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Nachrichten aus Athen und Heraklion (Insel Kreta)

Murcia, im Südosten Spaniens, 6. April: FREIHEIT FÜR STELLA ANTONIOU

Am 6. April kündigten die AnarchistInnen S. Antoniou, G. Karagianidis, A. Mitrousias und K. Sakkas einen Hungerstreik an, der heute beginnen wird (Stella Antoniou wird wegen ihrer gesundheitlichen Probleme eine Woche später beginnen). Die vier erklärten in einem Kommuniqué, dass sie Mitte März zur Zeugenaussage bezüglich mehrerer Brände und Briefbomben vorgeladen wurden, die der Conspiracy of Cells of Fire zugeschrieben werden. Doch in der ganzen Zeit ihrer Inhaftierung vor 16 Monaten haben Polizei und Justizsystem keine eindeutigen Beweise geliefert und die vier wiesen die Zugehörigkeit sowohl zu dieser als auch jeder anderen bewaffneten Gruppe zurück. Bei ihrer Festnahme wurden sie ursprünglich der Zugehörigkeit zu “einer unbekannten Gruppe mit unbekannten Aktivitäten” bezichtigt aufgrund ihrer politischen Einstellung und ihrer Beziehungen. In zwei Monaten hätten K. Sakkas und S. Antoniou das Recht, ihre Freilassung bis zur Verhandlung zu beantragen. Trotzdem keine neuen Beweise vorliegen, werden sie jedoch plötzlich seit Mitte März wegen einer völlig neuen Serie von Aktionen befragt, mit denen sie bei ihrer Festnahme 16 Monate früher nicht in Verbindung gebracht wurden, so dass sie nun nicht mehr das Recht haben, einen Antrag auf Haftentlassung zu stellen.

Für den 6. April 18:00 riefen mehrere Gruppen zu einer Kundgebung und Demonstration in Solidarität mit Stella Antoniou zum Syntagmaplatz auf. Stella ist zur Haftentlassung aus gesundheitlichen Gründen berechtigt, ihre vier Entlassungsanträge sind jedoch alle abgelehnt worden.

Gestern wurde die Protestkundgebung wegen des öffentlichen politischen Selbstmordes von Dimitris Christoulas und gegen die Sparmaßnahmen auf dem Syntagmaplatz ohne Grund von der Polizei angegriffen, Dutzende von Menschen verprügelt und 20 festgenommen, darunter ein 13-Jähriger wegen “Widerstands gegen die Staatsgewalt”. Die Polizei griff sowohl Demonstranten an als auch Fotojournalisten, welche die Polizeigewalt dokumentierten. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Fotojournalisten, Marios Lolos, wurde gestern auf dem Syntagmaplatz von den Sondereinheiten der Polizei angegriffen und erlitt einen Schädelriss, er wird gegenwärtig operiert. Die Gewerkschaft der Fotojournalisten hatte am 12. Februar in einer Erklärung das Verwenden bzw. zur Verfügung stellen von Foto- und Videomaterial der Medien für polizeiliche Ermittlungen scharf verurteilt und klargemacht, dass sie der Polizei nicht erlaubt, ihre Arbeit für ihre Zwecke zu benutzen.

Zwei Tage zuvor war ein 18jähriger Mann in einem C-130 Flugzeug von Kreta in das Tzaneio-Krankenhaus nach Athen geflogen worden, wo er wegen schwerer Verletzungen in Lunge und Pankreas operiert werden musste. Der junge Mann war zusammen mit Freunden bei einem Nachtbummel in Heraklion auf Kreta von Polizei angehalten, durchsucht, festgenommen und zur “Identitätsfeststellung” in die Hauptwache der Polizei gebracht worden. In der Hauptwache der Polizei in Kreta schlugen Polizeibeamte die Gruppe junger Leute zusammen. Der 18jährige war jedoch isoliert in einem anderen Raum, wo zwei mit Belaclavas vermummte Polizisten mehrere Minuten auf ihn einprügelten und ihn danach entließen. Der 18jährige erlitt Rippenbrüche und innere Verletzungen.

Quelle

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