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Spanischer Staat: Brandanschlag gegen die Nationalpolizei in Madrid

Erklärung am 1. Juni 2017 auf Spanisch erhalten

In der Nacht vom 24. auf den 25. März, haben wir nach Monaten der Vorbereitung das Gelände der Reitereinheit der Nationalen Polizei in Madrid betreten. Wir übersprangen den Zaun und hinterließen einen Brandsatz unter eines ihrer Geländefahrzeuge.

Diese Attacke führten wir gegen den G 20 Gipfel aus  und wir widmen ihn allen Anarchist*innen im Gefängnis.

Berliner Aktionstage gegen die Welt der G20!

Aufruf zu den Berliner Aktionstagen vom 2. Juni bis zum 13. Juni.

Breiter und vielfältiger Widerstand gegen die Welt der G20 und gegen die G20-African-Partnership-Conference.

Bisher geplant sind folgende Termine:

2.6. Videokundgebung an der Deutschen Oper um 21 Uhr zum 50. Jahrestag der Ermordung von Benno Ohnesorg am 2. Juni 1967

3.6. Carneval of subcultures

5.6. Bezugsgruppen Training

6.6. Sinema Jazeera: Film “Concerning Violence”

8.6. Stadtspiel

8.6 Podiumsdikussion zur G20 African-European-Partnership Kongress

9.6. Farradrallye

9.6. Videokundgebung gegen G20 African-European-Partnership Kongress

10./11.6. Aktionstraining

10. 6. Demo gegen G20 African-European-Partnership Kongress

10.6. Workshop gegen Kolonialismus

10. 6. abends Kungebung für Potse/drugstore

12.6. und 13.6. PROTESTE GEGEN G20 African-European-Partnership Kongress im Gasometer in Schöneberg

12.6. Anarchistisches Infocafe: Film gegen G20
African-European-Partnership Kongress

Und an all den Tagen gibt es noch viele Möglichkeiten, sichtbar zu werden und auf die Straße zu gehen, sei es mit Sit-Ins gegen Grenzen und für Bleiberecht für Alle,
mit Fahrrad-Demos für die Abschaffung der Job-Center, mit Umbenennungen kolonialistischer Straßennamen, mit Blockaden und Kundgebungen vor den verschiedenenBotschaften autoritärer Regime, mit Besuchen der aktivsten Gentrifizierer dieser Stadt, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…

Aufruf zu den Berliner Aktionstagen vom 2. Juni bis zum 13. Juni

Breiter und vielfältiger Widerstand gegen die Welt der G20 und gegen die G20-African-Partnership-Conference. Demo am 2. Juni: 50 Jahre Ermordung Benno Ohnesorgs, 10 Jahre Heiligendamm. Demo am 10. Juni: Gegen die African-Partnership-Conference und für globale Bewegungsfreiheit. Bringt euch ein!!

Am 7. und 8. Juli 2017 treffen sich in Hamburg die Regierungschef*innen der 19 mächtigsten Nationalstaaten und die EU, um sich als kompetente Krisenmanager*innen in Zeiten von Krieg und Krise zu präsentieren.

Dieser Gipfel dient der Aufrechterhaltung einer Weltordnung, die für diverse kriegerische Konflikte, globale Ausbeutungsverhältnisse, weit verbreitete Armut und über 60 Millionen Menschen auf der Flucht verantwortlich ist.

Das Gipfel-Wochendende bietet uns die Gelegenheit, uns die Bühne zu nehmen, und ein starkes Zeichen der Dissidenz zu setzen. Wir können auf den Straßen Hamburgs eine transnationale Welt des Widerstands und der Solidarität sichtbar machen.

Der Widerstand gegen die Welt der G20 findet jedoch auch abseits von medialen Großereignissen statt: in unseren alltäglichen Kämpfen gegen Kapitalismus, Rassismus, Neofaschismus, Militarisierung, Gentrifizierung, Sexismus. Ob auf dem Amt, im Kiez, auf der Straße in besetzten Instituten oder auf der Arbeit, überall in Berlin kämpfen Menschen für eine solidarische Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung, für globale Bewegungsfreiheit, Solidarität und ein gutes Leben für alle.

Wir rufen auf zu Berliner Aktionstagen gegen die Welt der G20! Wir wollen unsere unterschiedlichen Kämpfe zueinander in Beziehung setzen!

Neben dem Gipfel in Hamburg, gibt es in diesem Jahr viele weitere Treffen der G20-Gruppe in Deutschland, darunter die sogenannte G20-African-Partnership-Conference, die am 12. und 13. Juni im Gasometer in Schöneberg stattfinden soll. In einer Stadt, die durch die Berliner Konferenz (1884) wie wenige andere für die koloniale Aufteilung und Zurichtung des afrikanischen Kontinents steht, möchten sich 2017 Repräsentant*innen sogenannter globaler Führungsmächte zusammensetzen, um ihre kapitalistischen und militärischen Interessen abzugleichen. Während die deutsche Bundesregierung zu keinerlei materiellen Entschädigungen für den Völkermord an den Herero und Nama bereit ist und die Umbennennung kolonialer Straßennamen lediglich selten und wenn, dann nur aufgrund starken Drucks von antikolonialen Initiativen erfolgt, reden sie von “Partnerschaft”, meinen aber Kollaboration. Und zwar mit den Staaten, die bereit sind, die EU-Grenzen weiter nach außen zu verlagern und die Erschließung und Ausbeutung “neuer Märkte” (Ressourcen und Menschen) im Namen des kapitalistischen Wachstums- und Expansionswahns zu forcieren.

Gegen diese Konferenz regt sich bereits Widerstand. Ein breites Bündnis bereitet eine große antirassistische und antikapitalistische Demonstration für den 10. Juni vor. Der Konferenztermin soll am Ende der Berliner Anti-G20-Aktionstage stehen, den Auftakt macht eine Demonstration am 2. Juni.

Genau vor 50 Jahren, am 2. Juni 1967 wurde Benno Ohnesorg von dem Berliner Bullen Kurras auf einer Demonstration gegen den Schah von Persien erschossen. Die brutale Repression gegen diese Demonstration und der Mord offenbarten die neokolonialistische Kollaboration der Bundesregierung mit einer mörderischen Diktatur und führten zu einer Radikalisierung und Ausweitung der linken Bewegung der 60er Jahre. 40 Jahre später am 2. Juni 2007 fand die große Demonstration gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm statt, die uns als ein starkes Zeichen transnationalen Widerstands im Gedächtnis geblieben ist.

In den Aktionstagen vom 2. bis zum 13. Juni wollen wir mit unseren unterschiedlichen Kämpfen und Strategien, unseren verschiedenen Aktionsformen und Spektren zusammenkommen. Wir laden alle ein, Berlin mit einer Woche geballtem Protest und Widerstand gegen die Welt der G20 zu erschüttern. Bringt euch ein mit euren Kämpfen und Aktionen: Kundgebungen gegen den Nazi von Nebenan, Besetzungen zur Wiederaneignung der Stadt, Veranstaltungen gegen den sexistischen Normalzustand, ein Flashmob gegen die Bundeswehr oder die Rassist*innen vom Amt – alles soll möglich sein in diesen 12 Tagen. Außerdem wollen wir uns auf die Proteste gegen den wenige Tage zuvor (26 -28. Mai) in Taormina (Sizilien) stattfindenden G7-Gipfel beziehen. Uns ist klar, jeder Tag im Jahr muss ein Aktionstag sein. Trotzdem ist unser Ziel Anfang Juni einen Moment zu erzeugen, in dem alle, die für eine Welt der Solidarität streiten, massiv in der Stadt präsent sind – mit all unserer Wut und unseren Hoffnungen auf ein anderes Leben.

Wir werden ein Programm mit öffentlichen Aktionen und Veranstaltungen veröffentlichen: Wenn ihr etwas plant und ins Programm wollt, schreibt uns:

g20_aktionstage@riseup.net

Wien. Anarchistische Büchermesse vom 2. – 4. Juni 2017

Von 2.-4. Juni wird es in Wien am Yppenplatz eine anarchistische Büchermesse geben. Hiermit wollen wir alle einladen, die Lust haben, gemeinsam mit uns ein Wochenende voller anarchistischer Literatur, Propaganda/Agitation und Austausch mit Vorträgen, Workshops und Büchertischen zu gestalten.

Unsere Intention ist es anarchistische Ideen in die Öffentlichkeit zu tragen, und darum haben wir uns entschieden die Büchermesse, nicht in verschlossenen Szeneräumen abzuhalten, sondern an einem belebten Platz zu veranstalten. Wir hoffen auf gutes Wetter, haben aber auch Ausweichmöglichkeiten organisiert und Platz für Veranstaltungen drinnen.

Anarchismus ist für uns etwas, das nicht in Büchern festgeschrieben ist, sondern lebendigen Austausch und Diskussion erfordert. Dies wollen wir durch die Büchermesse ermöglichen.

Nun konkret zu den Möglichkeiten, wie ihr euch einbringen könnt:

Büchertische, Vorträge, Übersetzungen, Buchpräsentationen, Workshops, Musikalisches, Diskussionen, Mithilfe vor Ort, …

Wenn ihr euch beteiligen wollt, in welcher Form auch immer, schreibt uns an: a-bookfair-vienna@riseup.net

Hinter der Büchermesse steht kein kommerzieller Verlag, sondern Menschen, die sich zur Organisierung der Büchermesse gefunden haben.

HH-St. Pauli: Mobi-Grafitti für den anarchistischen Aufruf gegen G 20

eingegangen am 30. 5. 2017

Vor ein paar Nächten ist ein Mobi-Graffito zu Bismarcks Füßen entstanden. Auf dem Bild ist G 20 angreifen, für die gemeinsame Revolte zu lesen.

Der Ort zu Füßen des Bismarck-Schandmals mitten auf St. Pauli schien uns passend um weiter für den anarchistischen Treffpunkt am Gipfel-Freitag zu mobilisieren.

Anschließend noch einmal der Aufruf.

Achtet auf weitere Ankündigungen und Informationen!

Solidarische Grüße, wir sehen uns auf der Straße!


Anarchistischer Aufruf zur gemeinsamen Revolte gegen die G20

Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wenn sie sich treffen um die Aufrechterhaltung ihrer Macht zu planen, auch wir uns treffen um sie so gut es geht daran zu hindern und sie anzugreifen. Aus dem einfachen Grund, weil wir nichts vergessen und nichts verzeihen. Wir vergessen nicht, in welch einer Welt sie uns zwingen zu existieren. In welchen Zuständen sie unzählige von Menschen vegetieren lassen. In was für Grenzen sie uns sperren. Und in welcher ekligen Art und Weise sie
uns zwingen zu funktionieren.

Und wir verzeihen nichts von ihren Taten, um uns am freien Leben zu hindern. Wir verzeihen keins ihrer Knastsysteme, das so viele Menschen gefressen hat. Keinen ihrer Kriege. Keinen ihrer Sklaven und wir verzeihen keinen ihrer Morde.

Wir sind Anarchistinnen, weil wir wissen wer uns an einem libertärem einem freien Leben hindert und welche Mechanismen es zu zerstören gilt, um einen befreiten Nährboden zur Erschaffung von Neuem aufzubauen. Es ist kein Kunststück zu erkennen, dass die G20 nicht die Wurzel allen Übels sind. Sie sind lediglich die Repräsentanten eines herrschaftlich kapitalistischen Systems. Aber es ist gut darauf aufmerksam zu machen, dass sie es sind die die Aufrechterhaltung dieser Herrschaft planen und durchsetzen. Denn um ihrer Interessens Willen, müssen täglich Menschen
auf die grausamsten Arten sterben. Die Verteidigung ihrer Herrschaft bedeutet, den Angriff auf die Freiheit jedes Individuums. Mit Sanktionen, mit Kontrolle, mit dem Polizeiknüppel, mit der Knarre und mit der Bombe.

Die Verteidigung ihrer Herrschaft bedeutet, die Zerstörung von Emanzipation, von der eigenen Bewegungsfreiheit, von der Solidarität und Freundschaft unter uns Menschen. Es bedeutet die Zerstörung des anarchistischen Lebens.

Es gibt keinen besseren Ort unserer Wut über das Bestehende freien Lauf zu lassen, als den des G20 Gipfels in Hamburg. Denn auch wenn dieses Ereignisse wieder enden wird und wir im unklaren sind was davon bleibt, so ist es doch 1000 mal besser gemeinsam zu revoltieren und der Welt zu zeigen was passiert wenn wir uns zusammenschließen, als ihnen kampflos die Bühne zu überlassen und zu vermitteln das sie gewonnen haben.

Wenn wir versuchen wollen aus der Vergangenheit zu lernen, ist es wichtig Brücken zwischen uns und den autoritären Ärschen abzubrennen. Wir sollten wissen, das jeder Moment auf der Straße der bei den Bullen angemeldet wird, Verrat an der Idee des Emanzipierungsprozess ist. Es ist wichtig allen, die es wollen, einen Platz auf Demonstrationen zu geben, ganz gleich ob ihre Art des Protest friedlich oder militant ist.

Und die Geschichte hat gezeigt, dass Demos oft von den Schweinen in Ruhe gelassen werden, wenn mensch sie angemeldet hat. Doch sollten wir immer hinterfragen, wie viele friedliche Demos wir noch machen wollen, bis die Spitze der Macht unsere Forderungen hört und freiwillig abdankt.

Genauso sollten wir immer hinterfragen, ob ein angemeldeter Protest der richtige Rahmen ist, um zu agieren wie wir es wollen. Die Idee ist klar. Den Teilnehmerinnen ermöglichen sich zu treffen um dann eventuell aus dem Demozug zu agieren. Im Polizeistaat Deutschland funktioniert das jedoch immer weniger. Und es kann nicht der richtige Weg sein, einen Moment des Aufbegehrens zu schaffen, wenn er vorher durch Handshake und Geplaudere mit den Bullen zustande kommt. Solange wir unsere Wut anmelden. ist sie berechenbar und lässt uns in der Illusion, sie würden
uns die Erlaubnis zum Umsturz der Verhältnisse geben. Es ist an der Zeit uns weiter zu entwickeln. Zurück in die Unberechenbarkeit. Voran zur Verteidigung und Analyse unseres Handelns auf der Straße.

Der Moment der Revolte, ist einer der wenigen Momente in unser aller Alltag der uns atmen lässt.

Es ist gut sich von der Energie die wir teilen, in den Bann ziehen zu lassen und in den Angriff zu gehen. Um den Zwängen und denn Bullen aufzuzeigen, dass wir weder klein noch machtlos sind und dass sie uns niemals unterschätzen sollten.

Wenn wir uns treffen bestimmen nicht die Grenzen innerhalb derer wir geboren wurden, über unsere Identität. Keine Nationalität wird uns einordnen, in gut und böse, radikal oder weniger radikal. Wir werden zusammen kommen, weil unsere Wut uns eint. Und nicht unsere Herkunft. Wir werden in diesen Tagen nur in großer Anzahl Zeichen setzten können. Wie es in Frankfurt der Fall war, wie es in Mailand war oder wie es im Juni 2016 in Paris war. Diese Tage sind Sinnbild für eine radikale Ablehnung der autoritären Mächte und unterstreichen die Grenze zwischen uns und
denen. Zwischen dem befreiten Willen, und den Kräften die ihn zerstören wollen.

Ein Moment wie dieser, in einer Zeit wie die im Juli in Hamburg, muss organisiert werden. Der Bullenapparat ist gut aufgestellt und hoch gerüstet. Eine Situation des Aufstands nährt sich von sich selbst, muss aber in die Wege geleitet werden. Das Erste und Wichtigste was passieren muss ist, dass wir uns treffen. Sie wollen nichts anbrennen lassen, daher werden sie versuchen es zu verhindern. Wir verlassen mit diesem Aufruf die demokratischen Richtlinien in denen wir demonstrieren dürfen. Daher gebt euch die größte Mühe und kommt zum angegebenem Ort. Sollten wir es
nicht schaffen, in voller Stärke zusammen zu kommen, nutzt den Tag für
die direkte Aktion und findet euch in stabilen Gruppen zusammen um aktiv zu werden.

Dieser anarchistische Aufruf ist konkret. Aber er ist vor allem offen. Wir können nicht außer Acht lassen, dass wir nicht immer einer Meinung sind und es auch nie werden. Doch es ist in dieser Zeit wichtig, über den Tellerrand zu schauen und uns die Straße zu teilen. So wollen wir gemeinsam mit allen, die sich der anarchistischen Idee nahe fühlen zusammen kämpfen. Dieser Aufruf zur gemeinsamen Revolte sendet
Rauchzeichen an alle Unterdrückten. An alle Wütenden die die Schnauze voll haben. An alle Verstoßenen. An alle die, die sich nicht mehr dem sexistischen, rassistischen, autoritären Normalzustand fügen wollen. An alle frustrierten Kids. An die kämpfenden Freunde in Rojava und die kurdische Bewegung. An alle Nachtschwärmer mit Feuer in den Augen. An alle die sich mit Leidenschaft gegen die bestehenden Verhältnisse
auflehnen und bereit sind in einem Moment des Aufbegehrens anzugreifen.

Mit Blick auf etwas Besseres als das Jetzige.

Für die Revolte.

Für die Anarchie.

G20 Angreifen!

Aufruf zum gemeinsamen Agieren

Freitag, der 7.7.2017 um 14 Uhr

Der genaue Ort wird kurzfristig bekannt gegeben.

Seit gut vorbereitet und kommt eigenverantwortlich.

Findet euch früh am Ort des Geschehens ein.

Santiago, Chile: Forum – Erfahrungen und Ausdrucksformen der Solidarität mit den Gefangenen des Sozialen Krieges

Forum: Erfahrungen und Ausdrucksformen

der Solidarität mit den Gefangenen des Sozialen Krieges

Die Gefangenen des Sozialen Krieges zu vergessen heißt den Sozialen Krieg selbst zu vergessen.

Dienstag, den 20.Juni, 18:30 Uhr, Club Ovejas Negras

Beschreibung:

  • Aufbau des Unterstützungsnetzwerks für Freddy und Marcelo in Nequeń.
  • Die Erfahrung der politischen Mapuche-Gefangenen: Solidarität aus den Kommunen.
  • Generierung autonomer Netzwerke gegen Gefängnisse: Die Erfahrung von Kamina Libre.
  • rebellische und kämpferische Solidarität mit den subversiven Gefangenen Marcelo, Freddy und Juan.
  • Repression und Solidarität im anarchistischen Umfeld: Das Verfahren “Caso Bombas”
  • Gefängnisrealität und gerichtliche Aktualität von Juan, Nataly und Enrique.
  • Aktuelle Situation und internationale Solidarität mit den Gefangenen, denen Banküberfall in Aachen (Deutschland) vorgeworfen wird.
  • Gegen die Ausweitung auf das Spanische Köngreich: Die Erfahrung der Anarchist*innen, die für den Anschlag auf die Basilika El Pilar verurteilt wurden. 

auf Spanisch

Athen: Molotow-Cocktail gegen das Kultusministerium

Wien: Italienische Botschaft attackiert – Solidarität mit inhaftierten Anarchist*innen in Turin!

erhalten am 25.5

Gestern Nacht haben wir, um unserer aktiven Solidarität Ausdruck zu verleihen, die italienische Botschaft mit Farbbomben attackiert.

Für die sofortige Freilassung von Antonio, Antonio & Francisco, die seit 3. Mai im Gefängnis sitzen.

Für die Aufhebung des Hausarrests von Giada, Fabiola & Camille.

Ihnen wird vorgeworfen sich im Februar gegen eine Polizeirazzia im Viertel zur Wehr gesetzt zu haben.

auf Englisch

Ecotopia Biketour im Sommer 2016

Ecotopia Biketour / Sommer 2017

Vélo Anarchademy

Strasbourg 29. Juni  -Velorutionuniverselle Nancy 6.-9. Juli –  Bure 11.Juli – Freiburg 20.Juli -Bern im späten Juli  – Lausanne im späten Juli – Lyon oder Grenoble im frühen August -Rocalet im späten August – um Tolouse im späten August – Can Masdeu Mitte September – Can Desreix im frühen September – Barcelona im späten September – Can Pipirimosca in der Nähe von Tarragona im frühen Oktober

Skillsharing  * feministisch *  Veganismus  * Keine Hierarchien

multilingual * Queer * Wild Campen *  Containern

Für die genauen Daten, unsere Leitlinien und Informationen über frühere Biketours schaut auf die Webseite:

www.ecotopiabiketour.net

Für einen “Gefährlichen Juni”

Übersetzung eingesandt am 24.Mai 2017

Ein Schreiben, das von den Reflektionen der Begegnungen ‘A testa alta’ (Erhobenen Hauptes) ausgeht

In diesem Herrschaftssystem ist die staatliche Repression ein fundamentaler Teil und einer seiner niedrigsten Ausdrücke; es überrascht nicht, dass historisch die Kräfte am schärfsten attackierten werden, bzw. die anarchistischen, revolutionären und rebellischen Individualitäten, die sich vom Machtsystem nicht wieder eingliedern lassen.

Letztere setzen der physischen, psychologischen, moralischen, sozialen und wirtschaftlichen Repression durch alle Komponenten der demokratischen Macht und der willkürlichen Gewalt ihrer bewaffneten Arme und Richterschaft die zielgerichtete direkte Aktion gegen die Verantwortlichen der Unterdrückung, die kreative und befreiende Zerstörung der Orte der Herrschaft und die Sabotage ihrer Infrastruktur ein, um so die Ursachen der Ausbeutung und Unterdrückung des Menschen, der Erde und der Tiere zu beenden oder mindestens zu behindern.

In der Optik der totalen Befreiung bedeutet ein passives Verhalten gegenüber der Reproduktion der Macht Mittäterschaft, und darum gibt es die, die erhobenen Hauptes weiter rebellieren.

Folglich setzt die Macht ihre repressiven Strategien ein und die Prozesse und Verfahren gegen GenossInnen bezüglich Aktionen, Konfliktmomenten und Schriften gehen weiter; im nächsten Monat wird die Anhörung im Kassationsgericht der sog. Operation Shadow stattfinden, wo einige Genossen und eine Genossin unter anderem auf Grund der Veröffentlichung der Zeitschrift KNO31 der Anstiftung zur Verübung von Verbrechen angeklagt sind.

Diese Verfahren sind ein Ausdruck des Krieges, den die Autorität gegen das Miteinander von Denken und Handeln als Fundament der Gefährlichkeit des Anarchismus führt. Jede Bullenoperation will, jenseits der Individuen und den spezifischen Kämpfen, die grundlegenden antiautoritären Ideen und Methoden wie etwa die Direkte Aktion, die Ablehnung der Vertretung und die Solidarität treffen.

Von diesen Reflektionen ausgehend bestand in den Treffen, die nach den Verhaftungen der Operation Scripta Manent stattgefunden hatten, kein Bedürfnis sich von Diskussionen um repressive Strategien aufhalten zu lassen, um hingegen die Notwendigkeit zu empfinden, das Spektrum unserer Analysen zu erweitern und die Solidarität nicht auf eine technische Unterstützung der Gefangenen zu beschränken.

In diesem Sinne gab es eine Auseinandersetzung darüber, wie fundamental die Solidarität ein Element unseres auf die Zerstörung der Herrschaft ausgerichteten anarchistischen Handelns und unserer komplizenhaften Beziehungen ist; also eine Solidarität, die über die Angriffe der Repression hinaus geht und , in dem Moment, in dem man sich in einer gemeinsamen Spannung zum Angriff erkennt, fähig ist, sich nicht vom Spezifischen der Kampfverläufe ersticken zu lassen. Insbesondere ist die aktive Solidarität ein essentielles Instrument um der Gewalt des Staates zu entgegnen, damit seine Schläge nicht passiv hingenommen werden, um, im Gegenteil, dagegen die Eigenschaft des Angriffs zu erhalten, um kein Opferverhalten und Zurück-krebsen zu entwickeln, was gerade das ist, was die Repression sich wünscht. Wenn man in einer offensiven Optik der permanenten und internationalistischen Konfliktualität über die individuellen Wege hinaus denkt, wird die Gefahr der Isolierung reduziert und so eines der Hauptziele des Feindes neutralisiert.

Solidarität gegenüber spezifischen Zusammenhängen und Projekten auszudrücken heisst nicht, sich den Diskursen und Praktiken der Betroffenen anzupassen, und auch keinesfalls, sich einem Kampf oder einer Praxis anzuschliessen: wenn man sich in einem gemeinsamen Horizont gegenseitig erkennt, kann der eigenen individuellen Spannung gemäss solidarisch gehandelt werden.

Die Bildung von solidarischen Beziehungen auf lokaler sowie internationaler Ebene ist ein strategisches Ziel, das wir uns stellen sollten um zu versuchen, der Potenzierung der repressiven Mittel und Absichten gegen die anarchistischen, revolutionären und rebellischen Individualitäten die Stirn zu bieten.

Unserer Meinung nach besteht die Notwendigkeit, unsere Vorschläge, Projektualitäten und Ziele auf die Zerstörung dieses Systems auszurichten, das die sozialen und die Herrschaftsverhältnisse strukturiert und den Dissens durch Wiedereingliederung verflacht oder, falls dies nicht möglich ist, durch Repression eliminiert.

In diesem Sinne anerkennen wir die Bedeutung der Vielfältigkeit der Spannungen und Praktiken im Anarchismus, und das genau weil, natürlich unter der Voraussetzung, dass jeder Kampf und jeder Angriff von einer umfassenderen Optik der Spannung zur Subversion ausgeht, je mehr Unterschiede es in einem Zusammenhang gibt, die Möglichkeit um so grösser ist, sich nicht von vorbestimmten und dogmatischen Positionen lähmen zu lassen.

Den Wert dieser Unterschiedlichkeit anzuerkennen heisst auch die Grundlagen zur Bekämpfung jeglicher zentralisierenden und Hegemonie anstrebenden Tendenz des Anarchismus zu setzen.

Dies ist nur möglich durch ein konstantes selbstkritisches und kritisches Verhalten zwischen den unterschiedlichen Herangehensweisen, die auf ein bedeutendes qualitatives Wachstum sowohl der Analyse des uns Umgebenden als auch der verschiedenen möglichen Arten und Weisen, die Zerstörung von dem zu organisieren, was uns unterdrückt, ausgerichtet sind.

Wir lehnen die Katalogisierung unserer verschiedenen Spannungen in identitäre Zonen ab und denken, dass damit jeder Angriff auf die Autorität im Inneren der Mechanismen und der sozialen Verhältnissen interagiert und gleichzeitig gegen die Gesellschaft an sich agiert.

Strategisch gesehen ist eine Vielfalt der Praktiken nützlich, weil sie die Komplexität der Organisations- und Angriffsformen nährt, was auch die Diskussion über die Mittel und Zwecke innerhalb der unterschiedlichen Projektualitäten der anarchistischen Aktion anregt. Dringend notwendig ist es zu verstehen, wie diese Vielfältigkeit aufgewertet werden kann ohne die Inhalte zu verwässern, die von der Optik eines gemeinsamen Projektes zur totalen Zerstörung dieses Herrschaftssystems ausgehen.

Wichtig ist, die verschiedenen Vorschläge und Projekte nicht als gegensätzlich und statisch, sondern als Instrumente, Ressourcen und Möglichkeiten zu betrachten, die den AnarchistInnen zur Verfügung stehen, vorausgesetzt, dass diese Vorschläge und Projekte einige von uns als grundlegend betrachtete Eigenschaften aufweisen, wie etwa die permanente Konfliktualität, der Angriff, die Unabhängigkeit von politischen und institutionellen Strukturen und/oder hierarchisch organisierten Strukturen, und die Informalität als organisatorisches Instrument.

Wenn wir von permanenter Konfliktualität reden, meinen wir eine Tendenz zur Standfestigkeit unserer Praktiken und Diskurse und die Weigerung, unser Handeln opportunistischen Einschätzungen zu unterwerfen. Damit wird die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, eine Strategie bezüglich der Modalitäten und der Ziele zu entwickeln, was aber weder eine Rechtfertigung zum Abwarten (attendismo) noch die Verwässerung der eigenen in der Optik der quantitativen Verbreitung stehenden Inhalte sein kann.

Wir bekräftigen von diesem Blickpunkt aus, dass wir jegliche Anstrengung zur Kollaboration mit der Macht oder Anstrengungen ablehnen, die sich einer Wiedergewinnung aussetzen. Damit meinen wir die Strategie der Macht, die für sie potentiell gefährlichen Erfahrungen und Verhaltensweisen einzuverleiben und für ihre Zwecke neu auszurichten.

In den Demokratien ist der Mechanismus der Wiedereingliederung zum harten Gesicht der Repression komplementär und hat den Zweck, dieses Ausbeutungs- und Unterdrückungssystem zu verewigen: Der Versuch, einige Ablehnungsformen einzubeziehen und zu integrieren, ist darauf ausgerichtet, die Teilnahme am politischen Spiel zu vermehren indem Spaltungen verursacht werden um jene einfacher anzugreifen, die am Spektakel der Gesellschaft nicht teilnehmen wollen.

Die auf Zerstörung der Gesellschaft der Herrschaft ausgerichtete Aktion entspricht sowohl dem Pulsschlag des Individuums, das die Autorität ablehnt und folglich nicht mit ihr verhandelt, sondern als Ziel sowohl ihre gewaltsame Niederschlagung als auch eine breitere Strategie hat, die von der Bewusstheit ausgeht, dass man nie frei leben wird indem in dieser Massengesellschaft Inseln gebildet werden.

Folglich, damit er nicht reformistisch ist, muss ein ein Kampf unbedingt die Praxis des direkten Angriffs enthalten.

Nach der Op. Scripta Manent befinden sich momentan Alfredo, Nicola, Danilo, Valentina, Anna, Marco und Sandrone in den Hochsicherheitsabteilen mit Beschränkungen und Zensur der Kommunikation nach Aussen.

Weitere AnarchistInnen befinden sich in den Knästen in Italien und in der Welt und dazu sind hier und anderswo weitere GenossInnen verschiedenen restriktiven Massnahmen wie Hausarrest und Aufenthaltszwang unterworfen.

Als Moment der Koordinierung zwischen Initiativen und Praktiken lancieren wir für den Monat Juni eine Mobilisierung in Solidarität mit den von der Repression getroffenen anarchistischen, revolutionären und rebellischen Individualitäten.

Rom, 30. April 2017

Anarchistinnen und Anarchisten

1 Die Operation Shadow ist das Verfahren wegen Art. 270 bis (Vereinigungsartikel) das von der Staatsanwaltschaft von Perugia 2008 eröffnet wurde. Die Vereinigungsanklage wird in erster Instanz fallen und im Berufungsverfahren 2015 kommt es zu einer Strafe von drei Jahren für zwei Genossen, zu einer Strafe für einen weiteren Genossen, gegen den auf freiem Fusse wegen Art. 302 mit dem erschwerenden Umstand des terroristischen Zweckes auf Grund der Artikel der Zeitschrift KNO3 ermittelt wird. Weitere Strafen gab es für andere Genossen wegen versuchter Sabotage einer Eisenbahnlinie und Autodiebstahl.

auf Spanisch  /  auf Portugiesisch

Chile: Antimilitaristisches Poster anlässlich des Nationalfeiertags am 21. Mai

Ein weiterer 21. Mai und wieder einmal feiert in Chile die Elite sowohl die Leute, mit verdammten Stolz, Akte, für die sie tiefe Verachtung und Scham empfinden sollten.

Über das ganze Jahr verteilte Termine…
Denkmäler und Namen von Plätzen, Straßen und Schulen im ganzen Land.

All das ist so normalisiert, dass sie uns seit unserer Kindheit einen falschen Respekt einflößen. Für etwas, was von alleine niemals unsere Anerkennung verdient hätte: das Vaterland, der Militarismus und die Kriege.

Ein weiterer 21. Mai und die Bürgerschaft geht auf die Straße, um den Grund ihrer Qual zu feiern. Sie geht auf die Straße, um ihre fanatische Besessenheit für ihre Ketten auszudrücken und kommt heraus, um ihren Peinigern und Wärtern zu applaudieren und sie mit Blumen zu bewerfen.

Wer kann so töricht sein, motiviert durch Patriotismus, diejenigen zu ehren, die aus dem selben Grund, die Ersten sein werden, die sie töten, wenn es ihnen befohlen wird.

Dieses sind keine hypothetischen und weithergeholten Szenarien, um unsere Wut zu begründen. Es ist die Geschichte von diesem Gebiet, das sie Chile nennen.

Weil das “Vaterland” die Falle ist, durch die die Unterdrückten und Marginalisierten glauben, sie hätten eine gewisse Ähnlichkeit und Vertrautheit mit denjenigen, die sie ausbeuten, unterdrücken und töten.

Weil der Militarismus das Herzstück des Faschismus ist und er die Glorifizierung von Gewalt und Hierarchien darstellt. Denn dieses sind die Werkzeuge von Menschen, die gewillt sind, sich zur Verteidigung, die Hände mit unserem Blut schmutzig zu machen, um unsere Unterdrücker im Nahmen eines dreifarbigen Fetzens zu verteidigen.

Weil der Krieg der Schlachtbetrieb so vieler Menschen und Ökosysteme ist, bei dem wir wie Spielfiguren eines Schachspiels durch tyrannische und krankhafte Despoten bei ihren kranken und dekadenten Machtspielen gnadenlos vernichtet werden und bei denen der einzige Sieg der, des Kapitalismus, mit seinen Spekulationen und Geschäften von Waffen und Tod über alle Formen des Lebens ist.

Nehmt die Brille des Nationalismus ab und schaut auf die Vergangenheit, die Geschichte, die Gegenwart und die Realität, so wie sie ist…

Nieder mit den Streit- und Sicherheitskräften!

auf Spanisch

Cosenza, Italien: Vorstellung der anarchistischen Zeitung “Vetriolo” und Konzert mit Pat Atho

Samstag, 10. Juni 2017

Vorstellung der anarchistischen Zeitung “Vetriolo”

Der Staat, als lebendiger Organismus, ist nicht autark, er hat eine Funktion. Er braucht Nahrung und moralische Befriedung. Der Staat lebt in Symbiose und manchmal im Widerspruch zu dem komplexeren System, für das ihr bewaffnetes Verteidigungssystem zuständig ist. Manchmal kann man nicht richtig unterscheiden zwischen Staat und Kapitalismus. Ist ein Ingenieur eines öffentlichen Unternehmen eine Person des Staates oder des Kapitalismus? Ein(e) Universitätsprofessor*in, eine Wirtschaftsminister*in, ein*e Jurist*in; sind sie Personen des Staates oder Personen der Besitzenden?

18.30: Präsentation und Diskussion
21.00: Veganes Abendessen
22:00: Konzert von Pat Atho (Folkpunk aus Rom)

Anarchistischer Raum Lunanera / Viale della Repubblica 293 – Cosenza

11. Juni 2017 – Tag der anarchistischen Langzeitgefangenen

Kommunikation ist eine Waffe

Internationaler Tag der Solidarität mit anarchistischen Langzeitgefangenen

Jedes Jahr dient der 11. Juni als ein Tag für uns, an unsere am längsten eingesperrten anarchistischen Gefährt*innen durch Worte, Aktionen und fortlaufender materieller und emotioneller Unterstützung zu erinnern.

Setúbal, Portugal: Aktionstage gegen die Räumung des C.O.S.A!

Stoppt die Räumung des C.O.S.A * Besetztes Haus seit 17 Jahren im Widerstand

27. Mai Versammlung,Largo da Misericórdia, Setúbal

Solidarität, Musik, Offenes Mikro

Das Tic-Tac der Spekulationen hängt hängt über unseren Köpfen, aber unser Herz schlägt im anderen Rythmus.
Wir laden alle in ein, die das C.O.S.A kennengelernt, gelebt und gefühlt haben, so wie all diejenigen, die es noch nicht kennen, sich an diesen Wochen des Count-Down bis zur mündlichen Verhandlung vor Gericht zu beteiligen.

Der Zeitplan sieht folgendermaßen aus:

25 Mai- 15: 00

Wir öffnen die „Covil (Höhle)“ mit Essen und Informationen und es wird eine Konversation / Vorstellung der Aktionen bis zum 2. Juni geben

26. Mai- 18: 00
Musik, die das Herz der Revolution füllt, im Sozialen Zentrum und Vorbereitung des Abendessen am 27.
27. Mai – 16:00
Demonstration, Protest und Information um 16 Uhr in Largo da Misericórdia. Hände weg vom C.O.S.A! Im Anschluss um 20 Uhr im C.O.S.A: Musik, Leckerbissen, Information und was auch immer!
2. Juni – 9:00
Frühstück im Gericht! Lasst uns Kaffe trinken und lasst es hören: Das C.O.S.A gehört uns!

Alle nach Setubal!

Kontaktiert uns, wenn ihr mehr Ideen und Vorschläge unterbreiten wollt. Wir haben Schlafplätze für ungefähr 200 Leute. Falls ihr eine Unterbringung benötigt, setzt euch mit uns in Verbindung.

Verbreiten, protestieren und sich bemerkbar machen
Gemeinsam werden wir die Räumung des C.O.S.A stoppen
https://cosa2015blog.wordpress.com/

Costa Ri$a: Chaos-Tag zur Erinnerung an Punky Mauri

Chaos-Tag

Dafür sorgen, dass die Anarchie lebt

Veranstaltung der Gegenkultur in Erinnerung an “Punky Mauri”

Ort für Tauschhandel und selbtorganisierte Materialien

(bringt eigenes Material mit)

Workshop der experimentellen Selbstverteidigung mit Tränengas

Antiautoritäre Musik, Vortrag zur Erinnerung an “Punky Mauri”

Performance gegen die Psychiatrie, Gemeinschaftliches “Offenes Mikro”

libertäre Ausdrucksformen, anarchistische Gefangene, Feuer-Performance

Sonntag, 21. Mai 2017 Costa Ri$A, Erfragt Ort und Uhrzeit

-Veranstaltung, frei von Drogen und Geld-

Sétubal, Portugal: Keine Räumung des C.O.S.(A)!

Ein alter Wunsch, der aber immer noch lebt, ist es weiterhin  für uns selbst zu entscheiden und zu leben, damit wir eine großartige Zukunft entwerfen können.Deshalb rufen wir zu einer Solidaritätsversammlung für dass C.O.S.A auf und hoffen auf die Mobilsierung von Allen, die sich der herrschenden Ordnung entgegen stellen wollen. Wir werden bald mehr Informationen haben.
C.O.S.A. leistet Widerstand!


Stoppt die Räumung des  C.O.S.A. (Casa Ocupada de Setúbal Autogestionada)

27. Mai / 16 Uhr / Sétubal

Solidarität, Musik, Offenes Mikro

Mehr Information bald unter: Cosa2015blog.wordpress.com


Bekanntmachung:. Kampf um C.O.S.A.!

Wir entschuldigen uns bei allen die sich fragten was mit C.O.S.A. in der Zeit passiert ist, während unsere Kommunkation total abgebrochen war.

Seit unserer letzten Aussage, wurde im Rahmen des Gerichtsprozesses, dessen Ziel es ist, C.O.S.A zu räumen, ein Anhörungstermin für 28.April angesetzt. Für dieses Datum haben wir entschieden unsere Verteidigungung vorzubringen. Überraschend r alle Anwesenden versuchte die richterin sofort ein urteil zu präsentieren und entschied nach vorheriger Analyse des Falls, dass eine sofortige Räumung gerechtfertig wäre. Dieses voreilige Urteil konnte nur aufgrund Prozessfehlern von unserem Anwalt verhindert werden und eine erneute Anhörung wurde für den 02.06. vereinbart. In dieser Anhörung kommen erstmalig beide Parteien, Besitzer und Besetzer zusammen, um über eine Einigung zu verhandeln.

Im Moment warten wir auf einen Vorschlag vonseiten der Hausbesitzer,was viele Zweifel und Diskussionen zwischen uns aufbringt. Von all den kollektiv diskutierten Möglichkeiten, die zurzeit noch offen für eine Entscheidung sind, ist eines sicher:Wir weigern uns eine Kompensationszahlung in Austausch für einen schnellen und leisen Auszug zu akzeptieren.

C.O.S.A. ist unser. Wir, die Menschen die hier leben, machen was es ist. Vom 13.-17. Februar starteten wir kollektive Arbeiten um das Soziale Zentrum im C.O.S.A. zu renovieren und wiederzubeleben. Während dieser 5 Tage arbeiteten Freunde und Unterstützende ununterbrochen und erreichten am Ende mehr als erwartet. Wir alle fühlten uns stolz und genossen die gemeinsame Zeit des Produktivseins für unseren Zweck. Am 30. März dann, realisierten wir unsere ursprünglichen Pläne und eröffneten “O Covil” (“Die Wolfshöhle”), einen Infoladen im C.O.S.A mit Distribution von theoretischen und praktischen Publikationen und einer “Suporte Okupa” (“Besetzter*innenwerkstatt”), der jeden Donnerstag für alle geöffnet ist.

Seitdem bauten wir viele neue Beziehungen auf und belebten alte wieder. Wir sind immernoch offen für jegliche Vorschläge in unserer Situation und sind voller Ideen für die Zukunft, die ungewiss, aber definitiv großartig ist!

Saude e Anarquia! (Prost und Anarchie!)


Was ist das C.O.S.A? (Text zum 15- jährigen Bestehen)

Am 13. Oktober 2000 beschloss eine Gruppe von jungen Menschen aus Setúbal, das Betreiben von einem politischen, allen zugänglichen Raum, in die Hände zu nehmen. Geöffnet dem Ausdruck von freier Aktion, ohne einer Kontrolle von Aussen, ohne Profit und Authoritäten. Sie besetzten ein verlassenes Haus, um Apathie und stumpfe Leere in Träume und praktische Erfahrungen von Freiheit, Autonomie und Selbstverwaltung zu verwandeln.

Fünfzehn Jahre sind vergangen mit Konzerten, Workshops, Debatten, Ausstellungen, Treffen, dem Teilen und Verbreiten von Wissen und Fertigkeiten, gegenseitigem Lehren und Lernen und dem Eingreifen in politische und soziale Felder des Lebens. Viele Politiker, Polizeichefs, Regierende, Gerichtsverfahren, Polizeigewalt und Diffamierungen von Seite der Medien zogen ins Land, zogen vorüber. Das besetzte Haus hielt stand und leistete Widerstand. Weder Polizei noch Gerichte vermögen dieses Kapitel der unbeugsamen und rebellischen setúbalenischen Geschichte auszuradieren.
Vielfältig sind die Kämpfe derer, die aufhörten zu warten. Die, die dass Wunder geschehen liessen, Kollektiv die Kontrolle über ihre Leben in die Hände nahmen, sich gegenseitig inspirierten und unterstützen. Die, die damit begannen, sich die Fähigkeit wieder anzueignen, Utopien zu imaginieren und für ein freies und solidarisches Leben zu kämpfen.

Niemand kann uns diese fünfzehn Jahre nehmen!

Santiago, Chile: Aktivität zur Erinnerung an Mauricio Morales am 20. Mai 2017

Bis zur totalen Befreiung:
Erinnerung und Gegenkultur

Gefährt*innen

Wir laden euch ein, Teil des gegenkulturellen Tages zu sein, der am 20. Mai ab 14 Uhr in der Bücherei Manuel Rojas zur Erinnerung an den Gefährten Mauricio Morales, “Punki Mauri”, 8. Jahre nach seinem Tod in Aktion veranstaltet wird.

Während der Aktivität wird es ein kollegtives veganes Essen geben, Workshops zu Buchbindearbeiten, natürlicher Medizin, Gestaltung von Masken, Gravur und Propaganda, zudem Butho Tanz, Geschichtenerzähler*innen, Theater, aufständige Lyrik und uns werden Musikbands begleiten.

Mit den Workshops fordern wir das Selbststudium, die Kolliktivierung unserer Kenntnisse, die Begegnung zwischen den vorbeikommenden GefährtInnen und fördern das Lernen zur Vertiefung der Autonomie und geben Leben und Mut, es selbst zu machen, um eine Gegenwart und Zukunft ohne Autorität voranzubringen.

Unsere anarchistische / autoritäre Gegenkultur hat keinen ästhtischen oder dekorativen Zweck, sondern durch, dem, was wir schaffen, erlauben wir, dass unsere Ansichten und Emotionen fließen, die unsere, (der herrschsenden Ordnung gegenüber feindseligen) Ideen und Werte, verbreiten.

Es wird Gegeninformations-Videos, Information über inhaftierte Gefährt*innen, Stände von verschiedenen anti-autoritären Bibliotheken und anarchistisches Propagandamaterial geben. Ihr seit eingeladen eigenes Material mitzubringen.

UNSERE ERINNERUNG IST SCHWARZ, UNSER  HERZEN AUCH

auf Spanisch

Santiago, Chile: Gedenkfeier zur Erinnerung an de Gefährten Mauricio Morales am 22. Mai

Für die Ausweitung des Chaos und der Anarchie… 22. März Tag des Chaos!!!

PUNKI MAURI PRESENTE!!!

auf Spanisch

Aufruf für Solidaritätsaktionen am 31. Mai für die Warschau 3

Liebe Freund*innen,

seit über einem Jahr warten wir auf den Prozess gegen die Warschau 3. Heute übermitteln wir diesen Solidaritätsaufruf für Solidaritätsaktionen anlässlich des 1. Gerichtstages am 31. Mai 2017.

An diesem Tag ist auch vor dem Gericht in Warschau (Adresse: Marszałkowska 82) eine Demonstration unter dem Motto „WIR ALLE SIND TERRORIST*INNEN“ geplant.

Die Polnische Regierung folgt dem internationalen Trend, überall terroristische Bedrohung zu sehen.

Es gibt keinen besseren Grund die Kriegswirtschaft zu befeuern, Überwachungswerkzeuge zu verstärken und den Boden für Autokratie zu bereiten, als die Figur des Feindes. In der ganzen EU wird im Moment entweder die Bedrohung von Außen durch Migrant*innen, (Jugendliche mit eingeschlossen, bereit Terrorakte zu begehen) oder die innere Bedrohung in Form der inländischen Terrorismuskategorie häufig genutzt, um die Bevölkerung zur Gehorsamkeit zu verängstigen.

Wie für andere Länder in der EU waren terroristische Angriffe die Rechtfertigung neue Sicherheitsregelungen einzuführen, die dem Staat größere Macht garantieren und deutliche Einschränkung für die Menschen bedeuten. Auch die polnische Regierung möchte die Chance ergreifen, ihre eigene Position beim Ritt auf der europäischen Anti-Teror-Welle abzusichern. Vor dem Hintergrund der Einführung der neuen Anti-Terrorgesetze in Polen, berichteten zuerst die Massenmedien über die Welle von falschen Bombenalarm im ganzen Land, als sie schließlich das hatten, worauf sie warteten. In der Nacht des 23. wurde drei Anarchisten auf dem Parkplatz einer Polizeistation geschnappt, beim Versuch ein Polizeiauto in Brand zu setzen.

Für die Regierung und ihre Medien stellt die Verhaftung einen lang erwarteten Beweis dar, das es wirklich eine terroristische Bedrohung in Polen gibt. Die verhafteten Drei wurden, nachdem sie geschlagen und gefoltert wurden, in die Isolationszellen für die gefährlichsten Kriminellen geworfen, um dort für die nächsten 4 Monate eingesperrt zu bleiben.

Das Medientheater hatte begonnen und die Einführung des neuen Anti-Terrorismus-Gesetzes wurde der Öffentlichkeit als berechtigt präsentiert.

Das Wort „Terrorist*in“ wurde durch die Medien bis zur Lächerlichkeit missbraucht. Weil diese Kategorie so vage ist, das zwei Individuen, die als „Terrorist*innen“ etikettiert sind, fast nichts gemeinsam haben können, haben die Staatsorgane schnell seinen Nutzen verstanden, potenzielle Bedrohung für ihre Macht auslöschen zu können.

Der polnische Staat hat die Warschau 3 eingesperrt, aber das war nicht genug. Er hat drei Antifreiheitsgesetze verabschiedet, aber es war nicht genug. Dann haben seine Schläger brutal einen PhD Studenten abgeschoben, der nicht für sie spionieren wollte – wir alle erinnern uns an Ameer – aber das war immer noch nicht genut. Sie verspüren auch den Drang weiterhin Aktivist*innen zu erpressen, Ausländer*innen abzuschieben und Alle zu kriminalisieren, die es wagen, Widerstand zu leisten.

Wir rufen auf, an diesem Tag Solidaritätsaktionen durchzuführen.

Wir rufen dazu auf, zur nächsten polnischen Botschaft zu kommen und der Republik Polen zu zeigen, was ihr von ihr haltet!

Feuer für Gefängnisse, Gericht und Copshops!

(Hier findet ihr den englischsprachigen Aufruf zu Solidaritätsaktionen als Flugblatt im PDF Format. Er beinhaltet auch Updates zum Fall der Warschau 3)

auf Englisch

Santiago, Chile: Erinnerung an Mauricio Morales am 27. Mai

Wir nehmen uns acht Jahre nach dem “Tod in Aktion” des Gefährten Mauricio Morales die Straße, um daran zu erinnern und die Ideen und anarchistischen Praktiken zu verbreiten, die sich mit Kraft und Überzeugung den Werten, Symbolen und Strukturen des Systems der Herrschaft widersetzen.

Unser Gedächtnis ist keine inaktive Erinnerung, sondern die konkrete und nachhaltige Realisierung einer Projektualität des Kampfes, zumal die Fortsetzung des offenen Konflikts an sich die beste Würdigung ist.

Anarchistischer Mai!
Mauricio Morales Presente!
Sorgt dafür, dass die Anarchie lebt!

auf Spanisch

Hamburg, Deutschland: Solidarität mit den ArbeiterInnen von AGR-Clarin (Argentinien)

Nachdem Beschäftigte der Druckerei der Zeitung GR-Clarin entlassen wurden, ist der Arbeitsplatz seit mehr als zwei Monaten besetzt und die Beschäftigten befinden sich im Streik. Die Forderung ist die Entlassungen zurück zu nehmen. Momentan bemüht sich der Arbeitgeber den Streik zu brechen, indem er versucht, die Sonntagsausgabe der Zeitung in Chile zu drucken. Der Streik und die Besetzung hat ein gewaltiges Echo gefunden und viele Gewerkschafte und Syndikate haben sich mit den kämpfenden Beschäftigten solidarisiert

Das alles passiert, während die Regierung von Macri als Teil einer Austeritätspolitik die Rechte von Arbeiter*innen angreift und versucht den Widerstand der Gewerkschaften und Syndikate zu brechen. Deshalb ist der Streik bei AGR-Clarin Teil eines massiven Kampfes, Arbeiter*innenrechte zu bewahren.

FAU-Hamburg
Free Wokers Union – Hamburg
im April 2017

auf Englisch  / auf Französisch / auf Italienisch

Niquitao,Venezuela: Filmreihe zum Widerstand gegen Extravismus in Lateinamerika

Die historische Enteignung von Gebieten, Gewässern, Nahrungsmitteln, Pflanzen und Tieren zu Gunsten der Kommerzialisierung ist eine Konstante, die sich in Lateinamerika ausbreitet. Seit mehr als drei Jahrzehnten geht sie einher mit der Implementierung von Neoliberalismus und ausländischer Direktinvestitonen von transnationalen Unternehmen.

Trotz ihrer Todespläne, ist die Organisation zur Verteidigung der Gemeinschaftsgüter aufgeblüht, durch breite Perspektiven, die Menschen, Gruppen. Bewegungen und Artikulationen auf der Straße und in den Bergen vereinen. Der Libetäre Filmclub eröffnet mit dem Zyklus: Widerstand gegen den Extravismus in Lateinamerika und hat den Zweck zu helfen, die Stärke der Betroffenen abzumessen und die Dimension des Monsters, dem wir ausgesetzt sind, sichtbar werden zu lassen. Außerdem soll der kritische, mit Autonomie gedüngte Blick geschärft werden, um Freiheit zu ernten.

Freitag, den 19. Mai / 17 Uhr: Die Stimme von Gualcarque. Honduras / 2015.
Feitag, den 26. Mai / 16 Uhr: Befreiung von Mutter Erde, Kolumbien / 2015-17
Freitag, den 2. Juni: Dokumentationsreihe “Ölgebiet”Argentinien / 2015
Freitag, den 9. Juni: : IIRSA, die Infrastruktur der Verwüstung, Chile / 2016

auf Spanisch

Montevideo, Uruguay: Eröffnung des “Sozialen Zentrum Cordón Norte” am 19. Mai 2017]

Eröffnung des Sozialen Zentrum Cordón Norte

19. Mai, um 19 Uhr

Lasst uns Verantwortung für unsere Geschichte überehmen und die soziale Konfrontation verstärken

auf Spanisch

Valparaíso, Chile: Anarchistische Film-Diskussion am 17. Mai 2017

Universität, Fakultät für Geisteswissenschaften, 12 Uhr

Wir laden euch in ein zur Film-Debatte über den “Caso Bombas” um uns zusammenzuschließen und um über die Gegenwart, hier und jetzt zu diskutieren und über die Direkte Aktion!

Freiheit für alle Gefangenen auf der ganzen Welt!

Die Solidarität geht weiter, die Offensive endet nicht!

spanischsprachiger Veranstaltungshinweis

Buenos Aires, Argentinien: Gegen die Reform des Gesetzes 24660 und alle Gesetze

Solidarität und Direkte Aktion für die Gefangenen im Hungerstreik. Nieder mit ihren Gesetzen

Am 5. Mai wurde vor den Büros der staatlichen Strafvollzugsverwaltung eine Straßensperrung durchgeführt. Auch gab es eine Versammlung mit Transparenten außerhalb der Strafanstalt von Devoto (am 12. Mai) zur Unterstützung der Gegangenen, die sich gegen die Reform des Gesetzes 24600 im Hungerstreik befinden. Es handelt sich hierbei um ein Projekt, das die Strafen verschärft, Strafaussetzung und Bewährung einschränkt sowie vollständige Erfüllung der Strafen ohne jegliche Zugeständnisse verlangt. Zudem gibt es Pläne für den Bau neuer Gefängnisse in Argentinien und die Verlagerung der Gefängnisse in Gegenden außerhalb von Städten.

Dutzende Gefängniseinheiten aus verschiedenen Bereichen begannen einen Hungerstreik, verweigerten Aktivitäten und anderere Tätigkeiten, innerhalb von über das ganze Land verteilten Gefängnissen. Gegen diese Situation riskierten sie das Einzige, was sie haben, ihre eigenen Körper.

Der Staat und seine Vollstreckungsgehilfen, gemeinsamen mit dem Beschuss der Verunsicherung durch die Medien und mit der selben Gesellschaft, die sie bestärkt hat, erlaubt Gerichten weiterhin, Menschen für JAHRE UND JAHRE GEFÄNGNIS zu verurteilen und führt zu einer Zunahme, von damit Zusammenhängenden, wie „Überfüllung, Isolation, Exekutionen, Durchsuchungen, Bestrafungen, Vergewaltigung und Tod. Tägliche Routine innerhalb demokratischer Gefängnisse der Demokratie

Wir solidarisieren uns mit den kämpfenden Gefangenen. Über alle Unterschiede hinweg, unterstützen wir immer diejenigen, die keine Kompromisse eingehen und sich dafür entscheiden, ihr Leben in die eigenen Hände zu nehmen.

Jeder Knast ist Folter, jedes Gefängnis ist Unterdrückung, jeder Kampf ist ein Verlangen nach Freiheit

auf Spanisch

Venezuela: Aufruf an die Anarchist*innen weltweit

Aufruf aus Venezuela an die Anarchist*innen in Lateinamerika und weltweit: Die Solidarität ist mehr als nur ein geschriebenes Wort.

Wir wenden uns dem gesamt anarchistischen Spektrum zu, vor allem den Kräften auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Nicht nur um die Aufmerksamkeit auf die gegenwärtige Lage in Venezuela seit April 2017 zu richten, sondern um die aus unserer Sicht dringende Notwendigkeit eines internationalen anarchistischen Austauschs über die dramatische Lage voranzutreiben, allem voran mit Positionen und Aktionsformen die sich entlang der historischen Linie des anarchistischen Ideals bewegen.

Es ist bedauerlich, dass auf der einen Seite die Chavistische Regierung – die heute von Maduro geleitet wird – mit ihrer medialen Resonanz im Ausland und, auf der anderen Seite, die rechte Opposition und die Sozialdemokratie, sich in einer dreckigen Kampagne befinden, um der Welt ihre einseitigen Darstellungen der Wahrheit zu verkaufen, die von Machtinteressen durchdrungen werden. Viele anarchistische Stimmen außerhalb Venezuelas haben bis jetzt geschwiegen, diese Stille ist gewissermaßen eine indirekte Akzeptanz der „Wahrheit“ die die konkurrierenden Kräfte für die Macht innerhalb des Staates versuchen zu etablieren.

Wir wissen dass sie solidarischen und mitfühlenden Stimmen in unserer Nähe keinen Zugang zu den meisten Medien haben und dass viele Genoss*innen sich innerhalb komplexer Realitäten bewegen in denen bestimmte Themen und Probleme, aufgrund ihrer unmittelbaren Nähe zu deren Alltag, Vorrang haben, doch diese Schwierigkeiten sollten nicht zu einem Hindernis werden, so dass auf bestimmte, wenn auch bescheidene Art und Weise, der Situation in Venezuela und dem Anarchismus in dieser Region Aufmerksamkeit, Interesse und Solidarität geschenkt werden kann.
Kurz zusammengefaßt, sagt der lokale Anarchismus zurzeit, dass die aktuelle Situation den faschistischen Charakter des Chavez-Regimes- und seinem Nachfolger Maduro- aufzeigt. Reaktionäre Militärregierungen wurden schon immer von ´El Libertario´ angeprangert. Dieses Regime kennzeichnet sich durch Kriminalität, Drogenhandel, Raub, Korruption, Inhaftierung politischer Gegner, Folter, und dazu kommt noch das katastrophale Managment auf wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und ethischer Ebene. Chavez konnte mit seiner messianischen und charismatischen Führungart punkten, seine Regierung finanzierte sich durch hohe Ölpreise, aber nach seinem Tod und mit dem Ende des Erdölaufschwungs, geriet der sogennante bolivarianischen Prozess ins Schwanken, denn seine Fundamente waren zu fragil. Diese „Revolution“ trat in die Fussstapfen der historischen Tradition des Diktators Juan Vicente Gómez im frühen zwanzigsten Jahrhundert, die vom Militär Marcos Perez Jimenez weitergetragen wurde und auch heute innerhalb der repräsentativen Demokratie nicht aufgehört hat zu existieren.

Auf internationalen Ebene (Noam Chomsky ist das beste Beispiel), zogen viele Leute ihre ursprüngliche Unterstützung für den venezolanischen Autoritarismus zurück und kritisieren ihn heute vehement. Wir nehmen jedoch mit großer Sorge das Schweigen vieler AnarchistInnen dieses und anderer Kontinente über die Entwicklungen in Venezuela wahr. Es gibt ein Sprichwort, „Schweigen ist Zustimmung“, dessen Inhalt die aktuelle Lage widerspiegelt, denn ein ganzes Volk hungert und wird mit bestialer Gewalt unterdrückt, während diejenigen die dagegen protestieren sollten wenig oder gar nichts sagen. Wir rufen diejenigen auf, die die libertären Fahnen umarmen, damit sie, falls sie es noch nicht getan haben, sich über unsere Tragödie ausprechen. Wenn man eine anarchistische Weltanschaung hat, gibt es für Gleichgültigkeit keine Rechtfertigung. Nur das komplette Gegenteil einer anarchistischen Perspektive spricht sich für die Farce der Regierung aus und vergisst was von vielen Anarchis*innen im Laufe der Zeit über den autoritären Sozialismus und dessen Entartung durch die Macht gesagt wurde. Vielleicht liessen sich in der Vergangenheit einige Leute durch dir „progressive“ Illusion des Chavismus täuschen, sogar einige AnarchistInnen, aber wenn wir immer noch im Einklang mit unserem Ideal leben wollen, ist es unmöglich diesen Glauben aufrecht zu erhalten.

Wir bezeugen zur Zeit die letzten Zuckungen einer sterbenden und repressiven Regierung die keinerlei Legitimation mehr besitzt und die versucht sich an der Macht zu verewigen. Eine Regierung die von der überwiegenden Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird, eine Regierung die mit ihren repressiven und paramilitärischen Gruppen mordet und die auch Plünderungen fördert. Eine korrupte Regierung, die mit Nahrungsmittelkörbe die Leute erpresst die auf dem Schwarzmarkt für einen Dollar verkauft werden, eine Regierung die in allen Arten von Geschäften mitmischt, eine Regierung der Boli(varianischen)-Bourgeosie und des Militärs, die allesamt anhand der Eröl- und Bergbaueinnahmen reich wurden. Eine Regierung die Leute verhungern lässt und tötet während sie brutale wirtschaftliche Anpassungen mit dem transnationalen Kapitalismus tätigt, dem sie übriges die kriminellen Auslandsschulden immer pünktlich bezahlt.

Es ist Zeit den Pseudo-Informationen derjenigen die den Staat kontrollieren oder darauf hoffen ihn bald zu kontrollieren entgegenzutreten, wir erwarten hierfür die aktive Unterstützung von Einzelpersonen und anarchistischen Gruppierungen aus Lateinamerika und dem Rest des Planeten. Jedes Zeichen der anarchistischen Solidarität wird von der zwar kleinen und mit vielen Schwierigkeiten konfrontierten anarchistischen Bewegung Venezuelas begrüßt. In solchen Zeiten ist es für uns enorm wichtig zu wissen dass wir mit der Unterstützung der GenossInnen weltweit rechnen können, egal ob bei der Verbreitung unserer Informationen aus Venezuela, um mit eigenen Meinungen und Überlegungen ein Gegengewicht gegen die autoritäre Rechte und Linke zu erzeugen, oder – was noch viel besser wäre – indem solidarische Aktionen in verschiedenen Ländern gefördert werden, die auf den Hunger und die Unterdrückung des heutigen Venezuelas aufmerksam machen und die gesamte Situation verurteilen. Wir brauchen eure Unterstützung mehr denn je, um auf verschiedenen Ebenen die gegenwärtige Tragödie in Venezuela anzuprangern.

Mehr Infos unter: El Libertario: http://periodicoellibertario.blogspot.com.

(Übers. Linksunten, das spanischsprachige Original wurde u.a. auch an Contrainfo gesandt)