Tag Archives: Argentinien

Buenos Aires, Argentinien: G 20 – Informationsveranstaltung

erhalten am 29.10.2018

Vor dem Gipfel (der Ende November in Buenos Aires stattfinden wird)

Diskussion rund um den G20 und die Erfahrungen von Hamburg 2017

4. November / ab 16 Uhr im Park Lezama

(Gegen)Info-Stände (selbstverwaltet), Picknick, Filmvorführungen, Musik

(falls er regnet, findet die Veranstaltung am nächsten Tag, zur selben Zeit statt)

The Final Countdown

Faschistisches, machomäßiges, betrunkenes Verhalten, wird nicht toleriert!

Keine persönlichen Probleme, nur die anti-globalistische, antiautoritäre Haltung jede* Gefährt*in

Argentinien: Der Gefährte Diego Parodi ist frei!

erhalten am 21.9.2018

Wir interviewten den Gefährten Diego Parodi, nachdem er vom Staat für 9 Monate im Gefängnis von Marcos Paz festgehalten wurde..

Er wurde am 14. Dezember 2017 verhaftet. Das geschah während des Widerstands auf der Straße gegen die Sondersitzung des Parlaments, bei der neue Gesetz zum späteren Renteneintritt depbattiert wurde. In den Tagen zwischen dem 14. und 18. Dezember erlebten wir eine starken repressiven Operation, sowie massive soziale Reaktionen. Bis heute dauern die Prozesse und Verfolgungen an.

Unseren lächelnden Gefährten drückend und voller Freude, sprachen wir mit Diego unter anderen Dingen über seine Herangehensweise an den Hip Hop und anarchistischen Kampf. Den Kampf der Mapuche und seine Kommunikation mit Facundo Jones Huala, auch über seine Eindrücke nach dem Verschwinden des Gefähren Santiago Maldonado und seiner Nachwirkungen in Buenos Aires. Wir chatteten über die Dezember-Riots, seine Verhaftung und überraschende Entlassung vor einer Woche.

Gegen den Staat, seine Gefängnisse und seine Polizei!
Immer gemeinsam mit den Rebell*innen
!

Klickt hier, um das (spanischsprachige) Interview des Temperamento-Programms zu hören.

auf spanisch

 

Buenos Aires, Argentinien: “Kunst und Sabotage” – Ein Tag zur Unterstützung der Gefangenen – 25/08

Kunst und Sabotage, 14. Ausgabe  – Tag zur Unterstützung von Gefangenen

Spezielle Ausgabe für unseren Bruder Santiago Maldonado, der Gefährte Lechuga ist präsent!

25.08 – Samstag, ab Uhr

“Kaasa La Gomera” – Barracas,
Quinquela Martin y Hornos
Buenos Aires

Buenos Aires: Aktion gegen das Landwirtschaftsministerium

erhalten am 15.8.18
Ein Jahr nach dem Verschwinden des anarchistischen Gefährten Santiago Maldonado und seinem anschließenden Tod in den Händen der Nationalen Gendamerie haben wir in der Bundeshauptstadt einen selbstgefertigten Brandsatz an eines der Fenster des Landwirtschaftsministeriums gelegt, dessen aktueller Minister (ehemaliger Präsident der Sociedad Rural (“Ländliche Gesellschaft”) den Interessen der Reichen und ihren Beschützer*innen treu ist.
Sie vergiften und verseuchen alles und alle.
Sie verfolgen, sperren und emorden alle, die rebellieren und mit Würde gegen die kapitalistische Ordnung kämpfen.
(…)
Lasst uns die Erinnerung in Aktion für El Brujo, für Rafael und für uns alle wandeln.
In dieser Zeit und gerade jetzt, geht der Kampf weiter.

Buenos Aires, Argentinien: Terminkalender der Anarchistischen Wintertage

Samstag, 7. Juli

erhalten am 1.7.2018

12 Uhr Aufstellen der Stände

12.30 Uhr Vorstellung der Tage

13.00 Uhr Workshop “Selbstverteidigung und Kampf”

14.00 Uhr Vortrag: Uns für den Kampf, für das Leben organisieren + Vorstellung des Buches “Die Anarchistische Ökonomie”

15:00 Uhr Poesie und Musik

15:30 Uhr Vortrag: “Argentina Canibal. Estado, Ausencia de Estado y Etnocidio en el Cono Sur von Pedro García Olivo

16:30 Uhr Vortrag: Annäherung an die anarchistische Situation in dem vom brasilianischen Staat kontrollierten Gebiet

17:00 Uhr musikalischer Abschluss: Viejos Akratas und Delirius Trement

Sonntag, 8. Juli

12:00 Uhr  Aufstellen der Stände

12:30 Uhr  natürliche Gynäkologie

13:30 Uhr Vortrag / Debatte über Antispeziesmus, Veganismus und Anarchie

14:30 Uhr Akkustisch: Prrrpurina

15:00 Uhr Vortrag und kollektive Intervention: Performance, Aktivismus und Feminismus

15:30 Uhr Vortrag: Die anarchistische Bewegung zwischen zwei Jahrhunderten. Anarchist*innen aus Buenos Aires und La Plata zwischen 1998 und 2012

16:30 Uhr: Akkustisch: Luci Arlequín

17:30 Uhr: Aufführung

18:00 Uhr: Filmvorführung Santiago Maldonado – ‘Die Natur fordert Rache”

18:30 Ende der Tage

Buenos Aires: Vortrag. Wichtige Elemente angesichts der kapitalistischen Katastrophe

erhalten am 22.6.2018

Samstag,  23. Juni, um 17 Uhr

im Ateneo Anarquista de Constitución, Brasil 1551, Buenos Aires

Im Rahmen des Monats für die Erde und gegen das Kapital

“Wichtige Elemente angesichts der kapitalistischen Katastrophe”

Vortrag von Gefährt*innen der Bibliothek «Alberto Ghiraldo»

Schuldenkrise, die Verwertungs-, Finanz-, Umweltkrise,   Ölverknappung, Klimawandel, Wasser- und Bodenkrise. Unsere Absicht ist es, zu analysieren, wie all diese Aspekte, die isoliert betrachtet werden könnten, (was häufig auch geschieht),Teil der gesamten zivilisatorischen Krise sind. Sie sind Ausdruck des Zusammenbruchs einer Form des Lebens, die auf  der Kommerzialisierung, der Technik, der wissenschaftlichen Entwicklung, der energetischen und kartesischen Sichtweise des Lebens basiert.

Buenos Aires, Argentinien: Polizeifahrzeuge abgebrannt

In wenigen Worten.
Am Sonntag, dem 20. Mai ist um 3 Uhr am Morgen zufällig ein Kleinbus der PSA (Flughafen-Sicherheitspolizei) l in der Gabriela Mistral 2900 in Flammen aufgegangen und am Dienstag, 22. Mai, auch zufällig, zwei Streifenwagen der Stadtpolizei in der Avenida Alvarez Jonte 3500 vor einer Werkstatt.

Anarchistische Zelle Mauricio Morales

auf spanisch

Buenos Aires: Anarchistische Tage Bs As im Winter 2018 (7. und 8. Juli)

eingegangen am 14.5.18

Wir rufen erneut zu einem Treffen, zur geschwisterlichen Debatte und zur Vertiefung unserer Konzepte auf, um Anarchie über unsere individuelle Perspektive hinaus, zu erweitern. In Kenntnis, dass die Unterschiedlichkeit und Vielfältigkeit der Stimmen das Potential der Treffen ausmachen, teilen wir die Verweigerung jeglicher Art von Autorität als Prinzip und vor allem als fortlaufendes Vorhaben.

Angesichts eines Umfeldes, das uns versucht einzuschüchtern und in Untätigkeit beschränken möchte, entscheiden wir uns erneut, auf die Straße zu gehen, weil wir wissen, dass Geschwisterlichkeit und Solidarität unter Anarchist*innen Waffen sind, mit denen wir uns stärken können. Angesichts der sozialen Hierachie, die uns täglich aufgezwungen wird, ist die Schaffung von Freiräumen unentbehrlich, um über Positonierung gegen Herrschaft nachzudenken und diese entsprechend umzusetzen.

Deshalb versuchen wir, rund um die sich während der Tage entwickelnden Gespräche, Workshops und die Büchertische mit anarchistischen Publikationen, unsere Projektualität weiter zu schärfen, die den Wunsch umfasst, diese Gefängnis-Gesellschaft zu zerstören.

An alle die an den Tagen teilnehmen möchten, schreibt an:jornadasanarquicasdeinvierno@riseup.net

auf spanisch

Buenos Aires, Argentinien: Poster für die Freiheit von Diego und Pablo

Sofortige Freiheit für Diego Parodi und Pablo Giusto und die Gefangenen des 14. Dezember. Agitation und antiautoritäre Solidarität. Weder die Gewehrkugeln noch die Gitter des Staates werden die Flamme der Rebellion ersticken (A)

“Die Solidarität ist nicht nur ein geschriebenes Wort.” Miguel A. Rosigna
Für die Zerstörung aller Gefängnisse und der Gefängnisgesellschaft!
Für die Anarchie und jede Solidarität! Freiheit für Diego und Pablo!
Freiheit für alle Gefangenen!

Buenos Aires: “Es lebe die Anarchie”-Tage vom 8.-10. Dezember

eingegangen am 6.12.2017

Es lebe die Anarchie!

8., 9. und 10. Dezember von 14-22 Uhr, Brasil 1551 C.A.B.A

Veranstaltung frei von Alkohol

Buenos Aires

Messe für anarchistische Bücher und Publikationen

Vorstellung von Forschungsarbeiten

Einführung von Büchern und Veröffentlichung

Theater- und Musikbeiträge

Ausstellungen

Vorträge, Debatten

An den “Es lebe die Anarchie!”- Tagen verflechten sich Theater, Poesie, die Bücher, die Philosophie, die Geschichte und die Gegenwart unseres Kampfes. Es wird eine Gegegenheit sein, dass wir uns treffen, debattieren, in Verbindung bringen und uns gemeinsam stärken.

¡Viva la Anarquía!

weitere Informatinen auf spanisch: Ateneo Anarquista de Constitución

Chile: Für einen Schwarzen Dezember!

eingegangen am 1. Dezember 2017

Mit dem Anarchisten Sebastián Oversluij im Gedächnis, vier Jahre nach seinem Tod im Kampf bei einem Versuch eine Bank im Dezember 2013 zu enteignen.

Aus tiefsten Herzen, in Erinnerung an den anarchistischen Gefährten Alexandros, sieben Jahre nachdem er im Jahre 2008 in Exarchia durch die Polizeikugeln getötet wurde.

Für einen Schwarzen Dezember!

Während der demokratische und zivilisierte Totalitarismus seine Kontroll- und Überwachungsmechanismen ausweitet, Naturgebiete verwüstet, befreite Räume angreift, die Fahndung auf Aufständische in der ganzen Welt eröffnet, Strafen und lange Haft gegen die Feinde der Herrschaft verhängt.

Während unsere Gefährt*innen in Italien die Richter*innen mit Schmähungen überziehen und während der Verhandlung im Rahmen der repressiven Operation Scripta Manent ihre anarchistischen Überzeugungen bekräftigen.

Während in Griechenland nach dem Versuch der Macht, Gefangene mit einer Änderung des Haftvollzugsrecht zu ersticken, sich tausende von Gefangene in Bewegung setzen.

Während in Chile die Macht versucht, ihren Vergeltungsschlag auszuführen, indem sie hohe Strafen im Prozess gegen die Anarchist*innen Juan Flores, Nataly Casanova and Enrique Durán fordert.

Während man in Argentinien immer noch die Wut und den Schmerz über die Ermordung des Gefährten Santiago Maldonado fühlen kann und die Polizei den Mapuche-Kämpfer Rafael Nahuel ermordet, während die Regierung in Vorbereitung auf das nächste G20 Gipfeltreffen ihr Hoheitsgebiet militärisch aufrüstet.

Während in Brasilien der Geheimdienst der Polizei versucht den anarchistischen Kampf mit Hilfe der Operation Erebo einzudämmen, indem Gefährt*innen, Anarchistische Räume und Büchereien vorgeworfen wird, hinter den hübschen Feuerwerksexposionen zu stehen, die sich in den letzten Jahren bewusst gegen politische Parteiezentralen, Polizeikaserenen und verschiedene Machtstrukturen der Polizei gerichtet haben.

Während das alles in verschiedenen Regionen der Welt geschieht, versuchen anarchistische Bestrebungen, praktikable und offensive Antworten auf die ständige Aggression, die die Macht und Autorität repräsentieren, zu finden.

Von der Würde des Gefängniskampfes in den Knästen von Bulgarien, bis zu den brennende Autos in Frankreich und den Aktionsaufruf in der tschechischen Republik. Von Weißrussland nach Australien, von Mexiko nach Belgien und Deutschland. Von Bolivien ins Vereinigte Königreich, Finnland, Russland, Indonesien, Spanien und die ganze Welt, wird die Sehnsucht nach Freiheit zum Ausdruck gebracht, herausgeschrien, sich verschworen und gehandelt, ohne Chefs oder Hierarchieen, wodurch der Weg zum Anarchismus im Hier und Jetzt geebnet wird.

Deshalb ist der Dezember weiterhin eine Einladung zu einer Verständigung über offensive aufständige Aktionen gegen die Macht.

Für alle unsere inhaftierten und verfolgten Gefährt*innen. Für alle die aufstehen, und sich gegen die Herrschaft erheben, indem sie ihre Strukturen und Vertreter*innen attackieren.

Damit die Solidarität mit unseren Gefährt*innen zur Aktion wird. Dass die Erinnerungen an Sebastián Oversluij und Alexandros Grigoropoulos Barrikaden in Brand setzt und Feuer und Explosionen gegen die Macht und ihre VerteidigerInnen nährt, in jedem Viertel, jeder Zelle, in jeder Ecke.

Für einen Schwarzen Dezember, versucht Anarchismus zu leben!

auf spanisch / auf portugiesisch

Rosario, Argentinien: Vortrag, Debatte – Kämpferischer Anarchismus angesichts einer Situation voller Anpassung, Reformen und Unterdrückung

eingegangen am 16.11.2017

Am  Donnerstag, den 23. November 2017 laden wir euch in die Facultad Libre (9 de Julio 1122) ein,  zu einem  Vortrag / einer Debatte  zum Thema “Kämpferischer Anarchismus  angesichts einer Situation voller Anpassung, Reformen und Unterdrückung”.

Wir werden unsere Sicht zur aktuellen Situation, zusammen mit Vorschlägen für gewerkschaftliche Maßnahmen und soziale Kämpfe präsentieren. Wir erwarten euch.

Kopenhagen, Dänemark: Farbattacke auf die Argentinische Botschaft

In der Nacht vom 17. auf den 18. Oktober haben mir den Eingang der Argentinischen Botschaft mit Farbe bedacht. Wir haben auch den Namen Santiago Maldonado geschrieben und ein “A im Kreis” gesprüht.

Wir haben es deshalb getan, weil der Argentinische Staat für das Verschwinden des Anarchisten Santiago Maldonado vor mehr als zwei Monaten verantwortlich ist. Wenige Tage nach unserer Aktion hörten wir die traurige Nachricht, dass sein toter Körper gefunden wurde.

Der Staat und die Polizei sind verantwortlich. Wir sind wütend!

Einige Anarchist*innen.

auf englisch

Uruguay, Montevideo: Brandanschlag auf das Gebäude des Militäratachés

erhalten am 26.10. auf spanisch

Am Dienstag, den 24. Oktober wurde ein Brandanschlag auf das Gebäude des argentinischen Militäratachés in Montevideo ausgeübt. Die Attacke verursachte relevanten Schaden an der Fassade.

Angesichts des offiziellen Schweigens, das unsere Aktionen unterdrücken möchte, haben wir uns entschieden, sie zu erklären, um ihr Bedeutung und Kontext zu geben.

Mit der Bestätigung des Todes des Gefährten Santiago Maldonado und nachdem der Konflikt der Mapuche und seine Entwicklung weltweit in den Blickwinkel geraten sind, haben wir uns entschieden, dieses Symbol des argentinischen Staates anzugreifen, um Solidarität mit der Sache der Unterdrückten (in diesem Fall mit den Mapuche) zu zeigen und um unseren gefallenen Gefährten zu rächen und uns zu ihm zu bekennen.

Wir verurteilen die Absprachen zwischen den argentinischen Staat und dem mulitnationalen Konzern Benetton, als legalen aber illegitimen Eigentümer von mehr als einer Million Hektar im argentinischen Patagonien, wo nicht nur Schafe für die Textilindustrie gezüchtet werden, sondern sich zudem mehreren umweltzerstörenden Projekten , wie Bergbau, Aufforstung und Anbau von genetisch veränderten Mais, gewidmet wird.

Mit unserer erhobenen Fäusten grüßen wir unsere Geschwister der Mapuche, die nach wie vor Widerstand gegen gegen die unterdrückerischen Winkga (Nicht-Mapuche) leisten und fordern die sofortige Freilassung von Facundo Jones Huala.

Santiago lebt in den Kämpfen der Unterdrückten!
Marichiwew! (“Wir werden immer gewinnen”)
Lang lebe die Anarchie!

Unsichtbares Nacht-Kommando

Montevideo, Uruguay: Straßensperre für Santiago Maldonado

erhalten auf spanisch am 26.10.2017

Am Mittwoch den 25. Oktober haben wir uns zur Mittagszeit entschieden, die nachmittägliche Monotonie sowie den Verkehr und die Beförderung von Waren zu unterbrechen, damit sich die Passant*innen einen Augenblick ihrer entfremdeten Stunden nehmen, um über das Leben und den Tod von Santiago Maldonado, dem anarchistischen Kämpfer, der unlängst vom argentinischen Staat ermordet wurde, nachzudenken.

Santiago wurde verschleppt und ermordet, weil er seine Solidarität mit der Sache der Mapuche zum Ausdruck gebracht hat, die bis zum heutigen Tag in verschiedenen Siedlungen Widerstand leisten, die sie sich vom multinationalen Konzern Benetton zurückgeholt haben.

Auch an sie geht unsere Unterstützung und sie und ihrem würdigen Kampf, möchten wir auch in das Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen.

Aus diesem Grund haben wir beschlossen den Verkehr an der Kreuzung von den Straßen Arenal Grande und Galicia, zu unterbrechen. Dafür haben wir mehrere Autoreifen angezündet und Flugblätter hinterlassen, um die Aktion zu erklären.

Santiago ist nicht gestorben, er lebt in der Revolte!

Der soziale Kampf geht weiter!

Kollektives Feuer auf den Straßen

Wien: Mahnwache vor der argentinischen Botschaft

Anläßlich eines internationalen Aktionstages wegen Santiago Maldonados Ermordung, wurde in Wien am Freitag, den 27.10.2017,
eine spontane Mahnwache, mit Rede und Flugis, vor der argentinischen Botschaft abgehalten.

Druckvorlage des auf der Kundgebung verteilten Flugblatt der FDA – IFA

Santiago ermordet! (pdf), das von der Wiener Gruppe erstellt wurde (mit Hintergrundinformationen)

Argentinien: ¡Santiago presente! (Santiago ist anwesend)

Am Staat klebt Blut, Rache für Santi Für jede(n) toten Anarchist*in, werden tausend neu geboren

Der Mord an Santiago Maldonado hat eine Reihe von Aktionen in Argentinien ausgelöst. Santiago verschwand, von der Gendarmerie entführt, am 1. August. Am 20. Oktober wurde bestätigt, dass es sich bei der gefundenen Leiche um unseren Gefährten Santiago Maldonado handelt. Wir hoffen, dass die Schuldigen die schlimmste Rache erleiden werden.

Tod dem mörderischen Staat. Santiago ist anwesend!


Heute, wie letzte Nacht, gehen wir auf die Straße. “Santiago ist anwesend!”

Jetzt bist du Teil der Erde, die du so geliebt hast.

Traurig sind die Stunden, die wir erleben. Am 20. Oktober, bestätigte Sergio Maldonado, wovor wir uns so fürchteten. Der von der Gendamerie im Fluss Chubut abgelegte Körper, ist der Gefährte Maldonado.

Die Gendarmerie ist verantwortlich. Der Staat ist verantwortlich. Weil sie es waren, die ihn aus dem rebellischen Gebiet von Cushamen am 1. August mitgenommen haben.

Santiago Maldonado ist nicht länger ein Vermisster, jetzt ist er ein Ermorderter. Aber wir dürfen das Wichtigste nie vergessen. Santago Maldonado wurde getötet, weil er gekämpft hat, weil er solidarisch war, weil er sich an der Seite der Kämpfenden der MAP, der Autonomen Mapuche Bewegung von Puel Mapu der Gendarmerie entgegengestellt hat und die Freiheit von Facundo Jones Huala gefordert hat.

Santiago Maldonado wurde durch das Privateigentum umgebracht. Nicht zufrieden damit, ihn verschwinden zu lassen und ihn zu töten, versuchen ihn sogar als Persönlichkeit zu verfälschen, wie viele, die behaupten, die Erinnerung an ihn, würdigen zu wollen.

Das sollten wir, als Kämpfer*innen immer in unseren Herzen bewahren, wenn jemand an der Seite Anderer versucht die beschissene Gesellschaft zu ändern, in der die Ware wichtiger ist, als das Leben.

Unsere beste Würdigung ist es, weiter zu kämpfen, weiterhin den Staat und das Kapital herauszufordern, wie er es tat. Santiago Maldonado, der an den Barrikaden von Chiloé kämpfte, um das Meer zu verteidigen. Santiago Maldonado, der für das überwältigende südliche Land kämpfte.

Jedes Mal, wenn der starke patagonische Wind bläst, wird er dort sein.

Immer wenn die Rebell*innen der Welt versuchen, den Himmel im Sturm zu ergreifen, wird er dort sein.

Ruhe Gefährte, die See, das Land und die Wälder, für die du ein Leben gegeben hast, warten darauf, dir Zuflucht zu geben.

Quelle: Publiziert von contramadriz, verfasst von der Biblioteca Ghiraldo (Rosario, Argentinien)

Argentinien: Verbindungen zwischen Mapuche und Anarchist*innen

Die vorliegende Übersetzung ist ein Absatz des von einigen Anarchist*innen aus Buenos Aires verfassten Artikels “Wir können sogar noch schlimmer sein- Überlegungen und Reflektionen nach einem Monat des Verschwindens von Santiago Maldonado”. Der vollständige Text ist auf den spanischsprachigen Seiten von Contrainfo publiziert.

(…)Verbindungen zwischen Mapuche und Anarchist*innen

In den letzten Jahren haben wir erlebt, dass einige Gemeinde der Mapuche von einer legalistischen Perspektive des Kampfes abgerückt  sind und sich entschieden haben, die Güter von Großgrundbesitzern und Teile von staatlichem Land zu besetzen. Maschinen wurden nieder gebrannt und es gab koordinierte Angriffe an verschiedenen Orten einzelner Farmen – was mit dem zu vergleichen ist, was in Wallmapu auf der chilenischen Seite vor sich geht.

Die Medien haben es sich angemaßt zu erklären, dass alle Mapuche zur RAM gehören bzw. dass die Mapuche, die in der LOF leben, allesamt dieser Gruppe angehören und schaffen damit einen perfekten inneren Feind. Tatsächlich, ist die RAM (Resistencia Ancestral Mapuche) nichts anderes als das Kürzel, mit dem einige Mapuche ihre Aktion in der Wallmapu in Argentinien erklären

El Lonko Facundo Jones Huala soll dieser Gruppe angehören. Momentan sitzt er im Gefängnis in Esquel, wo er 18 Tage im Hungerstreik verbringt und auf eine mutmaßliche Auslieferung nach Chile wartet. Er erkennt das Auftreten einer historischen Konfrontation nicht nur mit dem argentinischen, sondern ebenso mit dem den chilenischen Staat, zusammen mit den Unternehmen, die indigene Territorien (mit der Argument des Fortschritts) ohne Angst vor Repressalien verwüstet haben. Das ist ein Ahnenkampf, der mehr als 500 Jahre dauert. Die RAM ist nur ein kleiner Ausdruck dieses Kampfes.

Die Belästigung und Verfolgung, die nicht nur durch die Kräfte der Ordnung, sondern auch durch die Unternehmen und die Medien erfolgen, sind widerwärtig. Sie versuchen die Repression und den Vorschub des Neokolonialismus gleichermaßen zu rechtfertigen. Sie hauen Schlagzeilen raus, in denen behauptet wird, dass die Mapuche mit der FARC verbunden, dass sie schwer bewaffnet, dass sie „Fake-Indianer*innen wären und anderen Blödsinn.

Für uns als Anarchist*innen ist es unmöglich nicht über die verschiedenen Arten staatlicher Belästigungen und Angriffe auf die Mapuche (sowie über die Methode des Verschwindenlassens in Wut zu geraten) Was sich alles auch auf die Qom, die Wichi, oder die Guaraní übertragen lässt, ganz zu schweigen von den Stämmen, die im Amazonasgebiet leben und die den Vormarsch der Maschinen (der als Fortschritt verstanden wird) widerstehen.

Wir teilen vieles mit den Mapuche, die im Süden der Region kämpfen, aber es gibt auch eine Kluft, die uns von ihnen trennt. Ihre Organisationsformen, die Beziehungen und ihre Entfaltung in der Natur, sind eine Veranschaulichung ihrer eigenen Kosmovision. Vorankommen zu wollen und eine eigene Mapuche Nation herbeizuführen, ist etwas, was wir als Anarchist*innen ablehnen. Wir respektieren ihre rebellische Würde und zeigen unsere Solidarität, aber wir sind nicht einverstanden mit ihrem Kampf in seiner Gesamtheit. (…)

Wien: Veranstaltung aus Solidarität mit Santiago Maldonado an der Argentinischen Botschaft am Freitag, den 15. September um 17 Uhr

eingegangen am 23.9.2017
Hallo,
wir, einige wiener anarchisten, haben uns am 15.9.2017 vor der argentinischen botschaft versammelt, um ein zeichen der solidarität mit santiago maldonado, seiner familie und seinen freunden  und der geknechteten argentinischen bevölkerung sowie mit dem Kampf der Mapuche, auszudrücken !
Gebt nicht auf…der Kampf geht weiter !
Land und Freiheit !
Es lebe die Anarchie!
Mobilisierungsplakat zur Kundgebung als PDF

A Coruña, Galizien: Straßenpropaganda, aus dem Anlass, dass Santiago Maldonado ein Monat verschwunden ist

Ein Monat nach dem Verschwinden des Gefährten Santiago Maldonado gingen wir im Nordwesten der iberischen Halbinsel zweicks Weiterverbreitung auf die Straße.

A Coruña, Hafenstadt, von der sie hunderte von Schiffen mit Immigrant*innen nach Lateinamerika entließen. Praktisch keine Information gibt es darüber, das auf dieser Seite des Atlantics die hegemonialen Mittel zählen. Wir haben es auch nicht anders erwartet.

Das koloniale Europa hat nie aufgehört zu exisitieren, aber sehr wenig wird hier über die Zerstörung erzählt, die Multinationale und ihre Verbündete in Südamerika ausrichten, Sie ist versteckt hinter der Maske der Nichtorganisierungsorganisationen und der scheinheiligen und bevormundenden Barmherzigkeit.

Bevor der Reinigungsdienst der Stadt hat die Mauern wieder verstummen lässt, haben wir etwas zum 1. August mitgeteilt, als die argentinische Gendarmerie Santiago “El Lechu” in dem widerstängien Lof Cushamen entführt hat über die Repression und der permanenten Ausbeutung,  der die Mapuche ausgesetzt sind.

Als Unterstüzung bei der Situation, mit der alle Gefährt*innen in Argentinien konfrontiert sind, aus Solidarität mit dem Kampf der Mapuche, jenseits aller Gebiete, die vom Staat begrenzt sind. Für den Gefährten “Lechuga” und für alle, die gegen Herrschaft kämpfen.

Benetton und der argentinische Staat sind verantwortlich!

auf Spanisch