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17. November, Demonstrationen in ganz Griechenland

17. November 2010, 37 Jahre nach dem Aufstand am Polytechnikum, fanden im ganzen Land Demonstrationen statt. Der Staat setzte  tausende Bullen und Zivilpolizei ein, um in den meisten Städten die „Ordnung” durch brutale Angriffe durchzusetzen. Aber der Staatsterrorismus kam nicht durch. Mit einminütigen (und selbstverständlich einseitigen) Spots berichteten die Massenmedien über die Demos. Die Berichte wurden an 6. Stelle der Nachrichten plaziert, obwohl es in Griechenland bemerkenswerte Demos gab, die an die Aufstandstage erinnerten. Aber selbst, wenn es hier einen Aufstand  gäbe, würdet ihr in den Medien niemals darüber hören.

Athen: Trotz des polizeistaatlichen Terrorismus mit tausenden PolizistInnen an jeder Ecke der Stadt und dreier extra abgesperrter Haupt-Metrostationen marschierten zehntausende (60-100.000) bis zur Us-amerikanischen Botschaft. Es handelte sich um eine der größten, wenn nicht um die größte  Demonstration in der letzten Zeit, was die Intensität und den Umfang betrifft.Die Masse der Demonstrierenden zeigt, dass es auch nach der Starre des 5. Mai 2010 noch Menschen gibt, die kraftvoll agieren wollen und sich dem lokalen und globalem Kapital kämpferisch entgegenstellen.

Vor Beginn der Demo griffen AnarchistInnen und andere Jugendliche den PASP   Block (Jugendorganisation der PASOK, sozialdemokrartische Regierungspartei) mit Steinen und Stöcken an. Sie zwangen sie zum ungeordneten Rückzug und danach musste die PASP sich hinter der großen Demo einreihen.
Gleichzeitig marschierte der PAME Block (Gewerkschaftsorganisation der KKE, der „kommunistischen“ Partei Griechenlands) schnell, fast schon im Renntempo ,auf einer Parallelstraße und setzte sich dann, wie gewohnt, an die Spitze der Demo. Der anarchistisch antiautoritäre Block besaß eindrucksvolle Größe. Er zählte mehr als 6000 Leute. In der Nähe der US-Botschaft attackierten die Polizeikräfte die Demo. Sie setzten Tränengas und Flash-Granaten ein, um den großen anarchistischen und linken Block zu zerschlagen.
Die Ausschreitungen breiteten sich in die umliegenden Straßen aus und griffen später auf Exarchia über. Wir sollten erwähnen, dass während der Demo und später im Exarchia Viertel, zwei Polizei-Hubschrauber mit Kopfscheinwerfern unununterbrochen am Athener Himmel flogen und die Bewegungen der Repressionsorgane unterstützen. Mehr als 100 Personen wurden in Gewahrsam genommen und 22 Personen verhaftet. 15 sind angeklagt in schwerwiegenden Fällen, und sie müssen mit Gebühren für Verstöße gegen das Vermummungsgebot rechnen. Während die Anderen mit Ordnungswidrigkeiten konfrontiert werden müssen.  Es ist zu erwähnen, dass eine Person fälschlicherweise beschuldigt, wird einen Molotow –  Cocktail dabei gehabt zu haben. Viele wurden durch die Polizei ernsthaft verletzt.

Eins der Transparente der Demo in Thessaloniki, 17.11.2010

Thessaloniki : Vor Beginn der Demonstration gab es Auseinandersetzungen zwischen Linken / anarchistischen Studierenden und Mitglieder der PASP, die Menschen auf dem Univeritätscampus angreifen wollten. Dieses Video ist unterhaltsam. Um die 6000 Menschen marschierten auf der kraftvollen Demo . Eine Bank wurde angegriffen. Nach der Demo kam es außerhalb der Universität zu Ausschreitungen. Die zahlreich anwesende Polizei und verdeckte Ermittler geling es 6 Menschen zu verhaften und 17 in Gewahrsam zu nehmen.

Volos: Kraftvolle Demonstration mit 1300 TeilnehmerInnen. Die Polizei setzte extrem aggressiv  Atemnot auslösende  Chemikalien, wie Tränengas und Knallgranaten gegen die Blöcke ein. Bei Ausschreitungen vor der lokalen Polizeistation wurden viele Banküerwachungskameras durch Steinwürfe  zerstört, es gab einig Molotowcocktails und Barrikaden wurden errichtet.

Ioannina: Demonstration von 2-3000 Leuten im Stadtzentrum mit einer provozierenden Polizeipräsenz.
Heraklion (Kreta): Demo von ungefähr 1500 Teilnehmenden, wobei der anarchistische Block fast die Hälfte ausmachte. Während der Demo, wurden Bankkameras und das Büro der faschistischen Partei LAOS angegriffen, während die PASOK Jugend beschimpft wurde.

Patras: morgendliche Demonstration von selbstorganisierten SchülerInnen mit Steinwürfen gegen die Polizei und ungefähr 5 Verhaftungen. Am Nachmittag fand die Hauptdemo im Zentrum mit 2-3000 Leuten statt, eine der kraftvollsten der letzten Jahre. Die Polizei verhielt sich extrem aggressiv. Sie feuerte unzählige Tränengasgranaten auf die Demospitze, während sie angriff und auch die anderen Blöcke aufrieb.  Dabei gab es Verhaftungen und zahlreiche Verletzte. Die Protestler verteidigten sich und stießen mit zahlreichen Cops und Zivi-Beamten aneinander, die in der Stadt eingesetzt waren.

Mitlini: Dynamische Demonstration von dreihundert Leuten.

Kavala: Demonstration von 200 Menschen und Beschimpfungen von PASOK Jugendmitgliedern.

Xanthi: Demo von 600 Leuten, eine der kraftvollsten Demos anlässlich des Polytechnik- Aufstands, die jemals stattfand.

Serres: Demo in der Innenstadt bei starkem Regen. Im anarchistischen Block gingen 60 Personen mit.

Rethymnon (Kreta): Ungefähr 250 Leute nahmen an der lokalen Demonstration teil.

Arta: Demo im Stadtzentrum.

Komotini: Kraftvolle Demo in der Innenstadt mit ungefähr 40 Personen im anarchistischen Block, der  zu den Gefängnissen ging. Drumherum die Zivilpolizei.

Larissa: Enerische Demo mit ungefähr 200 Teilnehmerinnen, begleitet von etlichen PolizistInnen. Am Rande kam es zu  Eier- und Farbbeutelangriff auf staatliche Gebäude.

Quellen: athens.indymedia.orgoccupiedlondon.org ,  candiaalternativa

Der Text auf Englisch.

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