Kontakt

Für Übersetzungen, Korrekturen und/oder Originalmaterial für Veröffentlichungen, wie zB Updates von der Straße, Berichte von Aktionen, Bekennerschreiben, Texte über gefangene oder verfolgte GenossInnen, Aufrufe, Broschüren, Meinungen, usw.: contrainfo(at)espiv.net

PGP Schlüssel

Klickt hier (.asc file) zum Download unseres PGP-Schlüssels.

Montevideo, Uruguay: Versammlung am 20. April zur Unterstützung der Gefährt*innen, die wegen der Räumung des LA SOLIDARIA in Untersuchtungshaft sitzen

Versammlung für die 7 Gefährt*innen, die sich für die

Räumung des La Solidaria in Untersuchungshaft befinden.

8 festgenommen, 2 Hausdurchsuchungen, 1 Prozess, 1 Anklageerhebung (bisher)

Donnerstag, den 20. April, 14 Uhr (pünktlich)

Gericht, in der Juan- Carlos -Gómez-Straße

Nehmt eure Hände von unseren Sozialen Zentren!

auf Spanisch

Internationale(r) Tag(e) des Kampfes gegen Zoos

Internationaler Tag des Kampfes gegen Zoos, 28, 29. und 30. April, keine Käfige, keine Grenzen

Wir starten einen internationalen Aufruf gegen Gefängnisse nichtmenschlicher Tiere, Zoos genannt. Die Idee dahinter ist, dass jede Region ihren Bedüfnissen und Möglichkeiten entsprechend, eigene Aufrufe verfasst, sich selbst organisiert und auch ihn ihrem Gebiet eigenverantwortlich Aktionen durchführt.

Wir haben den 28., 29. und 30. April ausgesucht, um die Kämpfe gegen diese Symbole der Domistizierung und Kommerzialisierung des Lebens zu verstärken und die Solidaritätsverbindungen, zwischen den verschiedenen Widerstandsregionen zu festigen und die gegenseitige Unterstützung in den verschieden Region auszubauen,.

Wir erinnern daran, dass unser Widerstand nicht nur über diese drei Tage geht, sondern ein ständiger Prozess ist, den wir mit diesem internationalen Tag(en) stärken wollen.

Bis jetzt sind organisierte Aktionen für Argentinien, Brasilien, Costa Rica,El Salvador, Spanien, Mexiko und Peru gemeldet.

Für Personen aus Regionen, in denen BewohnerInnen gegen Zoos kämpfen und die an den Internationalen Tagen partizipieren möchten, informieren wir über die Mail-Adresse: frat@autistici.org

WEDER KÄFIGE NOCH GRENZEN

Internationale Koordinator*innen  zur Schließung von Zoos

auf Spanisch

Santiago, Chile: Zusammenstöße mit der Polizei am 23.März im Rahmen des “Tages der jungen Kämpfer*innen”

Der rebellische Kampf ist unsere beste Würdigung eines aktiven und kämpferischen 29. März

Auf die Straßen, um ein weiteres Jahr an die im Kampf gefallenen Gefährt*innen zu gedenken und zu erinnern!

Rafael und Eduardo Vergaro sind nicht vergessen, erst recht nicht vergeben.

Ohne Furcht stellen wir uns der verdammten mörderischen Polizei diese Landes.

Wir erinnern auch an unsere eingesperrten Gefährt*innen, dass die Solidarität  immer aktiv ist und nicht vergisst

Wir rufen zur Konfrontation mit der Polizei auf!

29. MÄRZ – SCHWARZ UND KÄMPFERISCH

Der Tag “Tag des jungen Kämpfer*innen” geht auf die Ermordung  der beiden Brüder Rafael (18) und Eduardo (20) Vergara Toledo in Santiago im Jahre 1985 durch die Polizei zurück. 

*

Montevideo, Uruguay: Über die Verhaftungen und mit dem La Solidaria in Verbindung stehenden Razzien

Am Freitag, den 4. April haben Angehörige von Geheimdienst und Polizei zwei aufeinander abgestimmte Razzien in Verbindung mit dem Sozialen Zentrum La Solidaria durchgeführt. Die Razzien endeten mit fünf verhafteten Gefährt*innen. Eine dieser Personen wurde, ohne Haft, zu Schadensersatz bestraft.

Die Anklagen könnten noch um das schwerwiegendere Raubdelikt ergänzt werden und sind das Ergebnis von Ermittlungen der repressiven Staatsorgane seit der Räumung des Sozialen Zentrums und den daraus entstanden Protesten.

Der Staat hat mehr Verhaftungen in den kommenden Tagen versprochen. Es ist möglich, dass es dann mehr Verhaftungen geben wird. Privateigentum wurde in Frage gestellt und Selbstorganisation war der Auslöser. Die Spannung zwischen staatlichen Bestimmungen, die die bestehende, auf Profit und Ausbeutung bestehende Ordnung verteidigen und der Fähigkeit selbstorganisiert, für radikale soziale Wandlung zu kämpfen, war unvermeidbar.

Die Befähigung sich Plätze zu nehmen und ihnen ein wirkliches Leben zu geben, sie in den Dienst des autonomen sozialen Kampfes zu stellen und respektlos gegenüber der Herrschaft zu sein, werden von den Verteidiger*innen des Kapitals niemals vergeben. …

Im Moment ist gedankliche Klarheit sehr wichtig und die Fähigkeit standhaft zu bleiben, ist entscheidend.

Verteidigt unsere Sozialen Zentren, verteidigt den Kampf für Freiheit.

Für Selbst-Organisation und Direkte Aktion

Anarchistinnen

PS: Zu dem Zeitpunkt, als dieser Text geschrieben wurde, wurde ein anderer Gefährte verhaftet und zur Anhörung vor Gericht geführt. Insgesamt sind es jetzt sechs Verhaftete in einer Woche, zusätzlich zu den zwei Leuten, die am Tag der Räumung, nicht lang nach den Protesten in Haft genommen wurden.

auf Spanisch

Roman “Anarchy in a cold war” von Kurtis Sunday zum Freien Download

Buchbeschreibung:

Anarchy in a Cold War (Anarchie in einem kalten Krieg) ist ein englischsprachiger Roman von Kurtis Sunday, der von der West-Berliner Alternativen – Hausbesetzer*innen-  Punkszene während der letzen Phase des Kalten Krieges handelt. Die Stadt, ein Brennpunkt im Kalten Krieg zwischen Ost und West, war eine kapitalistische Enklave im Zentrum des kommunistischen Ostdeutschlands. Sie war vollständig umgeben durch die Berliner Maue, komplett mit Stacheldraht und Maschinengewehrposten. Einiges ist bekannt und einiges nicht. Der Kalte Krieg tobt und die Raketen sind bestückt und warten in ihren Silos. Wenn der Atomkrieg ausbricht, wird es eine vierminütige Warnung geben. Es gibt kein Internet und vielleicht NO FUTURE Realität? Sur-realität? Ode There is much that is familiar and much that is not. The Cold War is raging and the missiles are armed and waiting in their silos. If nuclear war breaks out there will be a four minute warning. There is no internet and perhaps NO FUTURE. Reality? Sur-reality? Oder Hyper-realität?

“Anarchy in Cold War” steht auch frei zum Download unter Creative Commons  bereit.

Zur Downloadseite

Salamanca, Spanien, Tag im CSA La Perrera zur Unterstützung der anarchistischen Buchmesse Salamancas

Liebe Grüße,

es freut uns, erneut einen neuen Tag zur Unterstützung der anarchistischen Buchmesse in Salamanca, am Freitag, den 28. April 201, im CSA (Anarchistisches Soziales Zentrum) Pererra, zu veranstalten.

Wir beginnen um 20:00 mit einem Vortrag über die Müllverbrennungsanlage, gehalten von Leuten aus Gipuzkoa vom dem Kollektiv Gipuzkoa Zutik.

Die öffentliche Debatte über die Gipuzkoa Müllverbrenungsanlage hat seit 29. Mai eine weiterere Stufe erreicht. Nach einer massiven Menschenkette gegen die Anlage, die die sie im Viertel Zubieta bauen wollen, folgte eine neue Aktion. Gipuzkoa Zutik war geboren, die Bewegung, die ein dauerhaftes Camp vor der Provinzregierung organisiert hat. Es wurde zu einem Treffpunkt, um eine große Anzahl von Problemen zu besprechen, die die Bürger*innen von Gipuzko betreffen.
Was als Protest gegen die Abfallpolitik begonnen hatte, wurde von der ersten Versammlung an, in ein eine Kritik der herrschenden Klasse verwandelt.

Im Anschluss folgen drei Auftritte von drei großartigen Bands:

Insane (Yeah, Yeah Punk aus Riolobos) Anklicken zum Hören
Punkaldero (JotaStreetPunk aus El Piornal) Anklicken zum Hören
Tribu Fyah (Reggae us El Pais Txarro) Anklicken zum Hören

CSA La Perrera C / Vitigudino nº7, (direkt am Plaza del Oeste) -Salamanca
Es gibt vegane Tapas
Freier Eintritt.

Asunción, Paraguay: Die Freude einen Kongress, als Symbol der staatlichen Unterdrückung, anzuzünden

Die Mächtigen in Paraguay sind Herr*innen über alles, , darunter soziale und politische Konflikte. Sie verfügen über viele Tentakel. Den Leuten gewähren sie Anteil an diesen Konflikten, aber nur als Zuschauende oder Handlanger*innen. Dazu gezwungen, sich auf diese Art zu beteiligen, wachen die Menschen manchmal auf und entdecken, den ihren eigenen Interessen und Forderungen entsprechenden Konflikt wieder. Sie brechen mit dem, was die Elite von ihnen erwartet und überwinden ihre ihnen zugewiesenen Rollen und verändern die Lage dramatisch.

Das ist es, was wir am 31. März gesehen haben. Das Anzünden des Kongresses war nicht Bestandteil des Plans der Elite, den Konflikt des Landes zu bewältigen. Aber es war eine Herzensangelegenheit der Leute, eine Institution in Brand zu setzen, die Jahrzehnte politischer Unterdrückung symbolisiert. Die Menschen entschieden nach ihren eigenen Wünschen zu handeln und erfuhren die Freude den Kongress nieder zu brennen, indem sie all die vorher festgelegten Pläne zerstörten und der Kontrolle der Macht entkamen und eins mit dem Feuer wurden.

Die Fakten veränderten sich, als die Menschen handelten und zu Protagonist*innen ihre eigenen Geschichte wurden. Genauso wie die Mächtigen immer unser Leben von uns enteigneten, können wir ihre Konflikte enteignen und sie zu unseren machen, jedenfalls für einen kurzen Moment. Die Mächtigen mögen es nicht, wenn die Menschen ihrer Kontrolle entkommen. Das ist es, wenn ihre Akteur*innen zur Ruhe im Namen eines Friedens aufrufen, der für Andere und ihre eigenen Interessen ist und niemals für die Menschen selbst. Dieser Moment kann sehr kurz sein. Jetzt rufen sie zur Ruhigstellung und sozialen Frieden auf.

Die Momente und gängigen Verfahren, die während kritischer Lagen, wie die am 31. März zu erleben sind, passen nicht in die Pläne oder zu den Richtungen von denjenigen, die sich dem politischen Theoretisieren widmen und niemals über ihre Parteipläne hinaus schauen.

Direkte Aktion und die Mobilisierung auf der Straße sind Lernprozesse für die Bewegung und die Leute entdecken, dass sie über mehr Autonomie verfügen, als sie während dieser befreienden und konstruktiven Erfahrung eines sozialen Konflikts realisiert haben. Einem Konflikt, der auf Jahre von Ungleichheit und politischen Machtmissbrauchs reagiert. Die individuellen und kollektiven Geschichten von Leuten manifestieren und materialisieren sich in konkreten Aktionen gegen das, was sie täglich als Macht erkennen und in Solidarität mit denen, die ihnen zur Seite stehen und die selbe Repression erleiden. Eine exzellente Beschreibung dieser Aktion ist „Improvisation“

Die Polizeigewalt war nichts Ungewöhnliches oder etwas, was aus dem Rahmen fiel, noch war es eine Überraschung, wie es einige jetzt sagen. Dieses Mal schritt die Polizei voran, so bald die Fernsehkameras ausgeschaltet wurden, die Straßen von Asunción in eine Neuauflage von Stroessner‘s Diktatur in den 1970ern zu verwandeln. Willkürlich wurden sogar diejenigen verhaftet, die sich in der Nacht vom 31. März bis zur Morgendämmerung des 1. April von der Konfliktzone entfernten. Insgesamt waren das Ergebnis über 200 Verhaftete, Angriffe auf die LGTBIQ Kommune, sexistische Gewalt und übermäßige Repression, vor allem die kalblütige Ermordung des jungen Rodrigo Quintana während eines Angriffs auf eine Parteizentrale der lokalen politischen Opposition.

Verfassungmäßigkeit, Institutionalität und Legalität sind nicht die grundlegenden Themen und wir alle erkennen das. Legalität ist die, ihren Interessen unterworfene, Ausübung ihrer Macht zu einer bestimmten Zeit, weshalb sie sich verändert, wenn ihre Interessen sich ändern. Staatliche Gewalt ist eine Antwort, um die von ihnen selbst bewirkte, politische Krise zu beenden. . Es überrascht uns nicht, aber es hindert uns nicht, wütend zu sein. Die Mörder von Rodrigo Quintana verdienen keine Straflosigkeit.

Jetzt ist die Zeit zu handeln, die Praxis der Autonomie, allen Widrigkeiten zu Trotz, durch Direkte Aktionen umzusetzen und sich gegen das, zu stellen, was von den Leuten erwartet wird, d.h. Unterordnung, Gehorsam innerhalb vorher in Parteizentralen festgelegter Grenzen und die Rollen als Zuschauende.

Lasst uns den Augenblick nutzen und nicht die etablierten Rollen erfüllen.Verzichtet für einen Moment Lehrlinge und Zuschauer*innen zu bleiben. Wir sind „Pueblo“, wir sind Aktion.

Koordination Anarchistischer Gruppen und Einzelpersonen Asunción – COGIA

auf Spanisch

Paraguay: Über den Aufstand in Asunción

Die laufenden Ereignisse des 31. März haben uns trotz gemischter Gefühle und interner Auseinandersetzung über die uns selbst und unseren GefährtInnen gestellte Frage, „Was uns als Anarchist*innen an der Verfassung oder der politischen Krise überhaupt interessieren sollte” selbst tief getroffen.

Wir waren, wie viele andere Leute, überrascht von der spontanen Explosion von Wut und Langeweile von Leuten, die so unterwürfig und gewohnt an Passivität , aber so müde waren, dass sie ihre Angst vor Tränengas und die Gummi-Geschosse verloren und sich widersetzten , erhoben und ihre wildesten Leidenschaften entfesselten. Trotz der Aufruhe zur Ruhe und friedlichen Protesten durch Sentatoren und Parteiführung, haben sie die Leute ignoriert und entdeckt, was sie für sich selbst tun können. Den Kongress nieder zu brennen ist nicht unbedeutend.

Im Zentrum des Konflikts war der Einfallsreichtum und die Kreativität von Leute, die sich der polizeilichen Repression widersetzten, ohne von irgendeiner Person geleitet worden zu sein. Die Straße wurde der Lernort, wo sie einen Schritt Richtung des Verlernens von Passivität und einen weiteren Richtung Erfahrung von Widerstand, Selbstverteidigung und Angriff gegen Symbole von Erfahrungs traten.

Scharfe Muniton, die auf den Straßen Estrella, Chile und anderen Plätzen in der Stadt abgefeuert wurde, war nicht genug, die Wut tausender Arbeiter*innen , Student*innen, Chacariteños und Rocker zu zerstreuen, die ihr Pläne für Freitagnacht, aufgrund des verräterischen Repressionsspektakel änderten und sich entschieden , den destruktiven Luddismus freien Lauf zu lassen, der nötig ist mit dem Frieden der Abgestorbenen zu brechen.

Wir fordern, angesichts der jüngsten Ereignisse alle im Alarmmodus zu bleiben und wir ermutigen alle selbst-organisierten Gruppen und Einzelpersonen, sich nicht zurückzuziehen, nachzulassen oder aufgrund von parteiischen Kalkulationen beinflussen zu lassen, die uns nur in Furcht zurückfallen lassen. Lasst immer die revolutionäre Praxis die Antwort auf Staatsterrorismus sein! Gegen soziale Passivität.

Seht wie gegenseitige Unterstützung und Solidarität spontan von Leuten praktiziert wurden, die dir Salzwasser gaben, wenn du keine Luft mehr vom Tränengas bekamst und dich an einen sicheren Ort trugen, selbst dann, wenn sie ein Ansturm blauer Helme riskierten und von anderen Leuten, die dich aus den Klauen der Polizei retteten. Diese Vorgehensweisen sind sehr wichtige Ansatzpunkte für uns als Anarchist*innen, die ein Leben voller Freiheit, ohne Autorität entwerfen, es sich wünschen und danach streben.

Von unserer Positionierung als Anarchist*innen laden wir euch ein, sich an allen zukünftigen Demonstrationen zu beteiligen, wieder auf die Straße zu kommen und den Kampf gegen staatlichen Terrorismus zu entzünden.

Habt den Feind immer vor Augen. Glaubt nicht an Reden von Partei-Anhänger*innen und schafft den „Krieg der Informationen“ aufzudecken, der uns immer erreicht, wo unser Kampf Realität ist.

Es gibt keine Erlösung für unterwürfige Menschen, das Blut der Unschuldigen wird nicht unbestraft bleiben.

Affinitätsgruppe anarchistischer Aufständiger(GAAI)

auf Spanisch

Mannheim: VIO.ME- Produkte auf der IV. Anarchistischen Buchmesse

VIO.ME- Produkte auf der IV. Anarchistischen Buchmesse am 22.4. und 23.4 im Jugendkulturzentrum Forum in Mannheim

Seit Mai 2011 halten die Kolleg*innen von VIO.ME in Thessaloniki (Griechenland) ihren Betrieb besetzt. Zuvor hatten die Eigentümer Konkurs angemeldet und die Arbeiter*innen über ein Jahr nicht bezahlt. Seitdem produzieren die VIO.ME-Arbeiter*innen selbstorganisiert, basisdemokratisch und ohne Chefs.

Sie haben die Produktion auf umweltfreundliche Seifen und Reinigungsmittel umgestellt. VIO.ME ist zu einem Symbol der Arbeiter*innen-Selbstverwaltung geworden.

Die VIO.ME-Produkte sind rein pflanzlich und vegan. Sie enthalten keine künstlichen Zusatzstoffe und kein Parfüm.

Der Verkauf, u.a. auf der IV. Anarchistische Buchmesse Mannheim, unterstützt solidarisch die
VIO.ME-Arbeiter*innen und ihre Familien.

Griechenland, Athen: Solidarität mit dem inhaftierten Anarchisten Panagiotis Aspiotis, der sich derzeit im Hungestreik befindet

Der zur Zeit im Korydallos Gefängnis inhaftierte Anarchist Panagiotis Aspiotis befindet sich seit dem 22. März im Hungerstreik. Er protestiert gegen die Ablehnung seines Antrags, am staatlichen Berufsbildungsinstitut (IVT) des Korydallos Gefängnisses studieren zu können, die trotz seiner völligen Berechtigung zu dieser Maßnahme entschieden wurde. Vor ein paar Tagen traten vier weitere Gefangene ebenfalls dem Hungerstreik bei, was aus dem selben Grund erfolgte.

In seinem früheren Antrag auf Gefängnisüberführung, hat P. Aspiotis Ausbildungszwecke geltend gemacht, da er für das IVT des Korydallos Gefängnisses zugelassen wurde, so wie persönliche Gründe, die sich auf Kommunikationszugang zu seiner Partnerin und neugeborenen Kind beziehen. Die Ablehnung seiner Anträge kommt für uns nicht wirklich überraschend, da der Justizminister – in loyaler Mitarbeit mit der Staatsanwältin des Gefängnisgerichts, Stamatina Perimeni, schon lange ihre Masken herunter gezogen haben, die ihre faschistische Geisteshaltung verschleierten. Dieses Mal ist der juristisch haltlose Grund, auf den sie sich berufen, um P. Aspiotis und all die anderen Hungerstreikenden ihr Recht vorzuenthalten, am IVT zu studieren,, die Gefangenen in anderen Gefängnissen registriert sind als in Korrydallos. Dieses ist eine Handlung, die das Funktionieren des IFT selbst untergräbt, weil von einundzwanzig erfolgreichen Bewerbern, denen die IVT Kurse anerkannt wurden, nur neun eine Teilnahmeberechtigung gewährt wurde. Nicht zufällig ist die selbe Staatsanwältin, die wie eine nostalgische Unterstützerin des Umerziehungslagers Makronissos erscheint, diejenige, die wiederholt den Antrag auf Hafturlaub von K. Gournas und D. Koufontinas ablehnte und Bußbereitschaft forderte.

Die Ablehnung dieser Anträge durch diese loyale Bevollmächtigte der SYRIZA-ANEL Koalitionsregierung bedeutet eine schwerwiegende Verletzung der Gefangenenrechte und einen Versuch, ihre soziale Marginalisierung zu verstärken. Ihr gut beworbenes, allerdings vorgebliches Versprechen, die Lebensbedingungen der Gefangenen allgemein zu verbessern, so wie die spezifischeren Bestimmungen zur Einrichtung von „Zweite-Chance-Schulen“, was einige Monate vorher vom Generalsekretär des Justizministers (E. Fytrakis) verkündet wurde , erwiesen sich früh als leere Versprechungen und zugleich auch als eine weitere medienorientierte Kampagne, alleine um die Gefangenen zu besänftigen und jegliches Einfordern der Menschenrechte in diesen Zusammenhang verstummen zu lassen.

Diese Regierung ist nur eine weitere Regierung, die die Öffentlichkeit täuscht und die Interessen der wirtschaftlichen Eliten fördert und schützt. Die Menschen durch Beschneidung der Löhne und Renten verarmen lässt, Wohn- und Grundstückseigentum an Banken und große Unternehmen spendet und öffentliche Güter zum Verkauf anbietet, um den gefräßigen Hunger internationaler Konzerne zu stillen. Sie erfüllen die Pläne ihrer Vorgänger*innen mit übermäßigen Eifer, durch Verschrottung jeglichem sozialen Feingefühls, das sie  gepredigt haben und verstärken ihre Unterdrückungsprogramme.

Der Fall von P. Aspiotis ist ein unverhohlener Ausdruck der Rachsucht, Heuchelei und des Autoritarismus des staatlichen Strafverfolgungsmechanismus. Im Februar 2016 wurde der Gefährte, nach seiner Veweigerung eine DNA-Probe, durch einen Mann der Anti-Terror-Einheit, schwer verletzt. Als „natürliche“ Konsequenz bringt ihn die Anti-Terror-Einheit am 6. April zum Gericht in der Evelpidon Straße (in Athen). Es ist erwähnenswert, dass die staatsanwaltschaftlichen Vorschriften zu erzwungenen DNA-Probe behördlich, (zumindest theoretisch) eingestellt wurden. Dieses erfolgten nach dem harten und leidenschaftlichen Kampf der politischen Gefangenen, die im März 2015 in den Hungerstreik gingen.

Unser Gefährte, P. Aspiotis und all die anderen Gefangenen, die an diesem langwierigen Hungerstreik teilnehmen, verteidigen ihr fundamentales Menschenrecht zum Zugang auf Bildung.  Ihre einzige Waffe ist ihr Körper und ihr eigenes Leben. Zusammen mit der Staatsanwältin spielt der Justizminister bewusst auf Zeit, damit der Hungerstreik zu Ende geht und die Forderung der Gefangenen unerfüllt bleiben. S. Perimeni, E. Fytrakis und der Justizminister S. Kontonis nutzen die Gesundheit und das Leben der Gefangenen bei ihren Machenschaften und unterziehen sie einer systematischen Folter. Sie sollen für ihr Leben in Verantwortung gezogen werden. Sie sollten sich besser auf eine angemessene Reaktion auf das Ergebnis ihrer Maßnahmen vorbereiten.

Solidarität für unseren Gefährten P. Aspiotis und den anderen Hungerstreikenden

Wir protestiern für eine sofortige Erfüllung der Forderung am IVT des Korydallos Gefängnisses zu studieren. 

(Wir rufen Alle dazu auf, sich aus Solidarität mit dem hungerstreikenden P. Aspiotis am 6. April um ) Uhr am Gericht in der Evelpidon Straße zu versammeln)

Die Initiative für Solidarität mit P. Aspiotis and alle anderen Hungerstreikenden

auf Englisch

Buenos Aires, Argentinien: Veranstaltungen im Ateneo Anarquista de Constitución

Ateneo Anarquista de Constución

-nächste Aktivitäten-

Dienstag, den11.4. Vortrag durch Pedro García Olivo “Der Platz des Verbrechens in der Institution, zur Kritik des öffentlichen Dienstes.”

Donnerstag, den 13.4. Vortrag / Diskussion – Soziales Theater: Entwicklungspotenzial als Mittel der Veränderung, Möglichkeiten und Grenzen

Freitag, den 14.4. antikleriales Varieté: unheiliger Freitag

Beginn der Aktivitäten: 19.00 – Brasil 1551

Ein Plakat, das in Paris anlässlich der Präsidentschaftwahl am 23. April verklebt wurde

Kein Gott, kein Herr, es lebe die Anarchie…

Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie längst verboten

Greifen wir die (regierende) Macht an!

Anarchistischer Aufruf gegen das G – 20 Treffen in Hamburg

Wenn sich am 7. und 8. Juli 2017 die erfolgreichsten Kriegsverbrecher*innen der Gegenwart, die skrupellosesten Ausbeuter*innen von Mensch und Natur, die selbsternannten Leader dieses Planeten, in Hamburg treffen, werden sie dort von uns nicht mit irgendwelchen Forderungen an besseres Regieren oder sozialeres Versklaven konfrontiert und damit aufgewertet werden.

Sie werden die Wut der Straße verspüren, wenn sie mit ihren Kolonnen durch menschenleere Stadtteile eilen und sich dabei über die nächtlichen Anschläge der letzten Wochen unterhalten.

Dieser Aufruf will sich nicht, wie so viele andere zu ähnlichen Treffen, in einer Analyse über die

Bedeutung der G – 20 Treffen oder die Politik ihrer Teilnehmer*innen verlieren. Die Ungerechtigkeit der Welt ist schon tausend Mal erklärt worden, wer jetzt keinen Drang zum Handeln verspürt, braucht nicht einen weiteren Text.

Wir wollen von denen sprechen, die bereits in den Kampf gegen den Kapitalismus und seine ausübenden Staaten mit ihren konformen Gesellschaften verwickelt sind – also von Uns.

Gipfelproteste waren seit Seattle 1999 ein Katalysator des radikalen Widerstands, Individuen und Gruppen kamen zusammen, tauschten sich aus, standen gemeinsam hinter Barrikaden und trugen die Flamme des Widerstands in ihre Regionen zurück. Auch die Schüsse von Göteborg und Genua oder die zahlreich eingeschleusten Spitzel konnten die Entwicklung eines europaweiten, chaotischen Geflechtes von autonomen/anarchistischen/antiautoritären Strömungen nicht stoppen.

Dann kam die Kritik vom Eventhopping auf, als ob irgendjemand dafür plädiert hätte sich lediglich als Krawalltourist*in in einer beliebigen Stadt zu betätigen. In dieser Sektlaune einiger Bewegungsmanager*innen wurden die Proteste gegen den G – 20 in Cannes und Nizza 2011 vorbereitet; alles sollte anders, besser, politischer werden. Eine Nachbereitung wurde damals nicht mehr verbreitet – der Widerstand war schlicht und einfach ausgefallen, lediglich die üblichen Alibi-NGOs spielten ihr Programm ab.

Jetzt ist also Hamburg dran und die Verantwortlichen in den Mordzentralen der Geheimdienste, Polizeibehörden und Militärkommandos raufen sich die Haare. Sie befürchten das Wir kommen. Aber wir haben keine Führung die ausgeschaltet werden kann, unser Widerstand hängt nicht am Kaderverhalten einzelner Personen. Wenn du, der/die diesen Text gerade liest, nicht aktiv wirst, findet vielleicht gar nichts statt. Erwarte nicht, dass andere etwas für dich vorbereiten und du nur noch aufspringen musst.Sicher wird es eine große Demo der linken Spinner geben, die ihr demokratisches Ritual spielen wollen, wie es ihnen ein gewisser Herr Marx oder Lenin vor 150 Jahren aufgetragen hat. Und vielleicht werden wir auch bei dieser Demonstration dabei sein oder am Rand oder hinter den Linien der Bullen. Das zu überlegen und vorzubereiten ist noch Zeit genug.

Wir hingegen rufen zu einer Kampagne im Vorfeld auf – gegen jede Form von Herrschaft. Zerstören wollen wir bis zum Juli 2017 (und wenn es auch nur symbolisch sein kann… ) die Herrschaft des Patriarchats über die Frauen, die Herrschaft der Staaten über ihre Grenzen und urbanen Zentren, die Herrschaft der Arbeit über unsere Zeit, die Herrschaft des Geldes über unser Sozialverhalten, die Herrschaft der Waren über unser Leben, die Herrschaft der Bullen über die Angst vor Repression in unseren Köpfen.

In Hamburg und in jedem Dorf sind unendlich viele Ziele zum Zerstören geeignet, wir sollten jetzt damit anfangen. Damit im Juli 2017 die Entfremdung zwischen der Welt der G – 20 und dem Rest so groß geworden ist, dass wir keine Gipfeltreffen mehr brauchen um zusammen zu kommen. Die militante Kampagne gegen den G8 in Heiligendamm 2007 könnte als Vorbild dienen, denn sie hat, neben einem sinnlosen Ermittlungsverfahren, auch einer neuen Generation von Aktivist*innen durch selbstbestimmte klandestine Aktionen und den flüchtenden Bullen im Steinhagel von Rostock, ein Gefühl von eigener Stärke und den Möglichkeiten horizontaler Organisierung vermittelt.

Zudem rufen wir auch zu einer theoretischen Vertiefung unserer Praxis auf, wobei die Anwesenheit oder Abwesenheit der Anarchie bei Revolten wie jüngst in Frankreich, Spektakeln wie im März 2015 in Frankfurt, Ritualen wie am 1. Mai oder der alltäglichen Kiezpolitik und Nazi-Bekämpfung auf ihre Brauchbarkeit geprüft werden sollte. Denn wo wir nicht dabei sind, müssen wir uns nicht über die Dominanz von Reformisten beschweren. Und wo nur leere Phrasen mit einem A darauf verfügbar sind, kann sich das seichte Geplapper von „Aktionskonsensen“ mit folgenden Distanzierungen Gehör verschaffen. Ein derartiger Diskurs würde über die bisherigen (begrüßenswerten) knappen G – 20 Bezugnahmen in Anschlagserklärungen hinaus gehen müssen.

Unser Widerstand gegen das G – 20 Treffen will keinen „Sieg“ erringen, in dem Sinn einer Verhinderung dieser Veranstaltung. Es könnte lediglich der Anfang sein von etwas, was auch an jedem anderen Tag beginnen könnte: Die Selbstermächtigung des/der Einzelnen über das Bestehende und die (Selbst)organisierung in kollektiven Strukturen. Nur das einem Aufruf dazu sonst kaum Beachtung geschenkt würde. Deshalb also,

G – 20 Treffen angreifen!

Hamburg ins Chaos stürzen!

Die europäische Festung zerstören!

auf Portugiesisch / auf Spanisch / auf Englisch  / auf Französisch

Buenos Aires, Argentinien: Tag gegen die IIRSA

Sie organisieren sich, um uns zu verwüsten, wir organisieren uns selbst, sie zu zerstören

8. April, 17 Uhr, Lezama Park

Tag gegen die IIRSA (Infrastrukturiniative zur regionalen Integration Südamerikas)

Vorträge, Filmvorführungen, Offenes Radio, Theater

Berlin: Das Projekt „Tempest; multilingual -anarchist library“ erklärt sich für beendet

Das Projekt „Tempest; multilingual -anarchist library“ erklärt sich für beendet

Im Jahre 2009 hatten sich in Berlin einige Anarchist_innen aus verschiedensten Ländern zusammen gefunden und gemeinsam einen Vorschlag für eine multilinguale anarchistische Distro und – Bibliothek formuliert. Gesagt, Getan und so wurde das Projekt gestartet. Zuerst in einem Hausprojekt in Friedrichshain und später dann in der Reichenbergerstr. 63A in Kreuzberg.

Bis zuletzt war das Projekt auch in den Räumen in der Reichenbergerstr. 63A zu hause.

Es gab in den vergangenen 8 Jahren viele positive Erlebnissen aber natürlich auch einiges was schief gegangen ist.

Der Wunsch der ursprünglichen Gruppe aber auch allen anderen Mitstreiter_innen war und ist es in einer internationalen Stadt wie Berlin auf möglichst vielen Sprachen anarchistische Theorie und Praxis zur Diskussion zu stellen und zu erweitern. Im speziellen beschäftigte sich das Projekt mit der Theorie des aufständischen Anarchismus.

Um nicht im Alltags- und Szenesumpf die Dynamik zu verlieren hat sich die administrative Gruppe dazu entschieden, das Projekt zu beenden.

Die Räume wurden weitergegeben und eine neue Gruppe bespielt diese mit einem neue Projekt.Wir freuen uns über neuen Wind und Ideen.

Wir schauen mit Freude und Tränen auf die vergangene Zeit und bedanken uns bei allen Mitstreiter_innen.

Wir sehen uns auf den Straßen!

…wir brauchen etwas Zeit und Platz aber eine ausführliche Analyse der vergangenen Jahre folgt in den kommenden Monaten.

Porto Alegre, Brasilien: Vandalismus gegen lutherische Kirche

Am Morgen des 21. März verzierten wir mit Farbe die Fassade der lutherischen Kirche in der  Senhor dos Passos Str.  im Zentrum von Porto Alegre als Geste der Stärke und Solidarität mit den Gefährt*innen des La Solidaria, einem besetzten Raum, der die Türen für viele Veranstaltungen und Möglichkeiten öffnete, für die Komplizenschaft und Rebellion.

Damit sie mit dieser Gäste die Wärme der Affinität fühlen  und der Turbulenz des permanenten Konflikts weiter folgen!

auf Portugiesisch / auf Spanisch

 

London: Ein Kommunique von wütenden Croydonians

Am 31. März wurde ein Jugendlicher, Reker Ahmed in der Gegend von Croydon von einer Bande brutal geschlagen, als er auf einen Bus wartete. Die Gang (von fast 25 Personen) ging auf den Jungen zu. Nachdem sie gefragt hatten, wo er her kommt, jagten sie ihn, griffen ihn an. und ließen ihn mit lebensbedrohlichen Verletzungen zurück. Er war 17 Jahre alt und beantragte gerade Asyl im Vereinigten Königreich. Dieser Angriff ereignete sich im Shrublands Wohnblock in Shirley, ein bunt-gemischtes Arbeiter*innenviertel und seine Bedeutung wurde von der lokalen Gemeinschaft nachempfunden.

Als Antwort auf diese rassistische und xenophobe Gewalt, haben wir uns dazu entschieden das Viertel mit unserer Empörung zu gestalten. Indem wir hier eine Botschaft der Solidarität anbieten, demonstrieren wir unsere Solidarität überall, von den Vereinigten Staaten nach Griechenland, von Weißrussland, bis in den Nahen Osten. Für alle Opfer des Staates, des Grenzregimes und für alle Opfer von Hassverbrechen.

Wir haben diese Aktion als deutliche Botschaft des Viertels durchgeführt, also auch eine Botschaft an die Ausführenden der Tat. Zu dieser Zeit, waren wir noch unsicher, ob es ein Angriff von Leuten des Wohnblocks war, da es unwahrscheinlich und unbekannt in solch einer vielfältigen, engen Gemeinschaft sein würde. Diese Bande besteht jedoch leider aus Leuten mit vielen Backgrounds.  Es ist richtig, dass Nationalismus die Wahrheit von unterdrückenden Klassen- und ethnischen Hierarchien verwischt und uns mit unserer eigenen Unterdrückung identifiziert hat.  Allerdings hat die Antwort auf unsere Aktion uns genau das offenbart, das wir auch erwartet haben, das dies ein Angriff war, der von selbsternannten Faschisten war, vermutlich aus der Gegend.

Die Medienberichterstattung hat den Vorfall als ein “mutmaßliches Hassverbrechen” erkannt und hat es bis jetzt zurückgehalten, den Vorfall als explizit faschistisch zu beschreiben.

Indessen wurde Nazi-Graffiti gemalt und wir sehen dieses als klaren Beweis, dass es keine willkürliche Mobgewalt war, sondern ein gezieltes und politisch verstandenes Motiv von Hass gegen Migrant*innen. (Wir haben inzwischen dieses faschistische Graffity überdeckt und zunichte gemacht, s.u. )

SAGEN WIR ES KLAR UND DEUTLICH:

  • Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie Migranten zum Sündenbock gemacht und brutal behandelt werden. Ermutigt durch die faschistische Rethorik der Regierung und ihrer rechten Medien-Vorreiter.
  • Wir werden Migrationsbehörden nicht erlauben, Menschen aus unseren Vierteln zu verschleppen und sie zu Abschiebung und Tod verurteilen.
  • Wir werden sicher nicht, angesichts des Brexits und der toxischen Renessance der rechtsextremen Politik, eingeschüchtert.
  • Wir werden gebührend auf all diese Bedrohungen und der Gewalt, die sie unseren Vierteln zufügen,antworten.

WARUM?

Es ist vielleicht kein Zufall, dass der Angriff in der Nacht stattfand, bevor Britain First eine erbärmliche, kleine rechtsextreme Kundgebung im Herzen von Central London ausrichtete. Die meisten Antifaschist*innen und andere urteilsfähige politische Gruppierungen verstehen, dass die extreme Rechte im Vereinigten Königreich derzeit fraktuiert und unorganisiert ist, aber der Brexit ist eine historische Kraft, der die Möglichkeit einer ermutigten faschistischen Präsens auf unseren Straßen mit sich bringt.

Dadurch ist es eine dringende Notwendigkeit, dass wir uns in unseren Vierteln selber BILDEN, , VORBEREITEN und zu ORGANISIEREN beginnen  und in den DIALOG und in AKTION treten. Wir müssen uns selbst befähigen, um die Logik der Unterdrückung herauszufordern und zu unterbrechen. Wo auch immer sie sich zeigt, von der Hydra des Staates, zum langen Hals des Faschismus. Wir fürchten uns nicht und werden weiter kämpfen.

Croydon ist lebendig, Croydon ist migrantisch, Croydon ist kraftvoll.

An die Faschist*innen in Shrubland: IHR SEIT IM FALSCHEN VIERTEL, VERSTECKT EUCH WEITER alle anderen: SIE HABEN ANGST. BELASSEN WIR ES DABEI..

GERECHTIGKEIT FÜR REKER AHMED.

SOLIDARITÄT MIT DEM INTERNATIONEN KAMPF GEGEN FASCHISMUS!!

NO PASARAN!!

auf Englisch

Chilenische Gefängnisse: Kommuniqué des Gefangenen Marcelo Villarroel für die 10 Jahre des Bestehens von Sello Autónomo

Der Gefangene Marcelo Villarroel hat ein Grußwort aus dem Hochsicherheitsgefängnis von Santiago, anlässlich des zehnjährigen Bestehens von Sello Autónomo verfasst, indem er sich für die solidarische Unterstützung der Gefangenen des Sozialen Krieges bedankt.

In einer Realität, in der die Söldner*innen der Musik sich vermehren und die Künstler*innen auch und glauben, sie wären Legenden, wird der kontinuierliche Beitrag von Sello Autónomo mit der einfachen Praxis von uneigennütziger Arbeit zu einer Komplizin und und unbestreibaren Belgleiterin.” (Übersetzung eines Stelle des Schreibens, das auf den spanischsprachigen Seiten von Contrainfo veröffentlicht wurde.)

Link zum anarchistischen Distro: selloautonomo.cl

Chile: Transparent von der Biblioteca Antiautoritaria Libertad, das auf den Tag der Kämpfenden Jugend anspielt

Vor dem Tag der Kämpfenden Jugend haben wir Flugblätter entworfen und ein paar Schritte von unserer Bibliothek entfernt, ein Transparent angebracht, auf dem zu lesen ist. 29. März, Tag der jungen KämpferInnen, Erinnerung, Widerstand, Subversion.

(Über das Projekt): Unsere Bibliothek, die sich selbst als anti-autoritär und aufständig definiert, ist seit Sommer 2017 in einer Ortschaft im Betrieb. Die Bibliothek ist auf der Straße entstanden und hat den Zweck, Lesen zu fördern und unter allen zu verbreiten, die unseren Positionen nah stehen. Auf diese Art verteilen wir frei kostenlos, mit freiwilliger Bezahlung und / oder Tauschhandel Bücher, Magazine, Fanzines usw., unterteilt auf die drei Bereiche: Kinder, Romane und Politik.

Selbstverständlich verbergen wir nicht unsere Ideen und unsere Ziele und machen auch keinen Geschäft mit unserem Betrieb. Dieses sind die wichtigen Grundlagen dieser Initiative, die ein weiterer Beitrag im Kampf für Freiheit und Anarchie sein möchte.

Von Irgendwo aus dem chilenischen Territorium
Biblioteca Antiautoritaria Libertad

Herbst, 2017

auf Spanisch / auf Portugiesisch

 

Athen: Einladung zu einem kollektiven, selbstorganisierten Bildungsprogramm ins GARE Squat

“Das GARE Squat ist unter der Vorraussetzung von kollektiver und sozialer Wiederaneignung und auf Organisierung der Grundlage gegen die Welt von Autorität, Kapital und Staat entstanden. Der Boden des Widerstands baut auf materielle Bedingungen auf, ein Sprungbrett, ebenso wie ein Bollwerk, um jede tyrannische Institution zu zerschlagen. ” (Auszug aus dem Gründungstext)

ERFORSCHUNG, ÜBUNG, STUDIUM FÜR GEMEINSCHAFT, GLEICHHEIT & FREIHEIT

Methodik und Praxis der Sensibilität (perspektivische und kognitive wissenschaftliche Körperarbeit)
(ein Sonntag im Monat)
1. Workshop
Sonntag 2. April 9-18 Uhr

Diskurs zu und Diskussion über wissenschaftliche Themen
(ein Sonntag im Monat)
1. Workshop:
Sonntag, 9. April 9-17 Uhr

kollektives Studium der Geschichte des Krieges: Therorie des Krieges
Jeden Samstag von 8-10 Uhr

zur Information (außerhalb der Programmzeiten)
Jeden Mittwoch 17-23 Uhr, Kallidromiou Str. 74, Exarchia, Athen

auf Englisch

Chile, Valparaíso: Barrikaden auf einer Autobahn am Tag der Kämpfenden Jugend.

Mit Erinnerung auf dem Kriegspfad gegen den Kapitalismus und dem Patriarchat

erhalten am 2.4.2017

Am 30. März haben wir uns entschieden, um 1:30 Uhr in der Nacht eine der kommerziell verkehrreichsten Straßen von Valparaíso abzuschneiden.

Das Ziel dieser Aktion war den Handelsweg abzuschneiden, den Tag der Kämpfenden Jugend zu würdigen und eine Auseinandersetzung mit der Polizei zu bekommen.

Wir bauten Barrikaden auf, die die zwei Zugangswege (Auf-und Ausfahrt) versperrten, bis die Polizei erschien, die Tränengasgranaten warf, auf die wir mit Dutzenden Molotow-Cocktails antworteten.

Wir rufen dazu auf, dass sich diese Aktionen überall in der Gegend vervielfältigen, wie wir Einzelpersonen und Gruppen dazu aufrufen, aus der Illegalität und Anonymität bewusst und organisiert zu handeln.Wir idealisieren die Gewalt nicht , die wir als ein Mittel der Befreiung vom kapitalistischen Leben und seiner Agonie verstehen. Wir interessieren uns nicht dafür, es in unseren täglichen Umgang mit unseren Affinitäten anzunehmen, weil der Prozess viel wichtiger ist, dass wir unsere kapitalistische und patriarchale Mentalität dekonstruieren.

Wir grüßen alle rebellischen Herzen, die unruhig bleiben. Eine Umarmung aus Liebe und Hass, der uns vereint. Lasst uns unsere Häuser verlassen und lassen wir unsere Privilegien und Bequemlichkeit zurück und gehen wir auf die Straße, um für den Schutz des Offensichtlichen zu kämpfen, das Leben und die Erde.

auf Spanisch

Madrid: Angriff auf ein Auto der privaten Sicherheit in der Gegend der Universitätsstadt

erhalten am 2. 4.2017

Im Morgengrauen des vergangenen Montags starb ein Auto in der Gegend der Universitätsstadt von Madrid in den Flammen. Fünf Liter Benzin waren mehr als genug, um sein Leben zu beenden. Danach hoffen wir nur, dass unsere Hitze, die in die Gefängnisse des Deutschen Staates entführten Gefährt*innen erreicht, um ihnen Kraft zu geben und dass viele andere Autos der Repressionskräfte, öffentlich oder privat, den selben Pfad folgen.

Wir verachten diese Realität und all ihre Strukturen und Menschen, die sie beschützen und wir möchten dieses nur als kleines Aufwärmprogramm und Warnung verstehen. Eines von vielen anderen was geschehen ist und geschehen wird, für den G20 Gipfel in Hamburg diesen Sommer.

Aufständige Zelle für den Zusammenbruch

auf Spanisch

Portugal, Setúbal: Infospot “O Covil” im besetzten C.O.S.A wieder eröffnet

*Schöne Eröffnungsfeier: O Covil(der Bau)*

Das C.O.S.A. öffnet wieder die Türen für neue Abenteuer, mit allen, die den Wunsch verspüren, zu experimentieren,  gegenwirken und diese unterdrückende Maschine und alle Machthaber*innen zu attackieren, die uns eine dekadente, destruktive Richtung aufzwingen.

Dieses Mal beginnen wir eine andere Durchquerung der Wüste mit der Eröffnung vom O Covil. Einen neuen “Info-Spot”, um der Phantasie freien Lauf zu lassen, wo ihr Unterstützung bei Besetzungen, Verteilung neuer Publikationen  und Entdeckung neuer Komplizenschaft finden könnt.

Eröffnungstag ist der 30. Mai. Anschließend wird jeden Donnerstag ab 15 Uhr das Café mit Snacks, herrlichen Erfrischungen, lockeren Diskussionen und guter Atmosphäre geöffnet und es wird dort auch Filme, Unterhaltungen, Workshops und ab 19:30 Uhr gemeinsames Abendessen geben.
Am Tag der Eröffnung soll ab 21 Uhr auch eine Diskussion über autonome Räume geführt werden. Wir sind in der Straße Latino Coelho nº 2* in *Setúbal* zu finden, kommt vorbei…

Chile: Befriedung und Revolte in Bezug auf den Internationalen Frauentag. Eine anarchistische Reflexion

Wenn wir die autoritäre und patriarchale Natur der gegenwärtigen Gesellschaft realisieren, verstehen wir Geschlechter als Auferlegung, durch die Individuen gezwungen werden, bestimmte Rollen innerhalb des Herrschaftsnetzwerks zu spielen. Mit Sicherheit wird in dieser Gesellschaft weiterhin allen, die als „Frauen“ geboren sind, eine denen als „Männer“ geborene, untergebenere Rolle auferlegt. Deshalb gehen immer am 8. März, wenn der „Internationale Frauentag“ gefeiert wird, Menschen (zumeist Frauen) auf die Straße, um ihre Unzufriedenheit über diese Situation der Ungleichheit Ausdruck zu verleihen.

Das bekannteste historische Gedenken zum 8. März bezieht sich auf die Ereignisse, die sich an diesem Tag im Jahre 1908 ereigneten. Damals verbrannten durch ein, durch die Bosse verursachtes Feuer, 146 Arbeiterinnen in einer Baumwollfabrik in New York. Sie kamen zu Tode, nachdem die ArbeiterInnen es verweigerten, ihren Sitzstreik-Protest gegen niedrige Löhne und niederträchtige Arbeitsbedingungen, unter denen sie leiden mussten, zu beenden.
Es war 1910, als während einer Konferenz sozialistischer Frauen, vorgeschlagen wurde, den 8. März als Internationalen Frauentag zu gedenken. (Zur Erinnerung an diese ersten Aktion von Arbeiter*innen, die sich gegen kapitalistische Ausbeutung organisierten).

Allerdings verwandelte sich, wie es mit anderen Terminen geschehen ist, deren Ursprung in Verbindung zum Konflikt mit den Herrschenden steht, der 8. März vor allem in eine bürgerliche Parade.

Hier vereinen sich die Reden der Mehrheit der Demonstrant*innen mit Versuchen der Regierung, den „Kampf für Frauen“ zu einem Element des Konsens mit dem Rest der Bevölkerung werden zu lassen.

Wie andere Meilensteine des Gedenkens, wurde der 8. März durch die kapitalistische Demokratie genutzt, die Infragestellung des politischen / ökonomischen Systems und den historischen Kampf gegen die Ausbeutenden zu begrenzen und den Kampf gegen ihrer Taktiken von Zerstörung und sozialer Kontrolle zu unterbinden.

Als Anti-Autoritäre verweigern wir es, dieses Datum zu einem Tag der Befriedung und Konsens mit dem Staat und dem linken Reformismus zu verwandeln. Weil wir alle Formen der Macht und alle Belastungen von den dominanten Bereichen in unserem Leben ablehnen, ziehen wir es stattdessen vor, die Revolte gegen die soziale Ordnung zu verbreiten und unsere eigenes individuelles Verhalten zu hinterfragen, um uns selbst im Krieg gegen das System der Herrschaft, seine Kontrollmethoden und den Begrenzungen, die sie in unserem täglichen Leben schaffen, zu positionieren.

Unser Kampf ist für Totale Befreiung und in ihm, kämpfen wir gegen alle Personen die ihren Willen und ihre Macht durchsetzen. Gleichfalls gilt unsere Affinität allen Individuen, die die Ketten der Autorität brechen wollen, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Rasse oder Spezies.

Weil wir in diesem Kampf keine Opfer sind!
Weil wir gegen alle Formen der Autorität kämpfen. Verbreitet anarchistische Aktion und anti-patriarchale Spannung überall!

Anarchist*innen gegen die Befriedung unseres Lebens.

März  2017

auf Spanisch

Chios, Griechenland: Für dieses Foto werdet ihr euch schämen

Ein Käfig für Menschen. Ein Käfig mit Stacheldraht, dessen Zweck es ist Flüchtlinge und MigrantInnen zu begrenzen, die gerade in Griechenland angekommen sind. Ein Foto mit einem Käfig, das eine Situation zeigt, die einmal mehr Schande über die bringt, die die Flüchtlingsfrage verwalten: der Staat, die Nichtregierungsorganisationen, die ihre Köpfe in den Sand stecken und alle, die wissen, was vor sich geht und ein Auge zudrücken.

Gemäß all dem, was entlarvt wurde, war es vor ein paar Monaten auf Chios. Innerhalb eines Gebäudes, das von der Polizei bewacht wurde, gibt es zwei Käfige, um die Neuankommenden auf der Insel zu halten. Männer, Frauen und Kinder sind am selben Ort zusammengepfercht und wie angeprangert wurde, gab es Fälle, in denen den Leuten erzählt wurde, dass sie dort nur für ein paar Stunden verbleiben würden, am Ende wurden sie die ganze Nacht dort gehalten.

Ich überlasse euch die Schlussfolgerungen…

Abschaum, staatliche Mörder*innen.

Quelle