Thessaloniki: Festnahmen auf der Solidaritätsdemo für die politischen Gefangenen

In Thessaloniki rief für den 16. April die Vollversammlung der AnarchistInnen für die subversive Aktion zu einer nationalen Solidaritätsdemonstration für die politischen Gefangenen auf. Zu weiteren Demos wurde vom Autonomen Steki von Kavala, der Utopia A.D. von Komotini, dem selbstverwalteten Steki der TEI (technische Uni) Serres und AnarchistInnen aus Athen, Volos und Voria aufgerufen.

Seit dem vorherigen Tag untersagte die Polizei das Parken in bestimmten Straßen. Auch wurde berichtet, dass die Bullen in vielen Geschäften einkehrten und den BesitzerInnen riet, die Geschäfte am Samstag (dem Tag der Demo) zu schließen.

Gegen 12 Uhr versammelten sich ca. 200 Menschen am Versammlungsort an der Kamara unter andauerndem Regen. Die Demo setzte sich gegen 13.30 Uhr in Bewegung. Innerhalb von nur einer halben Stunde befand sich die Demo in Zusammenstößen mit Feuerlöschern auf der Seite der DemonstrantInnen und Tränengas und Blendschockgranaten auf Seiten der Einheiten, die in dem Auseinanderbrechen der Demo mündeten. Der Block sammelte sich für wenige Minuten wieder, löste sich jedoch schließlich auf, während sich einige begannen, in die umliegenden Gassen zu entkommen. Es folgte die Menschenjadg der MAT.

Diese Vorstellung wurde nicht nur von Polizisten (Riot- und Motorradeinheiten) dargeboten, sondern auch von Zivibullen, die in einer doppelten Anzahl von den sich Solidarisierenden vor Ort waren. Insgesamt gab es 11 Festnahmen durch die anwesenden Bullen und Zivis und darüber hinaus wurde von brutalen Prügelattacken berichtet. Einigen Zeugen nach, wurden die Leute von Männern, die sich mit (Motorrad)Helm im Herzen der Demo befanden, festgenommen. Einige Bullen brüllten während sie Jagd auf die Leute machten: „Wir werden euch zerreißen, ihr Bälger!“, „Wir werden euch auseinandernehmen“… Einer von ihnen warf eine Blendschockgranate, die auf Kopfhöhe explodierte. Viele aus den Einheiten jagden die Menschen, ihre Knüppel verkehrt herum tragend (was beim Zuschlagen dem Opfer mehr wehtut). Gegen 14.30 flüchteten sich die meisten DemonstrantInnen ins Asylum der Uni von Thessaloniki.

Die Festgenommenen der Demo sind inzwischen wieder frei – am nächsten Tag bekamen sie einen Aufschub und müssen zu einem Schnellgericht am Dienstag, dem 19. April um 12 Uhr im Knast von Thessaloniki erscheinen, wo bereits zu einer Solidaritätkundsgebung aufgerufen wird. Gegen sie wird ermittelt wegen Landfriedensbruch mit Anwendung von Gewalt und Ungehorsam (da sie sich weigerten, Fingerabdrücke zu geben und Fotos von ihnen machen zu lassen).

UNSERE WUT LÄSST SICH NICHT UNTERDRÜCKEN!
FREIHEIT FÜR ALLE GEISELN DES SOZIALEN KRIEGES!

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