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Contra Info: Übersetzungsnetzwerk für Gegeninformation

Contra Info ist ein internationales, multilinguales Netzwerk für Gegeninformation und Übersetzungen, eine Infrastruktur, die von AnarchistInnen, Anti-Autoritären und Libertären unterhalten wird, die in den verschiedensten Teilen der Welt aktiv sind. Lies weiter »

Palencia, Spanischer Staat: 1. Jahrestages des selbstverwalteten Gemeinschaftsraumes A Huebra

1. Jahrestag

Selbstverwalteter Gemeinschaftsraum

A Huebra

Palencia, Samstag, den 29. September

12:00 Vortrag

“Die Wahrheit über den Fall Alsasua” Kollektiv der Angehörigen der Beschuligten

Ab 14.00  und während des Mittagsessens, Konzert

Maria Flames + Lúa und Revolución En Cada Nota

15:00 vegane Paella

17:00 Vortrag: Belastung durch Elektrosmog

19:00 Populärer Fußball: Ein anderer Fußball ist möglich (In Verantwortung von Palentinaekos)

-Es gibt während des Tages Platz für Distris und einen Flohmarkt-

auf spanisch

Zagreb, Kroatien: Das Soziale Zentrum BEK ruft zur Unterstützung auf

erhalten am 22.9.18

Viele Grüße,

Wir sind das BEK Kollektiv, das das Soziale Zentrum ins Leben gerufen hat, welches diesen Frühling in Zagreb, Kroatien, eröffnet wurde. Es basiert auf eine nicht-hierarchische Struktur und unsere Handlungen sind inspiriert durch die Idee des Anarchismus.

Unser gesamtes Programm ist frei (auf der Grundlage von Spenden) und unser Ziel ist es, alle Leute der Gemeinde einzubeziehen, die sich beteiligen möchen, damit wir unser Squat wirklich zu einem Sozialen Zentrum werden lassen, offen für alle, die kommen und Teil von ihm sind!

Das Gebäude, indem wir sind, wurde 1950 gebaut und bis vor kurzem, war es ein Ausbildungszentrum für blinde und visuell beeinträchtigte Kinder. Im März 2015 wurden lang erforderliche Renovierungsarbeiten vorgenommen und es wurde auf Dauer als Ausbildungsinstution geschlossen. Die Regierung hat keine angemessenen Lösungen für ein neues Gebäude zur Verfügung gestellt, das die Bedürfnisse der Kinder befriedigen oder den weiteren Verfall des geschlossenen Gebäudes verhindern könnte.

Jetzt haben wir die Chance eine offenen Raum für Leute und Tiere zu schaffen, aber das Gebäude benötigt eine Menge an Arbeit, Materialien und Zeit. Um das notwendige Geld zu sammeln, haben wir eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, wofür wir eure Unterstützung benötigen.

Falls ihr denkt, diese Idee und dieses Projekt ist es wert, unterstützt zu werden, wären wir sehr dankbar, wenn ihr unsere Kampagne auf jede Art helfen könntet, wie die Infos über sie und über unser Projekt zu verbreiten, zu spenden und mit Freund*innen, Familie, Kolleg*innen, Tieren, Pflanzen usw. 🙂 über uns zu sprechen.

Solidarisch,

BEK Kollektiv für freie soziale und kulturelle Aktivitäten

Link zum Crowdfunding

auf englisch

USA: Die Ausgabe 1 der Fire Ant – Anarchistische Gefangenen-Solidarität- ist erschienen

Die  Fire Ant (Feuerameise) ist eine englischsprachige neue Publikation,  mit dem Schwerpunkt das Wort anarchistischer Gefangener zu verbreiten und materielle Solidarität für unsere inhaftierten Gefährt*innen zu erzeugen. Begonnen, als eine Zusammenarbeit zwischen anarchistischen Gefangenen und Anarchist*innen in Maine, bemüht sich die Fire Aint darum, materielle Unterstützung für anarchistische Gefangene aufzubringen,   bei gleichzeitiger  Förderung der Kommunikation zwischen Anarchist*innen auf beiden Seiten der Mauern.

Ausgabe  #1 beinhaltet Texte von Michael Kimble, Jennifer Gann, Eric King und Sean Swain sowie ein Text aus Solidarität mit Marius Mason.

Wenn ihr die Fire Ant und weitere solidarische Bemühungen für anarchistische Gefangene unterstützen wollt, druckt bitte diese Publikation aus und verteilt sie oder spendet an den Bloomington ABC’s Anarchist Prisoner War Fund.

Das  Fire-Ant-Kollektiv kann unter folgender Adresse kontaktiert werden:

Fire Ant
PO Box 164
Harmony, ME 04942
USA

[PDF zum  Ausdrucken l [PDF zum Lesen]

https://bloomingtonabc.noblogs.org/ 

auf englisch  l portugiesisch

Hambacher Wald: Zwei aus dem Wald geräumte Anarchist*innen befinden sich derzeit in Untersuchungshaft

Köln, 19. September 2018.

Seit zwei Wochen wird die Besetzung des Hambacher “Forstes” bei Köln durch RWE mit Hilfe eines Großaufgebotes der Polizei NRW und anderer Bundesländer geräumt. Seit Sonntag, den 16. September befinden sich zwei weitere Personen in Untersuchungshaft. Damit befinden sich insgesamt fünf Aktivist*innen in Untersuchungshaft.

Die Polizei verhaftete die zwei weiterhin den Behörden gegenüber namentlich nicht bekannten Anarchist*innen “Winter” und “Jazzy” bereits am Samstag. Sie sollen sich in einem Baumhaus im Waldcamp “Norden” gemeinsam fest gekettet haben. Damit erfüllen sie aus Sicht der zuständigen Staatsanwaltschaft Aachen und der Haftrichterin des Amtsgerichtes Düren den gemeinschaftlich begangenen Tatbestand “Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im besonders schweren Fall” nach §113 Abs. 2 StGB.

Aufgrund einer bewegenden Ansprache direkt nach der Festnahme, ist die Inhaftierte Winter bereits medial bekannt. „Die denken wahrscheinlich sie hätten gewonnen, aber sie können nicht gewinnen, weil sie den Wald genauso brauchen wie wir. Sie können diesen Kampf hier auch nicht gewinnen, weil da draußen so viele Menschen hinter uns stehen. Und das einfach nicht verstehen, dass wir nicht für uns kämpfen, sondern für uns alle.”, so Winter bei der Festnahme.

Für diesen Vorwurf in Untersuchungshaft zu landen ist nur durch die Gesetzesänderung im StGB von Ende Mai 2017 möglich, welche die Mindeststrafe für gemeinschaftlichen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte auf 6 Monate verschärfte. Weiterhin sei hier auf ein Urteil des OLG Stuttgart zum Stuttgart 21 Protest verwiesen, nach welchem das einfache Festketten “in Erwartung eines bevorstehenden Polizeieinsatzes” bereits als Widerstand mit Gewalt gewertet wird. Beides sind Strafrechtsverschärfungen, die vor allem gegen linke Aktivist*innen eingesetzt werden

Den Beschuldigten wurde der Kontakt zu ihrem Anwalt über drei Tage nicht ermöglicht – inkl. bei der Haftrichtervorführung. Jazzy sagte, sie hätte jederzeit vehement nach ihrem Rechtsanwalt verlangt und auf ihr Recht auf Hinzuziehung eines Verteidigers bestanden. Winter äußerte sich in ihrer Ansprache eindrücklich zur Nichtangabe ihrer Personalien: „Sie werden nie verstehen, wie das ist, mit Menschen zusammen zu leben, denen es scheißegal ist, wie du heißt“.

Das Anarchist Black Cross in seiner Rolle der Gefangenenunterstützung rät ebenfalls hierzu: „Kein Mensch muss an seiner eigenen Strafverfolgung mitwirken. Vor dieser Gefahr bewahrt uns unter Anderem der §136 StPO und gibt das elementare Recht, keine Angaben zu Personalien machen zu müssen, auch wenn dies von den Gerichten häufig missbräuchlich verdreht oder vergessen wird. Wir bitten allen den Inhaftierten nahestehenden Personen dazu, Winters Wunsch zu akzeptieren und zu unterstützten.“

Weitere Informationen über die Hambacher Forst Gefangenen unter: abcrhineland.blackblogs.org

auf englisch  l portugiesisch

Hamburg: Tag 29 des Berufungsverfahren von Peike

Auch wenn Peike inzwischen  nicht mehr im Gefängnis sitzt, ist das ganze Prozessverfahren erneuter Beleg für die Farce einer demokratischen Justiz. Interessierte und Betroffener werden es auch wieder am 29. Tag des Widerspruchsverfahrens im Amtsgericht -Mitte in Hamburg erleben müssen.  Zeigt euch weiterhin solidarisch mit Peike!

Tag 29 – 1.Oktober  9:00-16:00

Amtsgericht Mitte

Sievekingplatz 3

Hamburg

London: Große, kämpferische antifaschistische Mobilisierung gegen eine Demonstration der DFLA am 13. Oktober

erhalten am 16.9.18

Eine Vereinigung verschiedener Gruppen, darunter Londoner Antifaschist*innen veröffentlichten einen Aufruf für eine gemeinsame Demonstration gegen die rechtsextreme “Democratic Football Lads Alliance (DFLA). Die Rechtsextremen haben sich dieses Jahr als wieder erstarkte Bedrohung erwiesen, indem sie im Juni in London zu einer Kundgebung 20.000 Anhänger*innen mobilisieren konnten und Gewerkschaftler*innen, People of Color und linke Buchläden angegriffen haben. Ungehindert gelassen, werden sie mit Sicherheit diese Attacken wiederholen.

Antifaschist*innen haben damit begonnen, dieser neuen Bedrohung etwas entgegenzusetzen.Im Juli kam ein militanter Block von ungefähr 500 Antifaschist*innen zusammen, um sich einer #FreeTommy Demonstration engegenzustellen. Überlegt euch, wie ihr euch in den kommenden Wochen bei der Bildung einer antifaschistischen Massenbewegung einbringen könnt. Wenn ihr außerhalb London seit, denkt über die Organisation der Anreise eurer Freund*innen und Gefährt*innen nach. Ein genauer Treffpunkt wird noch bekannt gegeben.

Kontakt: LDNANTIFASCISTS@RISEUP.NET
Verteidigt London gegen faschistische Gewalt!

Russland:Arman Sagynbayev: “Ich wurde vom FSB gefoltert”

Protest gegen den Penza-Petersburg “Terrorismus” Fall auf den Treppen der Zentrale des FBS in St. Petersburg, im Februar 2018

eingegangen am 10.9.18 auf englisch auf Contrainfo, übersetzt von ABC Wien

„Aus der Box kamen zwei Drähte“: Der im Penza-Petersburg „Terrorismus“ Fall verdächtigte Arman Sagynbayev berichtet von Folterungen des FSB [1] mit Elektroschocks im Minivan.

Antifaschist und Anarchist Arman Sagynbayev, der im Rahmen des Pensa-Petersburg „Terrorismus“ Falls verhaftet und in Untersuchungshaft genommen wurde, hat bis vor kurzem seine Schuld eingestanden. Am 04. September zog er sein Geständnis zurück und erklärte, dass er gefoltert wurde, um gegen sich selbst und andere in diesem Fall verhaftete junge Männer auszusagen und danach zu große Angst hatte, gegen die Ermittler des Falls vorzugehen. Sein Verteidiger hat ein Statement an den russischen Bundesuntersuchungsausschuss (Federal Investigative Committee) gesandt. Mediazona [2] hat Sagynbayevs Aussage, die er seinem Anwalt vorgelegt hat, veröffentlicht. Er berichtet darin, wie FSB-Agenten ihn nach seiner Festnahme in Petersburg folterten.

Im November 2017 haben Beamte des russischen FSB (Federal Security Service) illegale Ermittlungsmethoden (Folter) gegen mich angewandt. Die Umstände waren wie folgt.

Am 5. November 2017 etwa gegen 6 Uhr morgens klingelte es an einer Wohnung in […], St. Petersburg, in der ich mich gerade befand. Ich fragte, wer dort sei. Nachdem ich hörte, es sei der Nachbarschafts-Streifenbeamte (neighborhood beat cop), öffnete ich die Tür. Sobald ich die Tür öffnete, stürmten mindestens vier Männer in die Wohnung. Sie schrien mich an, sie seien vom FSB. Sie hielten mir eine Waffe (Pistole) vor das Gesicht, bevor sie mich an die Wand stellten und meine Hände hinter meinem Rücken Handschellen anlegten. Die Männer durchsuchten die Wohnung.

Als die Hausdurchsuchung beendet war, wurde ich in einen burgunderroten Minivan gebracht, der neben dem Haus der von mir angegebenen Adresse parkte. Ich kann die Marke und das Modell des Fahrzeugs nicht bestimmt benennen. Als ich im Fahrzeug war, wurde mir ein Stoffsack über den Kopf gezogen. Einer der Männer schlug mich auf Körper und Kopf, und verlangte, dass ich ihm erzähle, wo ich in St. Petersburg eigentlich wohne.

Durch den Stoff des Sacks über meinem Kopf konnte ich sehen, dass der Mann der mich schlug, dick war und blaue Augen hatte. Ich erkannte auch das Tattoo auf der Rückseite seiner linken Hand: „Für die Luftlandetruppen“ (for the Airborne Forces). Später hörte ich, wie ihn die anderen FSB-Offiziere […] nannten.

Unfähig, mich den Schlägen zu widersetzen, sagte ich ihnen, wo ich tatsächlich in St. Petersburg lebte: […]. Ich wurde zu dieser Adresse gebracht und die Männer führten eine Durchsuchung durch, ohne Durchsuchungsbeschluss und ohne offizielle Zeugen – wie vom russischen Gesetz vorgeschrieben.

Als die Durchsuchung abgeschlossen war, wurde ich wieder in den Minivan gebracht und der Sack über meinen Kopf gezogen. Irgendwann realisierte ich, dass wir St. Petersburg verließen, aber ich wusste nicht, wohin wir fuhren. Ich hatte einen Sack über meinem Kopf und war in Handschellen die gesamte Fahrt über.

Während der Fahrt bemerkte ich, dass der Mann mit dem Airborne Forces Tattoo, der mich angegriffen hatte, eine braune Box unter seinem Sitz hervorzog. Es gab zwei Schalter an den Seiten der Box. Ich kann nicht sagen, wofür die Schalter waren. Es ist möglich, dass darüber die Intensität des elektrischen Stroms eingestellt werden konnte. Aus der Box kamen zwei Drähte, die an meinen Daumen befestigt wurden. Sie sagten mir, sie würden prüfen, ob sie Strom haben oder nicht. Dann spürte ich einen quälenden Schmerz. Ich realisierte, dass sie mir Stromschläge verpassten. Währenddessen fragten mich die Männer im Fahrzeug verschiedene Fragen. Zum Beispiel sollte ich Leute identifizieren, die ich nicht kannte, und als ich sagte, ich kenne sie nicht, wurden mir Stromschläge verpasst.

Die Männer schlugen mich auch hart mit einem Gegenstand, der einem Tagesplaner ähnelte, auf den Kopf. Als sie merkten, dass ich die von ihnen benannte Person nicht identifizieren konnte, stellten sie mir andere Fragen, zum Beispiel wie man Sprengsätze herstellt und welche Teile dafür benötigt werden. Als meine Antworten sie nicht zufriedenstellten, schlugen sie mich auf den Kopf und setzten wieder Elektroschocks ein, bis ich ihnen sagte, was sie hören wollten. Sie sagten mir auch, würde ich nicht kooperieren, könnten sie mit mir und meinen Lieben tun, was auch immer sie wollen und sie würden damit durchkommen, da ich ein Terrorist sei. Sie sagten mir, sie könnten meine Freundin vergewaltigen („gang-bang“) […], ihre und meine Hände abschneiden und uns mit einem Lötkolben verbrennen.

Die Folter dauerte etwa vier Stunden – ich kann nicht genau sagen, wie lange es dauerte, da ich keine Möglichkeit hatte, auf die Uhr zu schauen und auch da ich große Schmerzen hatte.

Als ich in das Untersuchungsgefängnis Nr. 1 in Penza gebracht wurde, hatte ich Verbrennungen auf meiner Hand von den Elektroschocks, es kümmerte sich aber niemand um diese Verletzungen und auch die Ärzte haben dies bei der Untersuchung nicht dokumentiert. Seit ich im Untersuchungsgefängnis in Penza inhaftiert bin, gab es keine weiteren illegalen Aktionen – Schläge, Folter, etc. – gegen mich.

Aus Angst, um das Leben meiner nahen Angehörigen, aus Angst um das Leben von […] und meinem eigenen und meiner Gesundheit die sich durch eine ernste Erkrankung verschlechtert hat, sagte ich gegen [Dimitry] Pchelintsev und mich aus, wir hätten das sogenannte Network organisiert, was aber nicht stimmt.

Rechtsanwalt Timur Miftakhutdinov: Haben Sie die von ihnen beschriebenen Umstände und die unakzeptablen Ermittlungsmethoden dem öffentlichen Verteidiger und den Ermittlungsbeamten gemeldet?

Saginbayev: Ich habe Rechtsanwältin O. V. Rakhmanova alles erzählt und ihr auch die Verletzungen an meinen Händen durch die Elektroschocks gezeigt. Aber ich lehnte es ab, eine Erklärung zu dem Vorfall abzugeben, da ich immer noch um das Leben und die Sicherheit meiner Angehörigen und der Menschen, die ich liebe, fürchtete. Ich habe also der Rechtsanwältin verboten, von diesem Vorfall zu berichten und vor allem eine Beschwerde an die Staatsanwaltschaft und das Ermittlungskomitee zu schicken. Deshalb schrieb ich Ihnen im Februar 2018, ich wäre nicht gefoltert worden.

Miftakhutdinov: Welche Position möchten Sie nun in Bezug auf den Strafprozess einnehmen?

Saginbayev: Meine Position, die ich dem Ermittlungsbeamten mitteilte als ich verhört wurde, hat sich vorerst nicht geändert. Ich bitte sie, dabei zu bleiben.

Diese Aussage unter Eid wurde am 31. Mai 2018 durchgeführt. Seitdem hat Arman Saginbayev seine Haltung geändert. Am 04. September 2018 zog er sein Geständnis zurück und entschied, eine Klage wegen Folter einzureichen.

Der Penza-Petersburg „Terrorismus“ Fall

Das Strafverfahren gegen die sogenannte „terroristische Gemeinschaft“ Network wurde vom FSB im November 2017 eingeleitet. Im Laufe eines Monats wurden Yegor Zorin, Ilya Shakursky, Vasily Kuksov, Dmitry Pchelintsev und Andrei Chernov in Penza inhaftiert. Zwei Einwohner Penzas, Maxim Ivankin und Mikhail Kulkov, haben Russland verlassen und sind nun auf der Fahndungsliste.

Im Januar 2018 wurden Viktor Filinkov und Igor Shishkin in Petersburg im gleichen Fall inhaftiert. Am 11. April 2018 wurde Anklage gegen einen weiteren Petersburger, Yuli Boyarshinov, erhoben.

Die meisten der angeklagten jungen Männer sind Antifaschisten und Anarchisten und viele von ihnen teilen die Leidenschaft für das Spiel Airsoft [3]. Der FSB behauptet, alle verhafteten Männer gehören einer Untergrundorganisation namens „Network“ an, die angeblich geplant hätten „die Bevölkerung zur weiteren Destabilisierung der politischen Situation in Russland aufzurufen“ und eine bewaffnete Revolte durch Sprengstoffanschläge im März 2018 während der Präsidentenwahl und der FIFA-Weltmeisterschaft 2018 anzuzetteln. Angeblich hätte das Network Zellen in Moskau, Petersburg, Penza und Belarus.

Die Angehörigen der Angeklagten in Penza berichteten, dass Waffen in den Häusern und Autos der jungen Männer versteckt wurden, als diese inhaftiert waren, und später gefoltert wurden. Viktor Filinkov, Dmitry Pchelintsev und Ilya Shakursky haben detaillierte Berichte über ihre Folter durch den FSB vorgelegt. Ilya Kapustin, der als Zeuge freigelassen wurde, sprach auch davon, während einem Verhör durch den FSB Elektroschocks bekommen zu haben. Wie auch Filinkovs Frau Alexandra reiste Kapustin anschließend nach Finnland, wo er politisches Asyl beantragte.

Laut Pchelintsev und Shakursky wurden sie im Untergeschoss des Untersuchungsgefängnisses in Penza durch FSB-Beamten mit Elektroschocks gefoltert. Shishkin machte keine Aussage über Folter, obwohl Ärzte einen Bruch der unteren Wand seiner Augenhöhle sowie mehrere Prellungen und Abschürfungen feststellten. Mitglieder der Petersburger Untersuchungskommission bemerkten bei einem Besuch Shishkins in der Untersuchungshaft zahlreiche Spuren an seinem Körper, die wie elektrische Verbrennungen aussahen.

Das Untersuchungskomitee weigert sich ein Strafverfahren im Zusammenhang mit den Foltervorwürfen von Filink und Kapustin einzuleiten. Der leitende Ermittler entschied, der Taser sei in Filinkovs Fall zurecht eingesetzt worden und die Flecken auf Kapustins Körper seien durch Flohbisse und nicht durch elektrische Verbrennungen verursacht worden.

Valery Tokarev leitet das Team von Ermittlern in diesem Fall in Penza, während in Petersburg die Ermittlungen durch Gennady Belyaev geleitet werden.

Die Angehörigen der Angeklagten haben ein Unterstützungskomitee gebildet, bekannt als Eltern Network („Parents Network“).

Den Angeklagten wird laut russischem Strafgesetzbuch, Artikel 205, Absatz 4, 2 die Beteiligung an einer terroristischen Gemeinschaft, mit einem Strafmaß von fünf bis zehn Jahren, vorgeworfen.

[1] Der FSB ist der Inlandsgeheimdienst der Russischen Föderation. Die Übersetzung des russischen Namens bedeutet „Föderaler Dienst für Sicherheit der Russischen Föderation“

[2] Mediazona ist ein russisches Medienprojekt, das von Nadeshda Tolokonnikowa und Maria Aljochina – beide ehemalige Mitglieder der Punkband Pussy Riot – kurz nach deren Haftentlassung im Jahr 2014 ins Leben gerufen wurde. Aufgrund ihrer Erfahrungen während der Haft, in der sie nach eigenen Aussagen Missbrauch und unmenschlichen Bedingungen ausgesetzt waren, liegt der Fokus des Projektes auf dem Strafvollzugs- und Justizwesen in Russland.

[3] Airsoft ist ein taktisches Geländespiel, bei dem mit Softairwaffen (Druckluftwaffen) ausgerüstete Teams gegeneinander antreten.


Was kannst du tun, um die vom FSB gefolterten und inhaftierten Antifaschisten und Anarchisten in Penza und Petersburg zu unterstützen?

Spende Geld an das Anarchist Black Cross über PayPal (abc-msk@riseup.net). Achte darauf, dass als Verwendung „Rupression“ angegeben ist.

Verbreite Infos über den Network Fall, auch bekannt als Penza-Petersburg „Terrorismus“ Fall

Mehr dazu auf der Seite von ABC Wien

Mannheim: Buchvorstellung und Diskussion mit Lou Marin (Marseille)

erhalten am 12. August 2018

Im Kampf gegen die Tyrannei
Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in Syrien 2011-2013 und im Sudan 1983-1985

Donnerstag, 11.10.2018, 19:30 Uhr
Café Rost, Pflügersgrundstr. 16, Mannheim, Neckarstadt-West

Die Kriege im Mittleren Osten und in der afrikanischen Sahelzone treffen vor allem ZivilistInnen und zwingen Millionen zur Flucht. Viele Medien stellen als Handelnde nur die bewaffneten Militärs und Milizen dar, denen eine angeblich passive, ihnen ausgelieferte Bevölkerung gegenübersteht. Dieses Bild lässt zunehmend in Vergessenheit geraten, dass in den arabischen Aufständen 2011 Militärdiktaturen auf gewaltfreie Weise gestürzt oder ins Wanken gebracht worden sind.

Der erste Teil des Buches dokumentiert die syrische gewaltfreie Massenbewegung während der Jahre 2011 bis 2013. Die Texte der syrischen gewaltfreien RevolutionärInnen und Graswurzel-JournalistInnen schildern u.a. die Aktionen von Frauen, die zu Beginn der Massenproteste eine besondere Rolle gespielt haben. Beschrieben werden die Freien Frauen Darayyas, das Mazaya-Frauenzentrum oder die in der arabischen Welt bekannte Schauspielerin Fadwa Suleiman, die mit den Mitteln der Kunst gegen die Tyrannei des al-Assad-Regimes kämpfte. Erinnert wird außerdem an den Einfluss des Anarchisten Omar Aziz auf die entstehende Rätebewegung in Stadtteilen und Regionen Syriens sowie an Jawdat Said, den wichtigsten Theoretiker der Syrischen Bewegung für Gewaltfreiheit. Die Gründung der Freien Syrischen Armee (FSA), neue islamistische Tyranneien sowie Interventionskriege machten aus dem Traum der sozialen Revolution jedoch einen Albtraum.

Der zweite Teil des Buches informiert über die gewaltfreie Massenbewegung im Sudan von 1983 bis 1985. Sie wurde wesentlich durch den Sufi, Antikolonialisten und libertären Interpreten des Koran, Mahmud Taha, und seine Organisation Republikanische Brüder geprägt. Ihr gelang es, die Militärdiktatur an-Numairis, der seine Tyrannei als säkular-„sozialistischer” Putschist in der Tradition der jungen Offiziere von Nasser bis Gaddafi begründete, aber später als Verbündeter der Muslimbrüder die Scharia einführte, entscheidend zu schwächen. Taha wurde als „Ketzer” verurteilt und 1985 hingerichtet. Er hatte ein Konzept für ein föderalistisches System entwickelt, das den Krieg zwischen Nord- und Südsudan entschärft und den späteren Massenmord in Darfur möglicherweise verhindert hätte.

Literatur: Guillaume Gamblin, Pierre Sommermeyer, Lou Marin (Hg.)
Gewaltfrei-revolutionäre Massenbewegungen in arabischen und islamischen Gesellschaften:
der zivile Widerstand in Syrien 2011-2013 und die „Republikanischen Brüder” im Sudan 1983-1985
Verlag Graswurzelrevolution, Heidelberg 2018, 144 S., 13,90 Euro, ISBN: 978-3-939045-34-2

Lou Marin, geboren 1961, lebt als Journalist, Buchautor und Übersetzer seit 2001 in Marseille. Seit Ende der Siebzigerjahre ist er in gewaltfreien Aktionsgruppen im Rahmen der Anti-Atom-Bewegung aktiv. Er engagierte sich in der Friedensbewegung der Achtzigerjahre sowie in antimilitaristischen, antisexistischen und antirassistischen Initiativen der Neunzigerjahre. Seit 1980 ist Lou Marin Autor, Redaktionsmitglied (1984 bis 2001) und bis heute Mitherausgeber der gewaltfrei-anarchistischen Monatszeitung Graswurzelrevolution.

Die Buchvorstellung Im Kampf gegen die Tyrannei ist Teil einer Veranstaltungsreihe vor der
5. Anarchistischen Buchmesse Mannheim, die vom 10. bis 12. Mai 2019 im Jugendkulturzentrum forum stattfinden wird.

Veranstaltet von: Anarchistische Gruppe Mannheim

Deutschland/Salzburg: Brief von Thomas zum S20 Gipfel

erhalten am 17.9.2018

Solidarische und kämpferische Grüße nach Salzburg, hier aus dem süddeutschen Freiburg!

Auch im Knast wird der Protest gegen den Summit in Salzburg solidarisch verfolgt. Obwohl uns Gefangenen leider wenig mehr bleibt, als Euch kämpferische Grüße zu senden, denn vor Ort teilzunehmen ist uns verwehrt.

Proteste gegen solche Gipfelveranstaltungen werden immer mal wieder kritisch hinterfragt. Was bringt es denn, so heißt es, gegen den Gipfel auf die Strasse zu gehen?

Ich denke, auch Zeichen sind wichtig. Und der Protest in Salzburg ist ein solches Zeichen. Eines für einen bunten und lebendigen Widerstand gegen das neoliberale Regime des Kapitals. Ohne diesen Widerstand würde nämlich eine wichtige Stimme fehlen. Scheinbar widerspruchslos würden sich die Wirtschaftsbosse und Regierungsvertreter treffen können, um in den Hinterzimmern der Luxushotels und Konferenzräume ihre ausbeuterischen und unterdrückerischen Pläne detailliert erörtern zu können.

So aber, durch die Manifestationen und die Gegnerschaft auf den Strassen wird ein Zeichen des Widerstandes und auch der Feindschaft gesendet. An alle jene, welche die unterdrückerische Politik repräsentieren, vor allem aber an die konformistischen Massen. Verbunden mit der Idee, einige von ihnen dazu zu bewegen, aus der Masse auszutreten und sich den revoltierenden, den widerständigen Teilen anzuschließen!

In diesem Sinne wünsche ich Euch einen bunten, lauten, widerständigen und lebendigen Widerstand.

Kämpferische und solidarische Grüße hier aus dem Knast.

Thomas Meyer-Falk
-Langzeitgefangener seit 1996-

https://freedomforthomas.wordpress.com/

Salzburg: Angriffe auf BIG, Hypo und Finanzamt

erhalten am 18.9.2019

Wir haben in der Nacht von Sonntag auf Montag die BIG (Bundesimmobiliengesellschaft) mit Feuer und Farbe angegriffen. Sie sind verantwortlich für den Gefängnisbau in Puch. Wir haben die Hypobank mit Farbe angegriffen an. Sie ist das Symbol der
Schwarz/Blauen Korruptions- und Spekuationspolitik von ÖVP und FPÖ. Wir haben beim Finanzamt Scheiben eingeschlagen und es mit Stinkbomben angegriffen, weil wir den Staat angreifen.

In Salzburg am 16.September, weil die österreichische Regierung ein paar Tage später dort ein EU-Gipfeltreffen abhält um weitere Sicherheits- und Überwachungsmaßnahmen einzuführen die sich im speziellen gegen Migrant_innen richten. Wir scheißen auf die Demonstrationen dagegen, bei der die Teilnehmenden gefilmt, überwacht und kriminalisiert werden. Wir spielen nicht nach den
Spielregeln der Mächtigen.

Anarchist Black Cross Südwest gegründet!

Info am 20.9.18 erhalten, das ABC-Südwest findet ihr auch neu in der Linkliste auf dem deutschsprachigen Blog von Contrainfo

Hallo Welt.

Hier spricht das ABC-Südwest. Hiermit möchten wir uns als neu gegründete Anarchist Black Cross Gruppe (ABC) für den Raum Baden-Württemberg inkl. die angrenzenden Gebiete vorstellen. Ziele des ABC sind Solidarität mit Gefangenen und Betroffenen von Repression zu zeigen, Betroffene und solidarische Menschen zu vernetzen und Unterstützung anzubieten. Darunter fällt die solidarische Prozessbegleitung und -beobachtung, damit Fälle von Repression und Gewalt an die Öffentlichkeit gebracht werden und betroffene Menschen nicht alleine kämpfen müssen. In diesem Rahmen werden auf unserer Homepage regelmäßig Berichte zu aktuellen Prozessen veröffentlicht. Wir wollen eine Liste von Gefangenen in der Region erstellen, mit Euch Briefe an diese schreiben und Solidarität praktisch werden lassen.

Es geht auch darum, über die reine Berichterstattung hinauszugehen, und die Ursachen für Gefangenschaft und Repression zu kritisieren und anzugreifen, nämlich Staat, Grenzen, Polizeigewalt, Justiz und das Strafvollzugsystem.

Das ABC möchte Informationen, Austausch und Vernetzung zur Selbstverteidigung und Selbstermächtigung bieten. Die Website soll als Infoplattform dienen, wo ihr Texte und Berichte zur Veröffentlichung beitragen könnt, eine Linksammlung und weiteres Material wie Zines zu finden sind, und der Rahmen für generellen Erfahrungsaustausch geschaffen wird. Dadurch entsteht auf lange Sicht aus den gesammelten Inhalten ein Archiv, mit dessen Hilfe unter Anderem Entwicklungstendenzen der Repressionswege sowie ihre Gegenmaßnahmen nachvollziehbar werden. Um einen Überblick über die aktuell laufende Repression zu entwickeln, wollen wir eine Chronik der Repression und Solidarität erstellen. Dazu brauchen wir Eure Unterstützung, schickt uns (verschlüsselt) Infos zu Prozessen, Polizeiaktionen, Gefangenen, Soliaktionen und so weiter.

Ein weiterer wichtiger Punkt dabei ist die Dokumentation und Kritik der momentan immer weiter zunehmenden Militarisierung von Polizei, Staat und Konzerne, sowie gesteigerte Überwachungsmaßnahmen, legalisiert durch verschärfte Polizeigesetze, gerechtfertigt unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und unterstützt durch die Erschaffung von Feindbildern.

Wir wollen kein Anti-Rep Dienstleister sein, sondern mit Euch gemeinsam gegen Repression kämpfen. Das ABC Südwest versteht sich als horizontale, antiautoritäre Gruppe. Derzeit befinden wir uns noch im Aufbau und müssen uns erst mal selbst strukturieren, bevor wir uns weiteren Menschen öffnen. Schön wäre es sich lokal und international zu vernetzen. Daher freuen wir uns über Weiterverbreitung unserer Seite, Infos und Tipps, schaut auf unsere Seite, dort findet ihr im Download Bereich Poster zum selber drucken und verbreiten.

Spread the word!

Knäste zu Baulücken!

auf englisch

Hambacher Forst: Erklärung aus den Baumkronen nach den gestrigen Ereignissen (Do, 20. Sep 18)

Fotos von Steffen kurz vor dem tragischen Unfall

Statement einer Person aus dem Wald

In einer Geschichte unbarmherziger und brutaler Polizeieinsätze sahen sich die Besetzer*innen des von Hambacher Waldes gegen die ökologische Zerstörung und strukturelle Gewalt von RWE gezwungen, Zuflucht zu noch einfallsreicheren Methoden des gewaltlosen Widerstandes zu suchen, die oft ihre eigene Sicherheit gefährden.

Im Laufe der Jahre wurden viele von uns körperlich verletzt, strafrechtlich verfolgt verfolgt und ins Gefängnis gesteckt, weil sie das Leben im Hambacher Wald und darüber hinaus verteidigt hatten. Die Polizei hat uns unaufhörlich verfolgt (engl. „chased us down“, wörtl. etwa „niedergejagt“) – in diesem tödlichen Fall in tragisch wörtlichen Sinne.

Auch wenn kein direkter Zusammenhang zwischen Polizeiaktivitäten und Steffens tödlichem Sturz festgestellt werden kann, wurden während der laufenden Polizeioperation eine Reihe von lebensbedrohlichen Interventionen beobachtet, wie das Durchschneiden von Traversen mit Menschen darin und – Deutschland, was?! – die Emission von Kohlenmonoxid in einer unterirdischen Kammer.

Wie viele Knochenbrüche brauchen wir noch, wie viele Tote mehr, bis wir unsere Augen für die Realität der Polizeigewalt öffnen, für die Rolle der Polizei bei der Aufrechterhaltung der strukturellen Gewalt durch Massenzerstörer und für ihre institutionelle Funktion, die Interessen der Reichen zu Lasten der Unterdrückten zu schützen?

Der plötzliche Tod von Steffen hat unsere anfänglichen Beweggründe, hier zu sein, nicht verändert. So schamlos die Polizei auch vorgehen mag, die Hambacher Wald-Besatzung zu vertreiben, wir werden nicht zurückweichen, wir werden uns nicht ergeben – wir sind hier, und wenn wir müssen, werden wir zurückkommen.

Für den Wald und für Steffen

auf englisch

Aufruf für internationale Solidarität aus dem “Hambacher Forst”

Gegenwärtig findet ein umfangreicher Einsatz der Polizei im Hambacher Forst statt! Das Protestcamp, das gegen die Zerstörung von Land  und Klima  durch den Energiekonzern RWE kämpft, muss bis zum letzten Baum aufrechterhalten werden. Die Räumung der Besetzung kommt immer näher und der Kampf wird jetzt immer deutlicher.

Klimawandel endet nicht an den Grenzen und ebensowenig unsere Bewegung! Deshalb rufen wir zu Solidaritätsaktionen in ganz Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt auf.

Die Besetzung des Hambacher Forst steht im Fokus im Kampf für Klimagerechtigkeit weltweit und jetzt, wo wir uns auf den kommenden Kampf vorbereiten, brauchen wir alle eure Unterstützung! Ob ihr Klima-Aktivist*innen, AnarchistInnen, Organisator*innen gegen Polizeigewalt seit oder einfach daran glaubt, für Gerechtigkeit zu kämpfen, ist der Aufruf klar:

Organisiert euch, werdet aktiv und zeigt eure Solidarität!

Für diejenigen, die selbst in den Wald kommen wollen, wo inzwischen der TAG X ausgerufen wurde, informiert euch auf:

https://hambacherforst.org

auf englisch

29. Ausgabe der Anarchistischen Straßenzeitung Fernweh

Hier könnt ihr die 29. Ausgabe der seit 2013 erscheinenden anarchistischen Straßenzeitung aus München “Fernweh” herunterladen:

Fernweh – Ausgabe 29 (pdf)

Inhalt:

Ob in der Türkei, Syrien oder hier: Gegen Krieg & jeden Militarismus!

Eine kurze Polizeikontrolle…

Bikebarbaren

Unruheherd

Wien: Solifoto für anarchistische Gefangene

Im Rahmen der Soliwoche für gefangene Anarchist*innen gab es Wien zwei Veranstaltungen von ABC Wien. Dabei ist am Donnerstag nach dem gemeinsamen Filmschauen dieses Solifoto entstanden!

Auf der Seite https://solidarity.international/ gibt es einen Überblick über Veranstaltungen und Aktionen die im Laufe der Soliwoche stattgefunden haben.

Bis alle frei sind!

Santiago, Chile: Solidarische Mahlzeit mit den Gefangenen im Espacio Libertad (Freiraum) 53 am 08.9.2018

SOLIDARISCHE MAHLZEIT FÜR DIE ZERSTÖRUNG DER GEFÄNGNISSE

Tag und Uhrzeit: Samstag, den 8. September, 13 Uhr (pünktlich)

Veranstaltungsort: Espacio Libertad 53, Metro ULA, Santiago de Chile

Gericht $2.000: Lasagne und Seitan mit Gemüse  + Salat

Außerdem:
-Informationstände (anarchistische / gegen Gefängnisse)
-Gebäck, Teigspezialität Sopaipillas, verschiedene Getränke

Live Musik:
-Weichan Punk Rock Mapu
-Colectivo Raíces Latinas Hip-Hop
-Yigo Dosmildosis

Show: Feñita Payaso

Theaterstück: Onirik Babska

SOLANGE ELEND EXISTIERT, SO LANGE GIBT ES REBELLION

veranstaltet von: Red Solidaria Antikarcelaria con Juan und Marcelo.

auf spanisch

Den Haag, Niederlande: Transparente aus Solidarität mit anarchistischen Gefangenen

Heute am letzten Tag der 6. Anarchistischen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen wurden drei Transparente in Den Haag, den Niederlanden, aufgehängt.

Die letzte Woche war es das sechste Mal, dass die internationale Woche aus Solidarität mit anarchistischen Gefangenen stattfand. Mit wachsender Repression gegen Anarchist*innen in Europa und darüber hinaus, ist es wichtig weiterhin Solidarität mit anarchistischen Gefangenen zu zeigen. Nicht nur während dieser Woche, sondern immer.

Solidarität mit allen Gefangenen. Reißt die Gefängnisse ein.

Für den Anarchismus!

in englisch

Bristol, UK: Sabotage an Autos des nationalistischen Politikers Ben Walker

Hey Walker, wir hatten vor kurzem, in den frühen Morgenstunden, eine schöne Aussicht von der Fußgängerbrücke auf dein Haus

… ein Auto und ein Firmenwagen des UKIP-Kandidaten und ehemaligen Bürgermeisters (2012) von Bradley Stoke (Bristol, UK), Ben Walker, wurde auf der Zufahrt zu seinem Haus mit Farbe beschädigt und die Reifen aufgeschlitzt: 136 Ferndene, Bradley Stoke, Bristol.

Auch vor kurzem getan …

… Autos (ca. 25 Fahrzeuge) bei Bath Audi und Mercedes Autohäusern in Peasedown, Bath (UK) hatten ihre Karosserie mit zerbrochenem Glas zerkratzt. Diese Möglichkeit der Sabotage wurde einer lauteren vorgezogen, weil wir den in seiner Kabine mit zugezogenen Vorhängen schlafenden Fahrer des Autotransporters nicht wecken wollten,

Mit dieser Aktion geht ein warmer fester Händedruck an die Straßenkämpfer*innen und den Schwarzen Block, die zusammenkamen, um die G20 in Hamburg zu zerschlagen. Mit Mut gegen solche Widrigkeiten und an diejenigen, die diesen Kampf auf andere deutsche Städte ausbreiten. Einige von uns sind nicht auf dem Level, Straßenkämpfe in deutschen Städten zu bestreiten oder ihre Bullen anzugreifen. Daher haben hier in UK einige von uns ihre eingerosteten Gelenke genügend geschmiert, um aktiv zu sein und unsere Abneigung auf eine Art zu zeigen, mit der wir vertrauter sind.

Obwohl wir unterschiedliche Ansätze für die gleichen Probleme haben können, können wir bei einem Thema, gemeinsam an einem Strang ziehen, von Qualitäten und Missverständnissen der anderen lernen und die Effekte von Block- und Affinitätsgruppe vereinen.

In Großbritannien versuchen wir, durch Sabotage anderen zu zeigen, dass es einen positiven Weg gibt, Ärger zu bewältigen, indem wir unseren Schweinen, die bereits eine niedrige Moral haben, einen Schlag versetzen.

“Alle modernen Krieger*innen wissen, dass der erste Schritt eines Konflikts darin besteht, die Kommunikations- und Kontrollinfrastrukturen des Feindes zu stören” – Adbusters Planetary Engame (Mai / Juni 2017)

Eco-anarchistische Vandalen – FAI / IRF

auf englisch

Santiago, Chile: Solidarischer Tag gegen Gefängnisse

Nieder mit den Mauern der Gefängnisse

Solidaritätstag aus Solidarität mit den im Territorium entführten Gefähr*innen, der (neben Spendensammlungen und Pakete für Gefährt*innen) den Informationsaustausch und die Weitergabe verschiedener Kämpfe gegen  Gefängnisse erreichen möchte.

Solidarische Mahlzeit * Workshops, Austellung von Kunst und Handwerk * Vorstellung von Verlagen und Distros * Infos von Gefährt*innen

Solidarische Live-Auftritte von:
* Hukucha Amaru *Hasta tu Muerte o La Mia
* Zin Envace
* Lafuria Punkrap Nonsobrium
* Sailor Punk
* Buscando Sus Cuerpos
* Gato e’ Techo
*Banda Bonnot

*1. Sepember, ab 14:30 Uhr, – A Luka – Espacio53*

Mobilisierungsvideo

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Plakat: Solidarität mit den, aufgrund des Aufstands gegen den G20-Gipfel in Hamburg, von Repression Betroffenen

erhalten am 21.8.2018

Im Juli 2017 fand der jährliche G20 – Gipfel in Hamburg statt. Die führenden Vertreter*innen der Macht trafen sich, um uns ihre Pläne von Tod, Ausbeutung und Elend ins Gesicht zu spucken. Während der Gipfeltage brach eine regelrechte Revolte aus, die die Inszenierung der Zukunftspläne der Herrschenden beeinträchtigte.

Hunderte Leute werden oder werden noch angeklagt, viele von ihnen haben Monate im Gefängnis verbracht, dazu eine konstante Medienkampagne, die die aufeinanderfolgenden Verhaftungen und Polizeiaktionen begleitet. Die Antwort auf diese repressiven Schläge in Europa waren mehr Sabotage, Aktionen und Agitation. Die Repression des Staates wurde beantwortet.

Im Mai und Juni 2018 fanden zwei repressive Operationen statt: die erste auf einem internationalem Level, durch die deutsche Polizei in Zusammenarbeit mit diesen Ländern inszeniert, die zu Durchsuchungen von Sozialen Zentren und Wohnungen in Frankreich, Schweiz, Italien und Spanien führte und die zweite Operation in Deutschland selbst. Die Repression des Staates versteht keine Grenzen.

Die polizeiliche Koordinierung auf europäischer Ebene soll die repressive Effizienz der Staaten erhöhen. Sie versucht Netzwerke der Solidarität und des Kampfes zu untergraben sowie Angst zu erzeugen. Der Aufstand von Hamburg hat sie sehr getroffen und zeigte die Möglichkeit, in das Herz der Bestie des Kapitals und des Staates zu treffen.

Ihre repressiven Schläge müssen beantwortet werden. Die einzige Perspektive, die wir uns vorstellen, ist die Kontinuität des Kampfes. Hamburg war ein Funken, ein Blitz, eine Spur eines Konfliktes, eines sozialen Kampfes. Ein Kampf der fortgesetzt wird, bis zur totalen Zerstörung von Kapitalismus, des Staates und der Autorität.

Der Kampf geht weiter.

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Hambacher Forst: Seit Tagen massiv Polizei im & um Wald. Räumung steht möglicherweise bevor.

Quelle: hambacherforst.org

*Die aktuelle Entwicklung ist im Ticker  nachzulesen. Hier entlang.*

MÖGLICHE RÄUMUNG IM HAMBACHER FORST

Hambacher Forst: Wir haben aktuell die Annahme dass es zwischen dem 22.08. und dem 22.09. zu Großräumungen im Forst bis hin zu deiner Räumung der Besetzung kommen kann. Die größte Stütze der Annahmen sind uns zugespielte Informationen, die sich gezielt auf diesen Zeitraum festlegen.

Was lässt uns so sicher sein?

In den vergangen Wochen kam es immer wieder zu Polizeieinsätzen, bei denen auch Kletterpolizist_innen, Grubenwehr und RWE-Personal anwesend waren. Es wurden Koordinaten gesammelt, Baumhäuser abfotografiert und kartiert, sowie so viele Informationen über die Baumhäuser zusammen getragen wie möglich. Deshalb ist davon auszugehen, dass sich die Polizei und RWE einen Überblick der Lage verschafft um dann zeitnah räumen zu können.

Wir brauchen euch jetzt! Die Zeit läuft gerade gegen uns und wir haben noch viel für eine Verhinderung der Räumungen vorzubereiten. Bereitet euch vor, kommt am besten sobald wie möglich in den Wald und sprecht falls ihr eine habt mit eurer Bezugsgruppe. Egal ob du dich Räumungen direkt in den Weg stellen willst oder dich lieber auf eine Art beteiligst, die dich nicht in Gefahr bringt, jede_r kann auf ihre_seine Art helfen. Ihr könnt uns egal ob ihr nur für ein paar Stunden, einige Tage oder die gesamte Rodungssaison da seit, unterstützen.

Für alle, die die Besetzung nicht direkt vor Ort unterstütze könnenn, gibt es einen Aufruf zu dezentralen Aktionen.

Wir sehen uns auf den Bäumen! Hambacher Forst bleibt!

Ob friedlich oder militant, wichtig ist der Widerstand!

Informiert euch auf dem Blog: www.hambacherforst.org

Buenos Aires, Argentinien: “Kunst und Sabotage” – Ein Tag zur Unterstützung der Gefangenen – 25/08

Kunst und Sabotage, 14. Ausgabe  – Tag zur Unterstützung von Gefangenen

Spezielle Ausgabe für unseren Bruder Santiago Maldonado, der Gefährte Lechuga ist präsent!

25.08 – Samstag, ab Uhr

“Kaasa La Gomera” – Barracas,
Quinquela Martin y Hornos
Buenos Aires

In Zeiten von rassistischen Pogromen

Es ist nicht vermittelbar, wenn Antifaschist*innen sich noch über erfolgreiche Protest freuen können, wenn die Kräfteverhältnisse auf der Straße eine deutlich andere Sprache sprechen.  Um sich Horden von Nazi-Hooligans entgegen stellen zu können, benötigen wir viel mehr, die sich darüber empören, was aktuell in Deutschland abläuft und ihre Wut in Widerstand wandeln.  Dennoch gibt es Möglichkeiten, mit verschiedenen Mitteln, der Situation zu begegnen, die zu Pogromen führt. Mittel, die nicht erst jetzt zu “entdecken sind”, weil sie immer schon erforderlich gewesen sind.

Vollkommen unverständlich ist, wenn über zu wenig Polizei, zu wenig Staat gejammert wird, die nicht nur in Sachsen Teil des Problems sind.  Rechtsextremismus entspringt der Mitte der Gesellschaft, überlassen wir die Extremismus-Theorie als Staatsdoktrin der Bundesrepublik den Pseudo-Wissenschaftler*innen. Es sind Parteien, Politiker*innen, Bürger*innen, die die Verantwortung tragen und denen wir uns solidarisch entgegenstellen müssen. Immer und Überall.

Helsinki: Party, 2 Jahre Squat Kumma

*Party: 2 Jahre Squat Kumma*

Mit einem Hardcore Gig am Samstag, den 25.8. und einem DIY-Festival vom  31.8-2.9. feiert das Squat Kumma sein zweijähriges Jubiläum. Beim DIY-Fest gibt es Workshops zu Tattoos und “Kunst-Vandalismus”, Essen, Konzerte, Kundausstellung und mehr!

Vor zwei Jahren entschied sich eine Gruppe ein leeres Haus in Malminkartano, Helsinki zu besetzen und einen selbst-organisierten und repressionsfreien  Raum zu schaffen. Seitdem gab es im Haus zahreiche  Veranstaltungen, Auftritte, Vokü, Filmnächte, Workshops usw..

Was bedeutet Do-It-Yourself für uns?

DIY ist für uns Antikapitalismus, Besetzen, unser Leben zurück holen, Solidarität, Direkte Aktion und viele andere Dinge. Es ist nicht nur eine Theorie sondern eine Aktion, die wir hier und jetzt verbreiten wollen.

Wir wollen kein konsum-orientiertes Event schaffen, sondern einen Raum zum Austausch von Fähigkeiten, um gemeinsam voneinander zu lernen, erfahren und emanzipieren. Niemand muss ein Experte sein, um sich zu beteiligen, weil DIY für uns auch Do-It-Together bedeutet.

*Programm des Squat Kumma DIY-Fesitivals*

Offener Aufruf für Künster*innen:

Squat Kumma lädt Graffiti-Sprayer und alle Arten von Künstler*innen ein, um am Donnerstag, den 30.8. das Kumma für das anstehende DIY-Festival zu dekorieren.
schickt eine Mail an kumma@protonmail.com  oder kommt einfach a m Nachmittag zum Haus!

PROGRAMM:

Freitag:

17:00 “Kunst-Vandalsmus” – Workshop

Wie Stencils anfertigen oder Sprüfarbe benutzen? Was ist die beste Art Leimpaste oder Farbbomben zu machen? In diesem Workshop gehen wir die grundlegenden Praktiken des Kunst-Vandalismus durch und warum die Übernahme des Stadt-Raumes eine anarchistische Frage sit.

… dieser Workshop ist kostenlos

20:00 Musik und dj:s 3-5€

KUUMOTUKSET FEAT VIOLA (PSYCHOTISCHER RAP)

AFF (HARDCORE TECHNOMETALLIC PUNK EXPERIENCE, WRAPPED IN REGGAETON)

FLORALL ( soundcloud.com/florallll )

Samstag:

15:00 Pizza

Das Squat Kumma beginnt den Tag mit Pizza

16:00 Stick’ n Poke Tatto Workshop.

Üben und praktizieren handgestocherner Tatoos. Kommt und macht Tattoos für euch oder eure* Freundin. Kumma stellt Tatoo-Materialien. So wünschen wir uns, dass Leute ein wenig spenden, um die Kosten für Tinte, Nadeln, Handschuhe usw. zu decken. Falls ihr kein Geld haben solltet, ist das kein Problem!
19:00 Dokumentarfilm: Wenn ein Baum fällt
Trailer www.youtube.com/watch?v=QAGxy85R380

+ Dokumentation über das Soziale Zentrum Satama.

Sonntag:

14:00 Flomarkt/Umsonst-Markt/Freeshop/Distro(s)

Kommt und bringt eure alte Kleidung, Distro, was auch immer! Es gibt auch den eigenen Zine Distro vom Kumma.

16:00 Hinterhofswerkstatt

Kumma wird Materail zum kreativen Gestalten bereit stellen Ihr könnt Kunstinstallationen schaffen, Möbel, was immer ihr wollt!

17:00 Essen

18:00 Basketball spielen, Fußball usw.

xoxo

Programmänderungen sind möglich!

Willkommen Ende August im Kumma!

Falls ihr Fragen habt oder bei der Organisierung des Festes helfen wollt, kontaktiert bitte

kumma (at) protonmail.com

Hompage: kumma.me

Sydney: Solidarität mit Anarchist*innen in Yogyakarta

 

Freiheit für die Klassenkampf-Gefangenen in Yogyakarta

Im Zusammenhang mit der jährlichen Woche der Solidarität mit anarchistischen Gefangenen, besuchten am Donnerstag, den 23. August, einige Anarchist*innen in Sydney das indonesische Konsulat in Maroubra.

Ein Transparent mit der Aufschrift: “Freiheit für die Klassenkampf-Gefangenen in Yogyakarta” wurde an den Zaun des Konsulats befestigt. Zahreiche Fluglätter wurden auch außerhalb der Botschaft verteilt.

Anarchist*innen in Yogyakarta sind infolge der 1. Mai Demonstration, mit brennenden Barrikaden in den Straßen, einen abgebrannten Polizei-Posten  und einem Aufruf, den lokalen Sultan zu töten, einer Welle der Repression ausgesetzt.

Zahlreiche Anarchist*innen und Klassenkampf-Gefährt*innen wurden nach der Demonstration verhaftet und einige von ihnen sind immer noch im Gefängnis und stehen vor Gericht.

Wir möchten allen Anarchist*innen und  revolutionären Gefangenen in Indonesien und weltweit unsere Solidarität zum Ausdruck bringen lassen und wünschen ihnen viel Kraft.