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Köln: Aktionserklärung zur Besetzung der Aussenfassade des Kölner Doms

IMG_9065-800x800Knast ist keine Lösung sondern Teil des Problems!

Am   23.   November   um   15:00   Uhr   haben   wir   die   Außenseite   des   Kölner   Dom erklettert   und   ein   Transparent   aufgehängt.   Angesichts   der   derzeitigen Repression   und   Gewalt   gegen   Umweltaktivist_innen   aus   dem   Hambacher   Forst, haben wir uns dazu entschieden durch eine direkte Aktion auf die derzeitige Situation aufmerksam zu machen.

Drei   unserer   Freund_innen   sitzen   nun   bereits   seit   mehreren   Wochen   in Untersuchungshaft und der Termin einer Verhandlung ist noch nicht abzusehen.

Bei   ihren   Festnahmen   wurden   alle   drei   teilweise   schwer   verletzt.   Eine Platzwunde,   ausgeschlagene   Zähne,   ein   Nasenbeinbruch,   Kieferschmerzen   und ein gebrochenes Handgelenk sind ein nicht hinnehmbarer Zustand!

Wir sind wütend, weil sie verdroschen und festgenommen und dann noch nicht einmal ausreichend medizinisch versorgt werden!

Allerdings   geht   es   uns   hierbei   nicht   nur   darum,   dass   unsere   Freund_innen, die   sich   gegen   unglaubliche,  aber   von   Staat   und   Wirtschaft   gedeckte Verbrechen   wehren,  in   den   Knast   kommen,   sondern   darum,   dass  wir   das Gefängnissystem als solches verurteilen.

Gerade in den ach so demokratischen Ländern wird nicht nur das Wegsperren von Menschen, sondern auch psychische Folter in Form von völliger Isolation, totaler   Überwachung   von   jeglichem   Kontakt   zur   Außenwelt   und   anderen Zermürbungstaktiken   häufig   als   legitime   „Strafe“   oder „Rehabilitationsmaßnahme“   angesehen.   Als   zum   Beispiel   unser   Freund   Jus   im Sommer inhaftiert war und 3 Wochen in Isolationshaft verbrachte, wurde jede halbe Stunde das Licht angemacht – rund um die Uhr.

Gefangene,   die   als   politisch   eingestuft   werden   oder   sich   sonst   wie   nicht „angemessen“   verhalten,   werden   mit   Ausschluss   von   Aktivitäten   bestraft, haben weniger Möglichkeiten, werden vermehrt durchsucht und überwacht.

Und wenn dann staatliche Organe ihre Interessen gegen Menschen durchsetzen, die um Lebens­ und Freiräume außerhalb einer omnipräsenten, kapitalistischen Verwertungslogik   kämpfen,   wird   natürlich   nur   die   allgemeine   Sicherheit gewährleistet?

Von wegen! Knäste sind ein weiteres Machtinstrument in der Hand derer, die andere   Menschen,   Tiere   und   diesen   Planeten   unterdrücken   (und   somit zerstören), um ihre eigenen Interessen und Privilegien zu sichern.

Um es mit den Worten von einem der drei Gefangenen zu sagen: „Was  sie nicht draußen für ihre Zwecke kontrollieren [können], muss beseitigt, umerzogen, eingesperrt   werden.   Leben,   das   nicht   in   ihrem   Sinne   wächst,   muss geschnitten, gefällt, getötet werden. “

Wir fordern:
Freiheit für alle Gefangenen! Free the T(h)ree!

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