespritzte. Mehrere Antifa-GefährtInnen wurden auch niedergestochen, erhielten Messerwunden und erlitten ernsthafte Verletzungen. Später, wird der Führer der TWP das Blut, das aus den Brustkörben unsere Freunde floss einen „Sieg“ für ihn und seinen Bonehead-Brüdern nennen.

Boneheads, wie die TWP und GSS sind die offensichtlichste und ausdrücklichste Erscheinungsform weißen Rassismus. Die Polizei, die Medien und zahlreiche andere Institutionen halten die weiße Vorherrschaft in unseren alltäglichen Leben aufrecht. Am 26., kämpften AntifaschistInnen ebenso gegen die Polizei und die Medien und nicht nur gegen die expliziten RassistInnen auf der Straße. Da immer mehr Vorkommnisse vorkommen, spezifische Gruppen von weißen RassistInnen stören, denken wir, dass es wichtig ist daran zu erinnern, dass der Kampf gegen weißer Vorherrschaft sich nicht nur um spezifischen Gruppe oder politischen KanidatInnen drehen sollte. Der Kampf gegen organisierte weiße rassistische Gruppen kann nicht vom umfangreicheren Kampf gegen die Art und Weise, getrennt werden, auf die weißer Rassismus, Patriarchat, Homophobia und Transphobia alltägliche Herrschaftsrealität konstruiert. Wir wollen alle feiern, die die Strukturen angegriffen haben und dass Bereiche von Revolte über Momente wie die Kundgebung vom Sonntag hinausgehen. .

Dieses ist ein Aufruf für einen Solidaritätstag für alle, die ihre Leben und Körper riskierten, um am 26. Juni weiße RassistInnen auf den Straße von Sacramento entgegenzutreten. Solidarität bedeutet vielerlei und kann auf viele Arten ausgedrückt werden. Demos, Angriffe, Schreiben von Briefen, Geldsammlungen für Arztkosten, Aufhängen von Transparenten und mehr sind an diesem Tag gewünscht. Stellt nur sicher, Fotos aufzunehmen oder Berichte zu schreiben und sendet sie an itsgoingdown.org, anarchistnews.org oder eure lokale anarchistische Nachrichtenquelle.

Während unsere GefährtInnen sich im Krankenhaus erholen, lasst uns ihnen zeigen, dass wir an sie denken und weiter weißen Rassismus, bekämpfen, dort wo er existent ist.

Information über Möglichkeiten Geld zu spenden und andere Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr auf: rally.org/June26th

auf Englisch

Bloomington, Indiana: Krach-Demo

anarchyflowerIn der Nacht des 4. Juli hatte eine kleine Personengruppe eine Krach-Demonstration vor dem lokalen Gefängnis. Wir riefen denen zu, die gefangen gehalten werden, enzündeten Feuerwerk und Rauchbomben und verstreuten hunderte Flyer.

Es macht keinen Sinn zu warten, bis wir genug Leute sind, bis die Zeit richtig ist- sonst wartest du bis in alle Ewigkeit.

Kleine, bescheidene Aktionen sind die notwendige Grundlage für Revolte. Du benötigst keine große Mengen, um sinvolle Dinge zu tun.

Text auf dem Fyler:

FREIHEIT JETZT

FEUER JEDER GEFÄNGNSZELLE UND GRENZMAUER!
TOD DEM STAAT!

Solidarität mit allen, die hinter Gefängnismauer im Aufruhr sind.
Solidarität mit dem anarchistischen Gefangenen Eric King.
Gefängnisse können die Anarchie nicht aufhalten.
Krieg gegen Macht.

auf Griechisch / auf Englisch

Niederlande: Gefährtin in Amsterdam verhaftet, die beschuldigt wird an dem Banküberfall in Aachen im Jahr 2014 beteiligt gewesen zu sein

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Solidarität mit den anarchistischen Beschuldigten für Bankenteignung in Aachen, Deutschland

Am Morgen des 6. Juli wurde in Amsterdam unsere anarchistische Gefährtin von einem Einsatzkommando festgenommen.

Es besteht ein Zusammenhang mit der Strafverfolgung eines Banküberfalls in Aachen im Jahre 2014.

Wir rufen weiter zur Solidarität auf. Wir sind verdammt wütend. Für weitere Informationen über diese repressive Story auf niederländisch, englisch und deutsch: solidariteit.noblogs.org

auf Englisch

Rigaer Straße 94: Unsere Strategie gegen ihre Niedertracht – für einen schwarzen Juli

Aus dem Umfeld der Rigaer Str. 94 gibt es den Vorschlag, den Konflikt in den nächsten Wochen zu intensivieren d.h. vermehrte Aktionen und Ausweitung des Konflikts über Längergrenzen hinaus.

Zeigen wir, dass Wohnraum Risikokapital sein kann! Wendet eure Wut gegen die Verantworlichen der Gentrifizierung!

Wendet euren Hass gegen die Büttel des Staates! Greift die Profiteure der herrschenden Logik an!

Erlaubt ist das, was ihr euch rausnehmt!

Für einen Schwarzen Juli.

Kommt zur Demo am 9. Juli nach Berlin!

Exarchia: Info-Veranstaltung mit einer Gefährtin aus London – Polytechnio Athen 07/07

07.07.ldn_London: Widerstand gegen Immigrationsrazzien & Perspektiven von Rebellion

DISKUSSION | Donnerstag 7. Juli um 20:00, Gini Gebäude

Polytechnio Athen  (Eingang Stournari Str.), Exarchia

Themistokleous 58 Squat
& anarchistische Gegeninformationsseiten Rabble LDN und Contra info

Den Haag (Niederlande): Solidarität mit der am 13. April verhafteten Anarchistin

1_162_15Am 30 Juni haben wir Solidaritätsaktionen für unsere GefährtIn durchgeführt, die sich in Isolisationshaft in Spanien befindet. Ihr wird die Beteiligung an einer Enteignung in einer Bank in Aachen, vor zwei Jahren vorgeworfen. Sie wartet auf ihre Auslieferung nach Deutschland, die voraussichtlich diese Woche geschehen wird.

Aus Solidarität sprühten wir die Texte „Freiheit für unsere Spanische Gefährtin“ an eine Dienststelle der Spanischen Botschaft in Den Haag und verklebten die Schlösser. Am Morgen wurde während der Rush Hour ein Transparent über die Autobahn mit dem Text gehängt: „Brennt alle Gefängnisse ab. Freiheit für unsere spanische Gefährtin“

Uns interessiert nicht, ob die Gefährtin tatsächlich verantwortlich für den Banküberfall ist oder nicht. Enteignung ist eine ethisch begründete und politisch legitimierte Praxis, eine Methode des Kampfes, der Teil der Geschichte aller revolutionären Bewegungen ist.

Ungeachtet der ständigen Versuche der Macht diese Methode auf ein „gewöhnliches Verbrechen“ mit dem Motiv „persönliche Gier“ zu reduzieren“ ist Faktum, dass Enteignung von Orten von Kapitalanhäufung eine Konstante in unserer Geschichte darstellt: Von den anarchosyndikalistischen Gruppen im frühen 20. Jahrhundert, die Banken überfielen, um Streiks zu unterstützen oder den Familien inhaftierte GefährtInnen zu helfen, bis zu den verschiedenen Autonomen Gruppen der 70er und 80er Jahre.

Wir rufen zu Solidaritätsaktionen für die inhaftierte Gefährtin auf. Sofortige Freilassung für die Gefährtin.

Brennt alle Gefängnisse ab!
In Solidarität, einige AnarchistInnen

auf Englisch

Auch in Amsterdam gab es eine Solidaritätsaktion.

Es wurden zwei Transparente an den Seiten der Brücke im Vondelpark, auf der Höhe der Eerste Constantijn Huygenstraat, aufgehängt. Nachdem die Transparente aufgehängt waren, wurden außerdem Flugblätter mit Botschaften wie: „Zerstört alle Gefängnisse und die Welt, die diese braucht, bis wir alle frei sind“, usw in die Luft geworfen.
Auf der Rückseite der Flugblätter befand sich die Adresse der Webseite, auf der über den Fall und der Solidarität dazu informiert wird.

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