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Der Hungerstreik der 300 Immigranten in Athen und Thessaloniki wurde erfolgreich beendet

Der Hungerstreik der migrantischen ArbeiterInnen wurde beendet.
Der Kampf für eine Welt der Gleichheit, Solidarität und Freiheit
geht weiter…

Am 25. Januar 2011 begannen 300 Migranten in Athen und Thessaloniki einen kämpferischen Hungerstreik, um die elementarsten Dinge zu fordern: gleiche Rechte wie die einheimischen  ArbeiterInnen und die Legalisierung aller MigrantInnen, die in Griechenland leben, arbeiten und sich bewegen.

44 Tage später und nachdem mehr als 100 Hungerstreikende mit schweren gesundheitlichen Problemen in Krankenhäusern eingeliefert werden mussten, war der Staat gezwungen die unnachgiebige Haltung und frühere Drohungen mit Abschiebung der Hungerstreikenden, aufzugeben. Es wurde offiziell mit ihnen verhandelt und als Ergebnis wurden bedeutsame Teile ihrer Forderungen erfüllt.

– die Frist für die Beantragung einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis für Griechenland wird, von bisher 12 Jahren, nun auf 8 Jahre gesenkt (dies gilt für alle MigrantInnen, die auf griechischem Hoheitsgebiet leben),

– die für eine Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis erforderlichen “Punkte” (für Arbeitstage)  bei der Sozialversicherungszeiten wird für MigrantInnen mit einer einjährigen Aufenthaltserlaubnis von bisher 200 Punkte 120 Punkte gesenkt.

– die erforderliche  Sozialversicherungszeiten zur Erlangung eines Versicherungsschutzes wird, von bisher 80 Punkten, nun auf 50 gesenkt und entspricht damit der Regelung, die für die einheimische Arbeitnehmerschaft gültig ist.

– Speziell für die dreihundert Hungerstreikenden wurde bewilligt ihren Toleranzstatus (gilt gewöhnlich für 6 Monate) so lange zu verlängern, bis sie die Zeit und Bedingung für eine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung erfüllen. Während dieser Zeit ist es ihnen auch erlaubt in ihre Herkunftsländer zu reisen, ohne befürchten zu müssen, dass ihnen die Wiedereinreise nach Griechenland verwehrt wird.

Die 300 Hungerstreikenden riskierten ihr Leben nicht auf Grundlage individualistischer oder utilitaristischer Motive, sondern für ein kollektives Recht. Dieses ist Teil eines Kampfes, der das Recht auf die Würde der gesamten ArbeiterInnenklasse geltend macht Dieser Hungerstreik ist ein sozialer Kampf gegen die Illegalität aller MigrantInnen, ein Kampf der die ganze ArbeiterInnenklasse  als Adressat hat.  Er ist eine Fortsetzung der Kämpfe der jüngsten Vergangenheit, von Landwirtschafs-MigrantInnen in Manoliada, Ilia, und  Lakonia, bis zum Streik der MigrantInnen in Michaniona, die in der Fischerei tätig sind.

Der Kampf der 300 Migranten-Arbeiter beweist, dass  nichts unmöglich ist.

Wenn Dreihundert dieses erreichen, stellt euch vor, was Tausende von MigrantenInnen – ArbeiterInnen – Unterdrückten gemeinsam erreichen können.

Versammlung der Solidarität von AnarchistInnen/ AntiautoritärInnen/ LibertärInnen/ GenossInnen

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